Der Klimawandel zeigte zu Beginn des Monats lange seine fiese Fratze. Fast zwanzig Grad und fast täglich Regen sorgten für ein feucht-tropisches Klima. Nur der meist graue Himmel konnte gerade noch verhindern, dass wir verglühten. Doch dann stiegen die Temperaturen und der Klima-Tod klopfte täglich an alle Türen. Die sommerlichen Temperaturen ließen die Verrückten noch verrückter werden. Alle anderen warteten einfach nur auf irgendwas. Früher wären es einfach nur Sommertage gewesen, mittlerweile sind es Tage der Hysterie und des grenzenlosen Schwachsinns. Die Verblödung der Menschen nimmt immer schönere Formen an. Aber vermutlich bin ich verrückt, weil ich bei der Hysterie nicht mitmache, obwohl ich beinahe verglüht wäre. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich nicht für die Verdichtung von immer mehr Flächen und die Vernichtung von Bäumen verantwortlich bin. Aber das ist ein anderes Thema und tut hier nichts zur Sache.
Ich war in diesem Monat öfter essen, habe den Fernseher oft ausgelassen und von der Fußball-WM, die für Deutschland mal wieder schnell vorbei war, nur wenig mitbekommen.
Die Erdbeeren auf meinem Balkon haben sich prima entwickelt und ich konnte fast täglich ein paar Beeren in meinen Joghurt rühren.
Und nun die üblichen Themen im Überblick:
Ausgehen:
Einmal war ich frühstücken. Nie habe ich für ein Frühstück mehr bezahlt.
Dreimal habe ich mich auf ein Stück Kuchen einladen lassen.
Viermal war ich gegen Abend essen.
Das ist schon beachtlich und wird nur schwer zu toppen sein.
Coupés:
Den Coupés ging es ganz gut. Es sind keine neuen Wehwehchen aufgetreten.
Filme:
Im Juni habe ich 12 Filme geschaut und die meisten Folgen habe ich von der Serie „The Boys“ gesehen. Ich bin froh, dass es keine weitere Staffel geben wird.
Längster Film: Todesmelodie
Positiv: Zeit des Erwachens
Negativ: No other Choice
Die Schauspieler, von denen ich in diesem Jahr bisher die meisten Filme gesehen habe, sind weiterhin Alain Delon, Sean Penn, Kevin Bacon und George C. Scott.
Finanzen:
Ein Monat ohne finanzielle Verluste. Ein paar Cent blieben am Ende sogar übrig. Damit habe ich nicht gerechnet, finde es aber gut.
Gesundheit:
Fast durchgehend war mein linkes Auge irgendwie entzündet. Meist endete es mit einem Gerstenkorn. Verschiedene Augentropfen blieben wirkungslos. Lediglich bei täglich zehnminütiger Bestrahlung mit Rotlicht wurde es besser. Als ich ein paar Tage darauf verzichtete, weil ich dachte, das Thema sei durch, entzündete sich bald wieder alles neu.
Ich ließ mir ein Muttermal entfernen und eine weitere merkwürdige Hautstelle ebenfalls, damit herausgefunden werden kann, ob das irgendwas Ungesundes ist, was da an mir wächst. Oder in mir. Oder aus mir. Oder wie auch immer..
Momente des Monats:
Das Treffen mit dem jüngsten Freund an meinem Geburtstag.
Die Essensausflüge.
Ich konnte endlich wieder auf dem Balkon sitzen und lesen.
Luxus des Monats:
Ich habe getankt und war mehrmals auswärts essen.
Parfum:
Als es wärmer wurde, habe ich hauptsächlich Orange Flamingo benutzt.
Wird es mir in Cuxhaven gefallen?
Werde ich es nochmal schaffen, nicht mehr Geld auszugeben als einzunehmen?
Werde ich wieder von einer Frau eingeladen?