Nachbarn in Zeiten des Coronavirus 2

Obwohl ich all meine Nachbarn nie viel gesehen habe, glaube ich, dass es durch die Corona-Invasion noch weniger geworden ist. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass mir das nicht gefällt. Was mir hingegen nicht gefällt ist die Tatsache, dass im Hausflur regelmäßig Leute stehen, die in die Arztpraxis wollen, aber draußen im Hausflur warten müssen. So muss ich mich immer wieder an fremden Leuten vorbeiquetschen, die mir irgendwie im Weg stehen und möglicherweise Krankheiten übertragen auch wenn sie brav ihre Masken tragen. Das ist definitiv ein Nachteil der aktuellen Situation. Ansonsten muss ich mich wohl auf neue Nachbarn einstellen, denn die 96 jährige Frau, die in der zweiten Etage lebte und die ich immer sympathisch fand, ist gestorben. Als ich das erfahren habe, war ich durchaus etwas traurig und dann dachte ich daran, dass die Nachbarn irgendwann auch meinen Tod erfahren werden, weil alles endlich ist. Der Gedanke machte mich etwas ratlos, aber hielt zum Glück nicht lange an. Eine andere Frau aus der gleichen Etage trifft man seit Corona nur noch mit Maske und sie wirkt durchaus ängstlich, wenn man ihr mal im Flur begegnet. Ich glaube, dass dieser Corona-Wahnsinn ihr echt zu schaffen macht. Aber das geht sicher vielen so. Die Nachbarn in der Wohnung neben mir haben bei der Hausverwaltung angegeben, dass sie planen auszuziehen, weshalb sie den Flur nicht mehr putzen müssen. Es weiß zwar keiner, wann sie endlich ausziehen, aber die Hausverwaltung hofft, dass die Nachmieter den Flur dann ordnungsgemäß putzen. Der Gedanke an neue Nachbarn in der Nachbarwohnung lässt keine Freude aufkommen, denn auch wenn ich nicht unbedingt begeistert war, meine Nachbarn beim Sex zu hören, so fürchte ich doch, dass neue Nachbarn mich noch viel mehr stören werden. Seit der Ankündigung, dass die beiden ausziehen wollen, scheinen sie entweder leiser geworden zu sein, oder sie sind kaum noch zu Hause. Sexgeräusche habe ich seitdem jedenfalls nicht mehr gehört. Vielleicht haben sie auch damit aufgehört, weil alles irgendwann aufhört. Abgesehen davon finde ich Nachbarn, die fast nie zu Hause sind, fast optimal. Davon sollte es vielmehr geben. Ich bin gespannt, wie lange es tatsächlich noch dauert bis sie ausziehen und in welchem Zustand der Hausflur bis dahin wohl sein wird.

3 Kommentare

  1. Ich mag meine Nachbarn. Man grüsst sich, wenn man sich trifft (oder wartet hinter der Wohnungstür, um eben niemanden zu treffen), nimmt ab und zu mal ein Paket an. Ansonsten gibt es keine näheren Verbindungen.

    Nur blöde, dass momentan viel bestellt wird und irgendein Ar*** keinen Bock darauf hat, Kartons zu zerkleinern. Die Papiertonnen werden nur alle 2 Wochen abgeholt und sind einen Tag nach der Leerung schon wieder fast voll, weil eben ein ganzer Karton da reingeworfen wurde *deppen*

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