Der Monat fing gut an mit dem Besuch bei Karo.
Es ging zunächst gut weiter, denn Anfang Februar war es erstmals so warm, dass wir geocachen konnten. Man könnte auch behaupten, wir haben den Klimawandel in vollen Zügen genossen. Schade, dass uns der Klimawandel in wenigen Jahrhunderten dahinraffen wird. Vielleicht könnte Geoengineering Abhilfe schaffen. Neben den Millionen Elektrofahrzeugen, die schon bald für ein spürbar besseres Klima sorgen werden. Man muss Dinge nur oft genug wiederholen, dann werden sie wahr, ohne wirklich wahr zu sein. Großartiges Prinzip.
Abgesehen von dem milden Wochenende und dem erneuten Temperaturanstieg fand ich den Monat meist kalt und deprimierend winterlich. Es gab sogar mehrfach Schnee. Die verdammte Kälte hat mir jegliche Energie geraubt, den Körper komplett durchgekühlt und ich habe ständig gefroren. Dazu habe ich irgendwann Probleme mit den Bronchien bekommen, selbst das tägliche Inhalieren hat kaum geholfen. Ich weiß, ist auch Teil des Klimawandels, finde ich dennoch doof, obwohl ich ja mitverantwortlich bin.
An vielen Tagen fehlte mir jegliche Motivation, ich war meist nur im Überlebensmodus. Der Winter in Deutschland ist genauso unerträglich wie die Politik, die Medien und der Großteil der Bürger. Da hilft es auch nicht zu behaupten, dass es immer wärmer wird und es den Klimawandel ohne Menschen nicht geben würde. Bullshit, wohin das Auge reicht.
Es gab ein Verwarnungsgeld, weil ich im Januar mal wieder wie ein Irrer gerast bin. Dieses Mal war ich außerhalb geschlossener Ortschaften – statt 50 zu fahren – sagenhafte 6 km/h zu schnell. Zwanzig Euro hat mich die Raserei gekostet. 2021 lag der Preis noch bei 10 €. Interessanterweise habe ich nicht einmal gemerkt, wie ich vom Einseitensensor erfasst wurde.
Weiterhin weigert sich die Autoteile Gigant GmbH, mir die 400 € zurückzuzahlen. Gegen meinen Mahnbescheid haben sie Widerspruch eingelegt, sodass ich weitere 82 € gezahlt habe, damit die Sache vor Gericht geht. Somit betragen meine Kosten mittlerweile 522 €, die ich vermutlich nicht wiedersehen werde. Ich sehe es aber auch nicht ein, klein beizugeben. Die Fortsetzung folgt also zwangsläufig.
Der Termin beim Augenarzt bildete den ersten echten Tiefpunkt des Jahres, da mein Augendruck auf 27 gestiegen ist. Ein neuer Rekordwert. Leider wird eine CO2-Reduktion um sieben Milliarden mir da auch nicht helfen können.
Eine Frage, die mich tatsächlich eine Weile beschäftigt hat: Reicht es, Socken bei 30 Grad zu waschen? Oder wasche ich sie wie bisher bei 60 Grad? Meine aktuelle Lösung. Mal so, mal so.
Meinen Medienkonsum habe ich weiter eingeschränkt. Ich muss mich allerdings noch mehr anstrengen, noch weniger von Politik und Medien mitzubekommen, denn das ist alles ganz und gar nicht gut für mein Gemüt. Nutzlose Informationen. Brauche ich nicht. Braucht eigentlich niemand.
Immerhin habe ich es erneut geschafft, an Wochenenden zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr das Internet nicht zu nutzen. Noch brauche ich dazu einen Alarm, der mir sagt, dass die internetfreie Zeit beginnt. Das ist okay. Wenn es für mich völlig normal ist, in der Zeit nicht mehr online zu sein, dann lässt sich das sicher ausbauen. Die zwei Stunden am Samstag nutze ich aktuell dafür, um die Wohnung zu putzen, Sachen zu sortieren, oder einfach bewusster zu entspannen. Sonntags lese ich meistens, während ich im Bett liege. Das ist wirklich sehr angenehm und auch die Zeit bei Instagram habe ich eingeschränkt. Das ist aber ebenfalls noch erweiterbar. Ich glaube auch nicht, dass mir irgendeine der Maßnahmen schadet. Zu einem körperlichen Schaden führte es bisher nicht.
Ausgehen:
Zweimal war ich essen. Einmal mit Kirsten und Jörg. Einmal mit Loerz und Petra zu Loerz traditionellem Geburtstagsessen. Das war alles sehr entspannt. So wie ich es am liebsten mag. Und das Essen war auch gut.
Bücher:
Ein Buch mit nur wenigen Seiten habe ich nur geschafft. Und gefallen hat mir “Tonio Kröger” auch nicht sonderlich. Immerhin habe ich ein zweites Buch angefangen. Ich hoffe, dass ich im nächsten Monat wieder mehr lese.
Mehr Bücher gibt es hier:
Coupés
Ein weiterer Monat ohne Werkstattbesuch. Zwar ist der Außentemperatursensor vom Coupé kaputt gegangen, aber ich war damit nicht zur Werkstatt. Ein Ersatzsensor ist schon da, vielleicht kann ich ihn selber wechseln. Wenn nicht, kann ich immer noch zur Werkstatt fahren. Früher oder später muss ich eh hin.
Der Kilometerstand des Coupés kletterte auf 212.000. Eine schöne Zahl.
Filme:
Im Februar habe ich 24 Filme geschaut und die meisten Folgen habe ich von Serie ”Two and half Men” gesehen. Das sollte ich ein wenig einschränken, auch wenn es bequem ist – und ich es leider gut kann.
Längster Film: Der Leopard, den ich leider ziemlich langweilig finde. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, worum es in dem Film geht.
Positiv: The Woodsman.
Negativ: A complete unknown.
Der Schauspieler, von dem ich in diesem Jahr bisher die meisten Filme gesehen habe: Alain Delon. Offenbar habe ich eine Schwäche für französische Filme, denn schon im letzten Monat führte ein Franzose die Liste an.
Finanzen:
Ganz knapp war es, doch am Ende bin ich nicht ins Minus geraten, obwohl es lange so schien, als wäre es unvermeidlich.
Gesundheit:
Lediglich die Bronchien machten mir zu schaffen, und tun es noch immer.
Die Ergebnisse einer Speichel- und einer Blutprobe erwarte ich nächsten Monat. Vielleicht weiß ich dann mehr. Oder weniger.
Meine Haut ist weiter okay. Ich bin bereit für die Bauchfrei-Saison.
Momente des Monats:
Der Besuch bei Karo zu Beginn des Monats.
Die Videotelefonate mit meinem jüngsten Freund.
Zweimal essen gegangen zu sein.
Natürlich gab es auch noch andere Momente, aber ich habe entschieden, dass es bei drei Momenten pro Monat bleibt.
Luxus des Monats:
Ich habe mir einen preisreduzierten Pullover gekauft.
Parfum:
Obwohl ich für jeden Tag ein anderes Parfum habe, habe ich diesen Monat hauptsächlich Bianco Latte und Oud Republic getragen. Ich bin immer für eine Überraschung gut.
Das Our Republic ist ein Duft, den bisher nur zwei Leute aus meinem Umfeld wahrnahmen. Kirsten und Heiko. Bei Heiko hat schon ein Sprüher gereicht. Loerz und Petra hingegen nehmen ihn selbst bei vier Sprühern nicht wahr. Auch sonst nimmt niemand Notiz davon. Auch der Duft ist kein Komplimente-Magnet. Zumindest nicht, wenn ich ihn trage. Immerhin nehme ich ihn recht lange wahr. Ganz anders Bianco Latte. Den rieche ich tagelang. Ebenso nehmen ihn Agnes und mein jüngster Freund noch Tage nach meinem Besuch wahr. Auch weiterhin der stärkste Duft in meiner Sammlung.
Wird der März ähnlich ruhig verlaufen? Oder tun sich gar neue Abgründe auf?
Gut, dass im März direkt alles anders wurde. Das Wetter ist außer Rand und Band. Sogar die Sahara ist auf Besuch. Die Kennenlernphase neigt sich doch dem Ende entgegen oder? Vielleicht bekommst Du einfach auch eine Allergie…
Das ist die angekündigte von Menschen gemachte Klimakatastrophe 🧟♂️.
Ich weiß noch immer nicht, wie lange die Kennenlernphase dauert und woran man erkennt, dass sie vorbei ist.
Allergie, Infekt, Folge des Verfalls. Es bleibt ein Rätsel. 🤷♂️
6 Monate sind lang genug. Zeit für die nächste Phase. Sei mutig. 💪🏻💞