Trotz der teilweise sehr unzuverlässigen Leute, schließen wir die letzte Arbeitswoche vor Jörgs Urlaub durchaus erfolgreich ab. Die Chinesin, die seit neun Jahren in Deutschland lebt, kaum Deutsch spricht und noch nie hier gearbeitet hat, legt uns einen Arbeitsvertrag vor. Mit dem richtigen Jobcoach ist vieles möglich.
Die Frau, die ihren Alltag kaum geregelt bekommt und ständig gefehlt hat, bringt uns auch einen Arbeitsvertrag. Und der junge Mann, der in Thailand aufgewachsen ist und den wir kaum verstehen, soll am 01.04.26 eine Ausbildung beginnen. Seine Antwort auf meine Frage, wie es bis dahin weiter geht, verstehe ich nicht. Ich versuche es mehrfach, er gibt sich Mühe, aber ich habe keine Ahnung, was er mir sagen will. Also rufe ich beim Arbeitgeber an, bei dem er die Ausbildung machen soll. Man will mir keine Auskunft geben, weil man nicht weiß, wer ich bin. Die Frau sagt, dass sie gestern mit dem Teilnehmer gesprochen hat, und er mir sicher sagen kann, wie es weitergeht. Kann er nicht. Will ich ihr aber nicht sagen, damit sie es sich nicht noch anders überlegt. Nach dem Gespräch frage ich mich, ob sie den jungen Mann wirklich versteht und das Problem bei mir liegt. Für mich klingt er immer so, wie der sprechende Hund aus einem Loriot-Sketch. Jörg stimmt mir zu. Unser Fazit: Der kann gar nicht sprechen. Wie also können wir herausfinden, wie es weitergeht? Und was noch viel wichtiger ist: Weiß der junge Mann es überhaupt?
Die Quote liegt nun, ohne die Vermittlung des nicht sprechenden Mannes, mitzuzählen, bei 46,85 %. Mal sehen, wie sie nach zwei Wochen ohne Jörg sein wird, denn er ist für den größten Anteil der Vermittlungen verantwortlich. Mehr als doppelt so viele gehen auf sein Konto. Deutlicher kann der Unterschied zwischen einem echten Jobcoach und mir kaum sein. Fazit: Einer kann nicht sprechen und einer ist gar kein Jobcoach.