One Battle After Another

Je mehr ich von dem Film hörte, desto unwahrscheinlicher schien es, dass er mir gefallen könnte. Als es dann unter anderem auch noch den Oscar für den besten Film gab, war ich sicher, dass das kein Film für mich ist. Sollte ich recht behalten?

Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Benicio del Toro. Damit kann der Film zunächst punkten. Allerdings spielt Benicio del Toro eher eine Nebenrolle. DiCaprio spielt Bob, einen verpeilten, wenig sympathischen Typen, der den ganzen Film im Bademantel herumläuft. Sean Penn spielt seine Rolle als Col. Lockjaw zwar so gut, dass es dafür einen Oscar gab, aber mir gefällt seine Rolle dennoch nicht.

Für mich war schon nach wenigen Minuten klar, dass der Film nichts für mich ist. Optik, Musik, Story. Nichts davon wird so präsentiert, dass ich dem etwas abgewinnen könnte. Hätte ich den Film allein geschaut, wäre nach maximal zwanzig Minuten Schluss gewesen. So aber durfte ich bis zum Ende leiden. Zu keinem Zeitpunkt hat mich das Schicksal irgendeiner Figur interessiert. Annähernd drei Stunden plätschert die Handlung vor sich hin, bis ich endlich erlöst wurde. Untermalt wird das Ganze über weite Strecken von furchtbarem Klaviergeklimper, von dem ich beinahe eine weitere Depression bekommen hätte.

Auch der Versuch, witzig zu sein, funktioniert nicht – obwohl die Idee mit dem Rebellenhandbuch durchaus Potenzial hätte. Hier wirkt sie allerdings unbeholfen, unnatürlich und deplatziert, obwohl sie grundsätzlich etwas hat.

Würde man den Film auf eine Laufzeit von 83 Minuten kürzen, könnte eventuell ein zumindest interessanter Film daraus werden. Wenn man nicht viel zu erzählen hat, kann man es auch kürzer tun.

Fazit: Aufregend wie ein Stuhl, der sich nicht bewegt.

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