Sanktionen gibt es. Mal mehr, mal weniger. Und manchmal auch gar nicht – selbst dann nicht, wenn man es erwarten würde.
An zwei Beispielen zeige ich nun, welche Folgen es hat, wenn man Milde walten lässt und auf eine Sanktion verzichtet, und welche drastische Auswirkungen es haben kann, wenn knallhart durchgegriffen und eine berufliche Zukunft so fast unmöglich gemacht wird. Bei allem dürfen wir nicht vergessen: Es sind Menschenleben, die bei falschen Entscheidungen ruiniert werden können.
Beispiel 1:
Ein 18-jähriger Rumäne, dem gerade der Führerschein finanziert wurde, damit er als Fahrer durchstarten kann, wurde extra vorgezogen. Gemerkt haben wir vom Durchstarten wenig. Stattdessen erklärte er uns meist, wie das Leben funktioniert und dass er sich bald selbstständig in seinem Traumjob macht. Irgendwann hatte er angeblich einen Praktikumsplatz. Danach hörten wir nichts mehr von ihm. Ob es diesen Platz wirklich gab, erfuhren wir nie.
Da er nach dem „angeblichen“ Praktikum nicht mehr zu uns kam, schickten wir zwei Abmahnungen. Danach hatte er einen Termin beim Jobcenter und versprach, wieder zur Maßnahme zu kommen. Die Idee, sich mit seinem Vater (der seit vielen Jahren arbeitslos ist) selbstständig zu machen, war plötzlich vom Tisch. Friseur ist sein neuer Traumberuf.
Trotz des Versprechens, an der Maßnahme teilzunehmen, um seinen Traumberuf zu finden, kam er nicht und flog raus. Das führte zu Konsequenzen, die er so schnell nicht vergessen wird. Die zuständige IFK entschied nämlich, dass eine Sanktion nicht sinnvoll wäre. Er ist schließlich erst 18 Jahre alt und hat großes Potenzial. So kann er sich weiterhin in Ruhe orientieren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Das ist großartig, weil man so seinen Entwicklungsprozess nicht behindert und sich sein Potenzial sich weiter entfalten kann. Das zeigt deutlich, wie viel man mit dem richtigen Fingerspitzengefühl erreichen kann. Eine Sanktion hätte den Mann vermutlich für immer zerstört. So hat er weiterhin alle Chancen für seinen beruflichen Durchbruch.
Beispiel 2:
Ebenfalls ein Rumäne. Mitte 30. Er bekam leider die volle Härte der Sanktionen zu spüren.
Bei seiner ersten Teilnahme erschien er lediglich zu drei Terminen, danach fehlte er unentschuldigt und wurde gekündigt. Für das Jobcenter war er zunächst nicht erreichbar. Später stellte sich heraus, dass er seine Wohnung vermietet hatte und sich in Rumänien aufhielt.
Nach seiner Rückkehr bekam er direkt eine neue Chance und sollte erneut an der Maßnahme teilnehmen. Er erschien jedoch nicht. Ob aus Unsicherheit, fehlenden Sprachkenntnissen oder mangelndem Verständnis, bleibt unklar. Nach zwei Abmahnungen endete auch diese Teilnahme. Damit war er aus Sicht der IFK zu weit gegangen. Sein Verhalten führte zu einer Konsequenz, die zeigt, wie hart es einen treffen kann, wenn man nicht kooperiert: Er wird künftig nicht mehr an Maßnahmen teilnehmen müssen, da er ohnehin nicht erscheinen würde. Das bedeutet, dass er keine professionelle Unterstützung auf dem Weg ins Berufsleben mehr erhält. Er muss es nun alleine schaffen. Und wer ihn kennt, weiß, wie schwer das für ihn werden dürfte. Seine Wohnung darf er auch nicht mehr vermieten.
Und jetzt stellen Sie sich vor, man hätte ihm auch noch das Geld gekürzt, sei es auch nur für einen Tag. Das kann nicht das Ziel sein, einen Menschen derart zu bestrafen. Der kommt doch nie wieder auf die Beine.
Ich persönlich bin immer wieder entsetzt und auch wütend über Verfahrensweisen deutscher Behörden. Ich gehöre ganz sicher weder in das faschistische noch ins rechtsnationale Lager aber ich sehe absolut nicht ein wieso hierzulande ein absolut disfunktionales System am Laufen gehalten wird.
Ich sehe hier auch keine wirklichen Konsequenzen.
In Italien oder Frankreich ist die Richtung klar definiert: wer bereit ist sich zu integrieren und zum System beizutragen darf bleiben, wer nicht verlässt das Land. Und das passiert wirklich.
Ich halte das für richtig. Mit korrekter Anwendung der Gesetze in D wären viele Zweit- und Drittgesellschaften nie entstanden.
Eskann und darf nicht sein dass eine Solidargemeinschaft Menschen unterstützt und bezahlt die für dieses System nur Verachtung kennen und es missbrauchen.
Und da sehe ich nicht nur Migranten sondern genauso die festinstallierte Hauptstadt- Hartz4 Kultur in den Vorstädten wie auch die angeblich politische Antifa und Alternativszene die fröhlich Bürgergeld kassiert während man mit dem nagelneuen Iphone Selfies macht,
Mich kotzt das an.
Musste ich mal loswerden……
Manchmal muss es einfach raus.
Mir ist immer komplett unklar, wie die das schaffen.
Meine Schwester ist echt schlau, kann jetzt aber wegen langer Krankheit schon eine ganze Zeit ihren Job (Altenpflege) nicht machen und faellt deswegen gerade ins Buergergeld (bevor sie dann in zwei Jahren eh alt genug fuer die Rente ist….). Was sie da alles an Antraegen und Bescheiden beibringen muss und was fuer ein Aemterwust das ist, wo eins nicht weiss, was das andere tut um man von Pontius zu Pilatus verwiesen wird eh irgenendeiner was entscheidet, ist unfassbar. Und die Haelfte der Bescheide und Nachweise wollen die Aemter digital, die andere Haelfte dann aber bitte moeglichst per Fax oder reitendem Boten. Sie ist da teilweise halb am irre werden, weil sie feststeckt, wenn ein Amt auf das andere verweist und sich nichts bewegt, aber die Miete gezahlt werden muss.
Also WIE machen es dann DIESE Leute, mit fast gar keinen Deutsch- und Computerkenntnissen, immer wieder an ihr Geld, ihre Miete und sogar in solche Massnahmen zu kommen? Vor allem, wenn sie offensichtlich noch nicht mal irgendwo hin kommen muessen dafuer? Das ist mir absolut unbegreiflich.
Ja, das Durcheinander ist fast schon beeindruckend. Nur nicht im positiven Sinne.
Bei manchen ist es, als bekämen sie das bedingungslose Grundeinkommen, obwohl es das offiziell gar nicht gibt.
Absurderweise gibt es für diese Fälle spezielkes Hilfspersonal.