Mein Juli 26

Zunächst zu den drei Fragen, die ich zum Ende des letzten Monats gestellt habe:

Hat es mir in Cuxhaven gefallen? – Nicht wirklich.
Habe ich es geschafft, nicht mehr Geld auszugeben als einzunehmen? – Nein.
Wurde ich wieder von einer Frau eingeladen? – Ja.

Nun die üblichen Anmerkungen zum vergangenen Monat:
Nachdem ich Monate nichts von ihr gehört habe, rief Oma Sheriff Anfang des Monats an. Es war ein unterhaltsamer und überraschender Plausch und der Auftakt eines abwechslungsreichen Monats.

Es wurden mehrere Hitzewellen tödlichen Ausmaßes angekündigt und ich hatte Glück, dass ich trotz der Hitze öfter Hemd und Sakko tragen konnte. Hemd und Sakko sind vermutlich die besten Kleidungsstücke für mich. Trotz allem hatte ich immer wieder vor der tödlichen Hitze Angst. Und während ich vor der Hitze Angst hatte, merkte ich nicht, dass es tagelang nicht geregnet hatte und ich fast vertrocknet wäre.

Seit Wochen mache ich gar keinen Sport mehr, habe immer eine Erklärung/Begründung und habe mir tatsächlich dadurch einen Kugelbauch erschaffen. Also nicht das Übliche, worüber ich immer mecker, obwohl es kaum auffällt, sondern eine echte Unförmigkeit, die nicht mehr zu leugnen ist. Die weiche, unfertige Bauchigkeit eines Mannes, der sich gehen lässt wie noch nie. Widerlich, abstoßend und unsexy. Da gibt es auch nichts von Ratiopharm, das muss ich schon ganz alleine wieder richten. Der Unattraktivität des Alterns die Schuld zu geben, wäre weder hilfreich noch wahr.

Da ich grundsätzlich Wasser direkt aus dem Wasserhahn trinke, habe ich einen Alb-Wasserfilter eingebaut. Das Wasser schmeckt zwar dadurch nicht anders, aber ich bilde mir ein, dass es auf jeden Fall gesünder ist.

Die üblichen Themen im Überblick:

Ausgehen
Ich war ziemlich oft auswärts essen. Einmal lud mich Petra zu einer leckeren Waffel ein, zweimal war ich in Cuxhaven essen, ich habe die Umarmerin zum Mohnkuchen eingeladen, Manni spendierte einen Eisbecher in Waltrop, wir waren zu dritt in Bochum in einem Tapas-Restaurant und zum Abschluss des Gourmet-Monats lud Petra zum Geburtstagsessen ins Fatto in Casa ein.

So häufig gehe ich in der Regel nicht essen.

Coupés
Weil der Benz undicht war, wurde die Antenne ausgebaut und das Loch zugeschweißt. Vielleicht eine fragwürdige Entscheidung, aber aus meiner Sicht alternativlos.
Das Coupé hat weiter gelegentlich Probleme und nimmt dann ab etwa 4.000 Umdrehungen kein Gas mehr an. Daher konnte ich während einer Autobahnfahrt nicht mehr als 140 fahren. Das ist störend und muss irgendwann behoben werden.

Filme
Insgesamt ein weiterer Monat, an dem ich für meine Verhältnisse recht wenig Zeit vor dem Fernseher verbracht habe. Also vom Gefühl her, die Zahlen bestätigen es nicht unbedingt.

Ich habe 18 Filme geschaut. Drei davon waren allerdings Kurzfilme. Die meisten Folgen (insgesamt zwei) habe ich von der Serie „Die Zwei“ gesehen.

Längster Film: Der Astronaut – Project Hail Mary

Positiv: The Housemaid
Negativ: Der Astronaut – Project Hail Mary

Mittlerweile sind es vier Schauspieler und eine Schauspielerin, von denen ich in diesem Jahr bisher die meisten Filme gesehen habe: Alain Delon, Sean Penn, Kevin Bacon, George C. Scott und Jennifer Jason Leigh. Das hat es zuvor so auch noch nie gegeben.

Finanzen
Finanziell habe ich im Juli den Vogel abgeschossen und ein Minus von 1.200 Euro erwirtschaftet. Mehr als zwei Drittel meiner monatlichen Einnahmen. Wenn ich so weitermache, bin ich im Laufe des nächsten Jahres durch mit meinem Luxusleben.

Gesundheit
Es gibt ein neues Problem: An meinen Händen löst sich die Haut permanent ab. Das sieht nicht nur Scheiße aus, es fühlt sich auch so an. Es werden also wieder zusätzliche Arzttermine nötig. Die Hautklinik habe ich bereits deswegen angeschrieben und warte auf Rückmeldung.

Dafür geht es meinen Augen besser, weil ich sie fast täglich fünf Minuten mit Rotlicht behandle.

Momente des Monats
Der Besuch beim jüngsten Freund mit erfolgreicher Trolljagd.

Der entspannte Abend im Tapas-Restaurant.

Die Seifengeschenke der Brieffreundin.

Luxus des Monats
Ich war in Cuxhaven, habe öfter als üblich getankt, war mehrmals auswärts essen, ließ den Benz schweißen und lackieren.

Vielleicht war das mein Luxusmonat des Jahres.

Parfum
Ich habe wieder einmal festgestellt, dass meine Parfums, außer Latte Bianco, von niemandem außer mir wahrgenommen werden. Es bleibt enttäuschend.

Wird die nächste Hitzewelle mich töten?
Werde ich es schaffen, finanziell nicht im Minus zu landen?
Werde ich endlich gegen meinen Wohlstandsbauch ankämpfen?

8 Kommentare

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  1. Zum Benz Problem: ich gehe mal davon aus dass es ein Benziner ist. Schon mal den Motorkabelbaum MKB inspiziert? Klassiker für Zündstörungen und Leistungseinbußen.

  2. Je mehr ich darüber nachdenke, gefällt mir dieses Konzept, sich von Frauen zum Essen einladen zu lassen. Aber am Ende, muss man dafür sicherlich sexuelle Gefälligkeiten liefern und dann würde ich mich am Ende sehr benutzt fühlen. Meine zarte Seele könnte Schaden nehmen.

    • 😃😃 Herrlich.
      Ich glaube, für mich zahlen die Frauen, weil sie fürchten, ich würde irgendwas erwarten, wenn ich sie einlade. Alles eine Frage der Interpretation. So gewinnen bei mir am Ende immer alle. Theoretisch.

  3. Das klingt wirklich belastend, vor allem wenn ständig neue Beschwerden dazukommen und wieder Arzttermine notwendig werden. Hoffentlich meldet sich die Hautklinik schnell zurück und es findet sich eine Ursache und vor allem eine gute Lösung für die Hände. Vielleicht könnte zusätzlich, nach ärztlicher Rücksprache, auch eine Bindegewebsmassage interessant sein. Schön, dass es deinen Augen durch die regelmässige Rotlichtanwendung zumindest etwas besser geht. Hoffentlich wird der Rest auch schnell wieder gut.