Der nachgeholte Zahnarzttermin

Wie üblich vor einem Zahnarzttermin, bin ich nicht wirklich
entspannt und muss ständig zur Toilette. Mein Darm ist da auch weiter
konsequent. Gruselige Termine verursachen Probleme und unnötig häufigen
Stuhlgang. Da nützt es auch nichts, wenn ich eigentlich ganz locker bin und den
Termin nur als Routinetermin betrachte, der bald vorbei ist.
Es dauert keine fünf Minuten, da werde ich aufgerufen und sitze kurz
danach im  Behandlungsstuhl. Die junge,
blonde Frau, die mir beim letzten Mal gesagt hat, dass sie nicht für die
Terminvergabe zuständig ist, macht den Vorabcheck. Sie ist sympathisch und
jung. Ich bin unsympathisch und alt. Sie entdeckt nicht einmal Zahnstein und
findet den Pflegezustand meiner Zähne gut. Das finde ich gut. Hoffentlich hat
der Zahnarzt auch nichts an meinen Zähnen auszusetzen. Wenige Minuten später
ist er auch schon da und die Untersuchung beginnt. Bis auf die beiden Vierer im
Oberkiefer und einen Dreier, die sowieso unter ständiger Beobachtung stehen,
hat er nichts zu bemängeln. So liebe ich es. Im Oktober komme ich wieder zur
Zahnreinigung. Bis dahin soll ich auf mich aufpassen, sagt er und verabschiedet
sich. Wie erwartet bin ich zwar irgendwie erleichtert, freue mich aber auch nicht
angemessen, dass nichts an meinen Zähnen restauriert werden muss. Ich bin echt
ein durch und durch komisches Wesen.
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