Vom Zahnarzt zur Werkstatt

Als ich am Morgen aufwache ist mein Gesicht wie üblich entzündet und die Hautschuppen rieseln durch die Gegend. Ich könnte vermutlich ganze Zimmer mit meinen Hautschuppen winterlich gestalten. Da ich fast ausschließlich dunkle Sachen trage, sieht das natürlich alles andere als schön aus mit diesen Millionen Hautschuppen. Als wäre ich ein ungepflegter Zeitgenosse. Das ist so unfassbar peinlich und lästig. So werde ich garantiert nie mit einem attraktiven Typen verwechselt.

Der Zahnarztbesuch verläuft wie erwartet. Die Fäden können nicht gezogen werden, weil alles noch dermaßen entzündet ist, dass man kaum die Knoten sehen kann. Das war nach dem letzten Eingriff deutlich besser. Obwohl Zahn 16 seit gestern ziemlich ruhig ist, spreche ich den Zahnarzt wegen der Problematik an. Er sagt, er würde es mit einer Wurzelbehandlung versuchen und mit Glück könnte es auch klappen, dass die verkalkten Wurzelkanäle sich reinigen lassen. Glück könnte ich durchaus gebrauchen, weil Zähne ziehen nicht wirklich prickelt. Den Eingriff würde die junge Zahnärztin vornehmen, weil sie da sehr akribisch arbeitet und nicht so schnell aufgibt. Wie könnte ich zu so einem Angebot nein sagen? Gar nicht. Und so vereinbaren wir, dass ich nächsten Montag den Wurzelkanal behandeln lasse und mir bei der Gelegenheit auch die Fäden entfernt werden. Damit bin ich für heute fertig und meine Zahngeschichte geht nächste Woche in die nächste Runde. Mit viel Glück kann ich zur Weihnachtszeit halbwegs kraftvoll zubeißen. Aber vielleicht kommt auch alles ganz anders.

Da ich schon lange montags nicht mehr mit irgendeinem Auto in der Werkstatt war, fahre ich direkt von der Zahnarztpraxis dorthin, um die Batterie des Coupés testen zu lassen, weil das Coupé morgens nicht mehr so leicht anspringt, wie ich mir das vorstelle. Die Batterie, so erfahre ich, ist nicht mehr ganz fit. Das bin ich auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Da ich morgens nicht irgendwann feststellen möchte, dass die Batterie verstorben ist, lasse ich direkt eine neue einbauen. Das ginge zwar billiger, wenn ich die Batterie selbst besorgen und einbauen würde, aber dafür ist es mir einfach zu kalt. Wenige Minuten später ist die Batterie eingebaut und die Fenster des Coupés lassen sich nicht mehr ordnungsgemäß schließen, obwohl ich extra eine stärkere Batterie als nötig habe einbauen lassen. Das mache ich übrigens immer so. Nie gebe ich mich mit der Batterie zufrieden, die eigentlich ausreichend sein soll. Ich will es immer eine Nummer größer. Das Problem mit den Fenstern lässt sich bei Opel, wie ich wenig später erfahre, fast leicht lösen. Man muss die Fenster nur zehn- bis zwanzigmal, vielleicht auch öfter, hoch- und runterfahren, dann funktioniert das ganze System wieder ordnungsgemäß. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen.

6 Kommentare on "Vom Zahnarzt zur Werkstatt"


  1. ein zahnarzt der so viele zähne zieht, ist ein schlechter zahnarzt. wenn du halb so gut mit deinem gebiss wie mit deinem coupes umgehen würdest, dann hättest du weniger probleme.

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