Die nächsten drei Bücher sind gelesen.
Wladimir Kaminer: Rotkäppchen auch auf dem Balkon
Beim Titel war ich unsicher, ob er ein spannendes Buch einleitet oder ob er eher zwanghaft lustig klingen möchte. Letztlich habe ich mich entschieden, dem Buch eine Chance zu geben. War das eine gute Entscheidung? Nein!
Warum es keine gute Entscheidung war: Anfangs sind die kurzen Anekdoten noch ganz nett. Ein bisschen wir Tagebuch- oder Blogeinträge. Insgesamt sind sie aber wenig unterhaltsam. Für Freunde, Bekannte und Verwandte des Autors mag das durchaus interessant sein. Für Leute, die Wladimir Kaminer gerne lesen, vermutlich ebenfalls. Für mich hingegen wurde es mit zunehmender Lesedauer immer beliebiger. Es fühlte sich irgendwann ungefähr so an, als würde jemand schreiben: „Und dann ging ein Mann mit Kapuzenpullover über die Straße.“ Na und?
Mein Problem ist, dass mein Interesse mit zunehmender Lesedauer immer geringer wurde. Das spricht leider nicht für das Buch.
So bleibt für mich tatsächlich der Titel das Beste an dem Buch. Für mich ist es keine Empfehlung, und ich habe kein Interesse daran, weitere dieser Familiengeschichten zu lesen. Ehrlich gesagt möchte ich von dem Wladimir Kaminer auch nichts mehr lesen. Das ist einfach nicht meine Bücherwelt.
Elke Heidenreich: Nero Corleone
Nach zuletzt einigen nicht ganz oder gar nicht überzeugenden Büchern hatte ich von dieser kleinen Geschichte gar nicht viel erwartet. Und wurde sehr positiv überrascht.
Eine kurze, aber sehr entzückende Katzengeschichte hat Elke Heidenreich hier niedergeschrieben. Sehr herzlich, unterhaltsam, aber auch traurig.
Die Geschichte ist zu keinem Zeitpunkt langweilig und lässt sich in einem Rutsch durchlesen. Sie ist auch zu kurz und zu gut, um sie einfach wegzulegen.
Eine absolute Leseempfehlung für den kleinen (Katzen)-Hunger zwischendurch.
Karen M. McManus: One of us is next
Nachdem mir “one of us is lying” gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen. Doch konnte sie meine Erwartungen erfüllen?
Ein Jahr nach den Vorfällen an der Bayview High beginnt irgendjemand ein neues Spiel. Ein Nachahmer? Ein Spinner? Wer steckt dahinter und was ist der Plan? Dann gibt es einen Toten, und nach und nach werden Zusammenhänge sichtbar.
Eine Fortsetzung, die nach ähnlichem Schema abläuft, kann natürlich gründlich in die Hose gehen. Hier ist das zum Glück nicht der Fall. Die Hauptfiguren aus dem ersten Teil rücken etwas in den Hintergrund, während andere stärker in den Mittelpunkt rücken. Und auch dieser Teil macht wieder Spaß.
Ich finde den Roman sehr spannend und konnte kaum aufhören zu lesen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht gefällt mir der zweite Band sogar einen kleinen Tick besser als der erste. Sicher bin ich allerdings, dass ich den dritten Teil lesen muss.
Archiv:
Kaminer hab ich mal gemocht. Gefühlt vor 20 jahren, als „Russendisko“ erschien und er wirklich witzig mit seiner neuartigen Erzählmethode war. Ich hab damals sogar Lesungen besucht. Allerdings fiel ziemlich schnell auf dass die immer gleiche Komik schnell langweilig wird. Inzwischen dümpelt er so ein bisschen durch Berlin und Deutschland und lebt von vergangenen Zeiten. Insofern reizt mich sein neues Buch überhaupt nicht…..
Das habe ich auch gelesen, aber keinerlei Erinnerung.
Bestimmt hab ich auch noch etwas von ihm gelesen.
Aber da ich mich nicht erinnere, war es wohl nicht so der Hit.🤷♂️