Die ersten zehn Tage im März 2019

Erkältungstechnisch steht weiterhin nicht fest, was da entsteht. Daher nehme ich weiter Anfokali und Angocin ein und beobachte mich kritisch. Zudem ist Badewannenwetter, aber weil ich keine Badewanne habe, gönne ich mir nur ein Fußbad. Mehr ist nicht drin.

Seit Wochen juckt meine Haut nachts und besonders nach dem Aufstehen. Immer wieder an den gleichen Stellen. Da ist es nur logisch, dass ich im Internet nach Ursachen forsche. Nieren und Leberprobleme werden häufig als mögliche Ursache genannt. Ich war schon fast soweit dies als Tatsache zu akzeptieren als ich lese, dass auch Krebs im Frühstadium verantwortlich sein kann. Unter anderem Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ich komme zu dem Schluss, dass genau das die Ursache meiner Beschwerden ist. Alles zusammen erklärt auch, dass ich jeden Morgen mit einer verpickelten Stirn aufwache. Diese Hautirritationen bilden sich rasch nach dem Aufstehen zurück, gehen aber niemals ganz weg. Es wird Zeit, dass ich all meine Leiden und Beobachtungen endlich einem Arzt berichte.

Der erste Sonntag in diesem Jahr an dem es nicht so voll im Fitnessstudio ist. Ich finde das gut, es wird auch langsam Zeit, dass die Leute ihre guten Vorsätze fürs Jahr vergessen und weniger trainieren. Mehr Patz für mich. Doch die Freude hält nicht lange an, weil ich auf einen der großen Spiegel dort zugehe, mein Spiegelbild für einen Moment nicht erkenne und mich spontan davor erschrecke. Ich sehe aus wie ein Bleistift mit Armen. Ein Strich in der Landschaft. Grausam und wahrlich nicht schön anzuschauen, aber ich kann nichts dagegen tun. Vielleicht ist es, wenn man eine solche Figur hat, wenig ratsam seinen Zuckerkonsum derart zu reduzieren, wie ich es derzeit tue. Aber Zucker ist auch keine Lösung, so viel steht jedenfalls fest.

Auf meiner Stirn wachsen und gedeihen, wie bereits erwähnt, Unmengen kleiner Pickel. Es könnte sowohl eine Allergie als auch eine Darmproblematik sein, die dafür zuständig ist. Oder etwas ernsthaftes Problem mit tödlichem Ausgang. Man weiß es noch nicht. Die chinesische Heilpraktikerin, die mich dazu befragt, meint es könnten Milben in der Bettwäsche sein. Na gut, vielleicht auch das. Erscheint mir zwar unwahrscheinlich, aber was weiß ich denn schon? Wegen meiner Darmprobleme untersucht sie spontan meinen Nacken und trifft auf eine arg verspannte und schmerzende Stelle, die sie später kurz behandelt und die dann nicht mehr wehtut. Alles sehr mysteriös, aber letztlich wird mir nichts wirklich helfen, auch wenn meine Zunge sich toll entwickelt hat und ich nicht mehr so müde und abgeschlagen aussehe. Ich habe davon eh noch nichts bemerkt.

Am fünften Tag des Monats werde ich sogar von einer Teilnehmerin auf meine verpickelte Stirn, die sich obendrein warm anfühlt und juckt, angesprochen. Lange mache ich es sicher nicht mehr. Fragt man das Internet zu eben diesen Beschwerden wird neben Leberproblemen immer und immer wieder Stress angezeigt. Was auch immer es ist, früher oder später wird es mich vernichten. Ich sollte langsam echt einen Arzttermin machen. Alles andere ist albern und führt zu nix. Aber diese Woche ist die Ärztin im Urlaub. Und schon bin ich beim Thema Urlaub. Noch immer habe ich nicht gebucht. Nun schwanke ich zwischen Hamburg und Magdeburg. Das bringt mich alles echt nicht weiter.

Der siebte Tag beginnt erfrischend. Bei Sturm und Regen werde ich auf dem Weg zum Büro richtig nass und mein Schirm kann dem Wind nicht standhalten. So sitze ich in nasser Hose und nassen Schuhen auf meinem Platz und es fühlt sich einfach nur unangenehm an. Hätte ich doch nur an Ersatzkleidung gedacht. Es hat übrigens nur gut zehn Minuten stark geregnet. Hätte ich das gewusst, wäre ich noch eine Weile im Coupé sitzengeblieben. Blödes Timing.

Mein Filmkonsum ist weiter immens und es gibt nur wenige Filme, die mich so richtig überraschen können. Daher bin ich sehr überracht als ich mir Bad times at the El Royale anschaue. Irgendwie ein geiler Spaß.

Ich hatte schon immer Probleme mit starkem Wind, doch jetzt, wo ich nicht mehr zum Friseur gehe und der Wind mir kräftig um die Ohren bläst, wird es langsam peinlich, denn meine Haare fallen nie zurück in die Form, die ich ihnen morgens gebe, sondern bleiben vom Winde verweht in alle Richtungen abstehend, selbst wenn der Wind längst fort ist. Das sieht wahrlich bescheuert aus. In meiner Verzweiflung habe ich entschieden meine einzige Mütze zu tragen. Das sieht anders bescheuert aus, macht mich älter, ist aber durchaus angenehm bei Wind zu tragen. Allerdings kann ich die Mütze erst wieder abnehmen, wenn mich keiner sieht, denn was die Mütze mit meinen Haaren macht ist ähnlich schräg als wenn der Wind sie geformt hätte. Nur anders, aber auch nicht schön. Dennoch überlege ich mir, ob es vielleicht irgendeine Mütze gibt, die besser zu mir und meinem Kopf passt, weil ich fürchte, dass meine große Mützenzeit noch kommen wird. Ob ich will oder nicht.

Am zehnten Tag des Monats habe ich erneut leichte Halsschmerzen und mein Hals ist ziemlich gerötet. Vielleicht hätte ich doch nicht mit der Einnahme von Anfokali und Angocin aufhören sollen.

Für meine Prostata habe ich nur an zwei von zehn Tagen was getan, weil ich nur zweimal die Muße hatte Caro herzubestellen, um meiner Gesundheit dienlich zu sein. Mehr kann meine Prostata echt nicht von mir verlangen.

4 Kommentare on "Die ersten zehn Tage im März 2019"


  1. Süße Segelöhrchen ^^

    Und die Pickel können auch Nesselsucht sein. Keine echte Allergie, nur eine Reaktion auf manche Substanzen.

    Ich hatte dies in den Handinnenflächen (sehr blöde Stelle und wird äusserst unästhetisch), nachdem ich letztes Jahr aus dem Krankenhaus kam. Dachte erst, es käme daher, dass ich mir dort geschätzte 50 mal am Tag die Hände gewaschen habe. Waren aber die Sorte Antibiotika, die ich zur Nachsorge mitbekommen habe 🙁

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.