Gelesen: Sonny Boy | Der Mann im Wald | We did Ok, Kid

Und weiter geht es mit den nächsten drei Büchern:

Sonny BoySonny Boy von Al Pacino
Ich scheine eine Schwäche für Autobiografien von Schauspielern zu haben. Und die von Al Pacino ist definitiv nach meinem Geschmack.

Man lernt den Schauspieler von einer Seite kennen, die man bisher wohl nicht kannte. Man erfährt von seinen Anfängen im Theater, dem Beginn seiner Filmkarriere und den Menschen, die in seinem Leben wichtig waren und sind.

Das ist direkt von Beginn an interessant und es kommt keine Langeweile auf. Keine unnützen Ausführungen, kein Abschweifen in langweilige Bereiche. Zumindest nicht für mich.

Beim Lesen entdeckte ich dann Filme, die ich gerne sehen möchte oder einfach noch einmal sehen will.

Natürlich wird es am Ende auch irgendwie etwas deprimierend. Aber das ist wohl so, weil das Alter nur deprimierend sein kann. Und das lässt sich kaum verhindern, wenn man über sein Leben schreibt. Außer man schreibt sie, wenn man noch jung ist. Aber das wäre irgendwie albern.

Für mich müssen Biografien genau so geschrieben sein. Absolute Empfehlung.


Der Mann im Wald: Wie ich mein Leben hinter mir ließDer Mann im Wald: Wie ich mein Leben hinter mir ließ von Wolfgang Ködel
Nachdem er Insolvenz anmelden musste, verliert Wolfgang Knödel alles und lebt lange im Wald. Wie es dazu kommen konnte, hat er in diesem Buch aufgeschrieben.

Eine Entwicklung, die so nicht zu erwarten war. Und plötzlich sucht er nachts in Containern nach Essen und wird irgendwann von der Polizei aufgegriffen. Nach einer kurzen Phase zurück im Leben verschwindet er aber für weitere zwei Jahre im Wald.

Das ist eine interessante Lebensgeschichte und zeigt, wie es Menschen gehen kann, wenn sie irgendwie nicht mehr weiterwissen.

Ein lesenswertes Buch.


„We Did Ok, Kid”: Die Autobiografie„We Did Ok, Kid”: Die Autobiografie von Anthony Hopkins
Es ist erstaunlich zu erfahren, dass Anthony Hopkins kein geselliger Typ, sondern eher ein Außenseiter war beziehungsweise sich so sieht. Er schreibt viel darüber, wie er aufgewachsen ist, über seine Eltern und seine Tochter, zu der er keinen Kontakt hat.
Auch er hatte, wie wohl viele Schauspieler, ein Alkoholproblem. Auf der Filmleinwand ist er erst recht spät durchgestartet.

Auch diese Autobiographie finde ich sehr interessant und irgendwie überraschend, obwohl ich eigentlich keine echte Vorstellung hatte, wie das Privatleben von Anthony Hopkins aussehen könnte. Seine Selbstzweifel, die er thematisiert, haben mich jedenfalls überrascht.

Natürlich habe ich auch während des Lesens wieder einige Filme, die ich noch einmal oder erstmals sehen will, auf meine Liste gesetzt.

Und natürlich wird es am Ende etwas deprimierend, wenn ein wacher Geist mit einem abbauenden Körper zu leben hat. Aber zum Glück wird das nicht ausführlicher thematisiert.

Auch diese Autobiographie hat mir gefallen und macht Lust auf weitere Autobiografien.


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