Lyriksplitter

Ich weiß nicht einmal mehr, wie im Büro die Geschichte entstanden ist, dass ich Gedichte schreibe. Vermutlich fing es damit an, dass ich vom Schwalbengedicht erzählt und vorgetragen habe. Jedenfalls ist es so, dass ich, wenn ich bei Jörg im Büro bin, beim Rausgehen öfter sage, ich würde jetzt in mein Büro gehen, um ein Gedicht zu schreiben. Irgendwann fing er dann an, Teilnehmerinnen zu erzählen, dass ich ganz tolle Gedichte schreibe. Und so kam es, dass ich vor ein paar Tagen nicht nur sagte, ich würde Gedichte schreiben, sondern mich tatsächlich hinsetzte und innerhalb weniger Minuten sechs Texte schrieb.

Zwei davon habe ich später Jörg vorgelesen. Das erste fand er wohl etwas wenig erbaulich, das zweite, obwohl ebenfalls wenig erbaulich, gefiel ihm schon. Das hat mich dermaßen inspiriert, dass ich noch ein weiteres Gedicht schrieb. Wie gesagt: Es müssen auch keine Gedichte sein, nur weil es sich reimt.

Nach einer Themenvorgabe schrieb ich ein paar Tage später noch zwei Texte. Deutlich alberner, fast schon positiv angehaucht.

Nun ist die Frage: Was mache ich damit? Veröffentlichen? Vergessen?
Und bleibt es bei den neun Texten? Oder setze ich mich immer wieder hin und lasse weitere „Gedichte“ folgen?

Ich könnte jeden Monat eins davon veröffentlichen. Oder ich warte, schreibe weiter und lasse sie nach meinem Tod von irgendwem irgendwo veröffentlichen. Oder vorlesen. Im besten Fall auch vertanzen. So viele Optionen. Für welche werde ich mich entscheiden?

6 Kommentare

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  1. Der geneigte Groupie findet natürlich weiterschreiben und veröffentlichen total gut. 😎