Jahresrückblick 2025

Erwartungsgemäß ging das Jahr gefühlt schneller vorbei, als jedes andere davor. Hatte ich im letzten Jahr das Gefühl, es wäre das grauste Jahr aller Zeiten gewesen, so bin ich sicher, dass dieses Jahr viel dunkler war. Natürlich wird es als eines der heißesten seit dem Aussterben der Dinosaurier in die Geschichte eingehen, aber dunkel war es dennoch ständig. Heiße Dunkelheit vermutlich.

Was ich drastisch gesenkt habe, war der Konsum von Nachrichten, denn diese ganze Hysterie, diese Verblödung und Manipulation kann ich einfach nicht mehr ertragen. Wer darauf steht und das braucht, kann sich das gerne alles reinziehen, meine begrenzte Lebenszeit kann ich damit nicht vergeuden. Natürlich gehen mir so auch durchaus interessante Nachrichten, die mich interessieren könnten, durch die Lappen, aber damit kann ich leben. Und ich brauche die Abstinenz zum Überleben.

Auch 2025 wurde nicht mit dem Genderwahn aufgehört. Vielleicht ist er eine späte Folge vom Rinderwahn. Das würde zumindest erklären, warum er so zäh und ansteckend ist. Weiterhin gibt es unfassbar viele Geschlechter, aus denen man nach Lust, Laune und Tagesform wählen kann. Möglicherweise ist das nötig, weil es nicht genug Psychiater gibt – egal welchen Geschlechts -, um die eigentlichen Probleme zu behandeln. Vermutlich ist es einfacher und günstiger, dem Wahnsinn eine Bühne zu geben und jedem ein persönliches Geschlecht zuzuteilen, als sich um Menschen zu kümmern, die wirklich mit ihrer Identität kämpfen. Tragisch ist nur, dass genau denen damit am wenigsten geholfen wird.
Schaut man sich die früheren Science-Fiction-Filme an, erkennt man vieles von dem, was heute Realität ist. Niemand hätte allerdings gedacht, dass selbst die absurdesten Filme schon so bald Teil der Realität sein werden.

Auch wurde viel über Rente diskutiert. Ständig hieß es, es gibt Probleme, weil wenige junge Leute Rente für so viele Alte zahlen müssen. Nicht, weil es keine Arbeit gibt, sondern weil es einfach nicht genug junge Leute gibt. Die hunderttausend jungen Männer, die neu in diesem Land sind, sind offensichtlich nicht vorgesehen, diese Lücke zu füllen. Ich glaube ja, wir werden verarscht, aber ich habe keine Ahnung und bin kein Maßstab. Wie dem auch sei, das ist nur ein weiteres Beispiel, warum ich den Konsum von Nachrichten gesenkt habe und weiter senken werde. Es tut mir nämlich nicht gut. Ich kenne aktuell übrigens niemanden, dem der Konsum von Nachrichten gut tut. Die meisten können oder wollen aus unterschiedlichsten Gründen nicht aufhören, den Dreck zu konsumieren oder wenigstens einzuschränken, obwohl der Dreck sie fertig macht. Aber auch hier gilt: Jeder ist seines Unglückes Schmied.

Zur Abwechslung was Positives: Bis zur Reha hatte ich viele Phasen, in denen es mir aus den unterschiedlichsten und unerklärlichsten, und bisher auch oft ungeklärten Gründen nicht gut ging. Nach der Reha ging es mit meiner Gesundheit durchaus aufwärts. Eine unerwartete und willkommene Wendung. Dazu kommt, dass die Reha mitverantwortlich ist, dass ich nach fünf Jahren wieder eine Frau geküsst habe. Wie ich fünf Jahre auf das Vergnügen verzichten konnte, werde ich nie wirklich erklären können. Es ist auch nicht entschuldbar. Das darf nie wieder passieren.

Der Schwerbehindertenausweis, den mir meine Krankheit gebracht hat, ist sehr hilfreich bei der Steuererklärung. Außerdem habe ich dadurch eine Woche mehr Urlaub. Allerdings könnte ich darauf gut verzichten, wenn ich ihn gegen die komische Krankheit tauschen könnte, die meinem Immunsystem alles andere als gut tut.

Gut getan haben mir neben der Reha zum Glück auch noch andere Dinge. Besonders hervorzuheben sind die Treffen mit meinem jüngsten Freund, die immer eine willkommene und unterhaltsame Abwechslung waren. Auch meine Treffen mit Karo, die mir während der Reha über den Weg lief, kann ich an dieser Stelle nennen. Eine unerwartete Bereicherung. Da vertrage ich sicher noch mehr von. Außerdem war ich mit vielen unterschiedlichen Menschen in vielen unterschiedlichen Lokalitäten essen. Eine liebgewonnene Tradition, die zwar nicht günstig, aber sicher gesund ist. Außer, wenn das Essen mir nicht bekommt.

Abgesehen von der Reha hatte ich, wie schon im letzten Jahr, keine Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Das ist alleine schon deshalb gut, weil es bedeutet, dass ich so krank nicht sein kann. Ob es Glück oder Pech war, dass ich beide Erkältungen des Jahres während meines Urlaubs hatte, möchte ich nicht entscheiden. Ist ehrlich gesagt auch egal.

Da ich dieses Jahr drei Wochen zur Reha war, bin ich nur zweimal in den Urlaub gefahren. Urlaube sind ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und helfen beim Überleben.

Ein Sexleben ist mir aus gesundheitlichen Gründen weiterhin nicht wirklich möglich. Das ist deprimierend, aber seit Jahren nicht zu ändern. Ich werde auch im nächsten Jahr weiter nach Lösungen suchen, obwohl die Optionen weniger werden. Ich weiß nicht, ob es tröstlich zu wissen ist, dass ich in diesem Jahr durchaus Gelegenheiten hatte. Eher nicht. Nein, es ist ganz und gar nicht tröstlich.

Ich habe erneut viel Geld für Privatärzte ausgegeben, dafür aber auf Massagen und vor allem Akupunktur verzichtet. Alles ist einfach nicht möglich, solange ich nicht bereit bin, in Vollzeit zu arbeiten. Da es mich vermutlich depressiv und krank machen würde, wenn ich mehr arbeiten würde, ist das keine Option. Das Leben ist zu kurz, um länger zu arbeiten. Dafür nehme ich bewusst finanzielle Einbußen in Kauf.

Finanziell war 2025 kein überzeugendes Jahr. Aus unterschiedlichen Gründen habe ich fast jeden Monat mehr ausgegeben als eingenommen. Dank des Weihnachtsgeldes konnte ich immerhin ein Minus von 625,37 € ausgleichen. Nun sind es noch 700 €, die ich mehr ausgegeben habe, als ich eingenommen habe.
Davon schuldet mir das Unternehmen Autoteile Gigant 400 € für eine defekte Wasserpumpe inklusive Einbau. Trotz monatelanger Verzögerungen weigert sich das Unternehmen bis heute, den Betrag zu erstatten. Begründung: Der Hersteller habe die Garantie abgelehnt. Dass man damals darauf bestand, nicht nur die Wasserpumpe, sondern das komplette Set inklusive Zahnriemen zu tauschen, was die Kosten deutlich erhöhte, spielt dabei offenbar keine Rolle. Zu Beginn des neuen Jahres werde ich dem tollen Unternehmen einen Mahnbescheid zustellen. Damit ist zumindest sichergestellt, dass der Ärger auch 2026 nicht ausgeht. Und die Illusion, dass sich Dinge irgendwann klären, muss nicht abrupt beendet werden.

Meinen Konsum an Süßigkeiten habe ich nach der Reha wieder etwas gesteigert. Ab und zu mal einen Keks, ein Stück Kuchen, erlaube ich mir. Aber alles in Maßen und nur ab und zu. Softdrinks sind aber weiter keine Option. Ich vermisse auch nur ganz selten das zuckrige Zeug.

Außerdem habe ich seit Monaten kein Ibuprofen mehr genommen. Wie mit der Cola habe ich damit auch einfach irgendwann aufgehört. Außer Nahrungsergänzungsmitteln nehme ich aktuell nichts ein. Für mein Alter ist das vermutlich verdammt cool. Möglicherweise sogar selten.

Auch Wattestäbchen benutze ich nicht mehr. Das hatte ich mir oft vorgenommen, aber die Gewohnheit sorgte immer wieder dafür, dass ich mir mit Wattestäbchen in den Ohren herum stocherte. Nun scheine ich auch diese Sucht überwunden zu haben. Stattdessen lasse ich ab und zu einen bis zwei Tropfen dreiprozentige Wasserstoffperoxidlösung in meine Ohren tropfen. Das macht lustige Geräusche und ich bilde mir ein, dass es eine reinigende Wirkung hat.

Ich denke, mein Fitnesszustand ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Zumindest gehe ich davon aus.

266 Filme habe ich in diesem Jahr geschaut. Das sind 12 weniger als im Vorjahr. Außerdem 199 Serienfolgen. 53 mehr als 2024.

Außerdem habe ich 32 Bücher gelesen. Ich denke, das ist okay, obwohl ich mehr hätte lesen können.

Beim Geocaching habe ich lediglich 346 Funde vorzuweisen. 270 weniger als letztes Jahr. Geocaching war dieses Jahr nicht so angesagt.

Ich habe gar nicht über eine Grabinschrift nachgedacht, da ich eigentlich verbrannt und dann verstreut werden möchte. Vielleicht auf einer Streuobstwiese. Da brauche ich keinen Grabstein. Außerdem würde den eh keiner bezahlen, weil ich keine Nachkommen und Verwandten habe.

Das war mein 2025. Zumindest soweit ich mich spontan erinnern kann.
Insgesamt gesehen ein interessantes Jahr mit interessanten Begegnungen. Das erste Jahr seit Langem, dass sich irgendwie mehr nach Vorwärts als nach Stillstand angefühlt hat. Gefühlt bin ich allerdings vom Entwicklungsstand weiterhin mindestens 25 bis 30 Jahre hinter meinem Alter zurück. Vielleicht hätte was aus mir werden können, wenn es nicht anders gekommen wäre.

4 Kommentare

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  1. Aus Ihnen *ist* etwas geworden: ein guter Beobachter und Blogger des Alltagswahnsinns. Können jetzt auch nicht so viele von sich behaupten.

  2. Bezüglich der Nachrichten ist es wie mit einer Sucht. Man weiß einfach, dass es einem nicht gut tut, aber schaut es sich doch an. Einfach, um informiert zu sein, bevor der große Knall geschieht. Aber prinzipiell ist es wirklich besser, wenn man sich dem entzieht und einfach aufhört, unkontrolliert zu konsumieren. Da lohnt es sich doch eher, einfach mal raus zu gehen, in den Wald, oder einen Film zu gucken, über den man dann berichten kann. 😀
    Das mit der Sexlosigkeit fühle ich aber. Bei mir ist es andersherum: Keine Gelegenheit, aber .. ja, wäre schön.
    Auf dass 2026 Gesellschaftlich ein besseres Jahr wird, als es 2025 war. 🙏🤞

    • Sucht, Gewohnheit. Vielleicht gar Dummheit?
      Alternativ geht auch Buch lesen, zumindest ist das Teil meines Plans.

      Was die Gesellschaft angeht, habe ich meine Zweifel. In ein paar Monaten wissen wir mehr.