Müllprobleme

Ich denke, es ist keine Beleidigung, wenn ich die frühere
Hausmeisterin des Hauses als anmaßende Nervensäge bezeichne. Nun steht sie
wieder vor mir, um über die Probleme mit der Müllentsorgung zu reden. Es ist
ein Gespräch, welches sich öfter wiederholt und alles andere als Unterhaltsam
ist. Vor zwei Wochen hat wohl irgendwer vergessen die gelben Tonnen raus zustellen,
so dass sie nun mehr als voll sind. Obwohl es längst bekannt sein soll, dass
ich mich zwar um manches kümmere, aber kein Interesse an den gelben Tonnen
habe, weist mich die ehemalige Hausmeisterin allen Ernstes erneut darauf hin,
dass ich diese Tonnen nie rausstelle. Wie immer antworte ich ihr, dass ich so
etwas grundsätzlich vergesse und nicht einmal weiß, wann die Tonnen geleert
werden. Die Tonnen, so erfahre ich, werden montags früh geleert. Für mich eine
völlig nutzlose Information, da ich mich einfach nicht zuständig fühle. Erst
Recht nicht, seit ich dafür gesorgt habe, dass wir eine große Tonne für Papier
bekommen haben und nun keine blauen Tonnen mehr rausstellen müssen. Dass ist
für mich so als würde ich die blauen Tonnen zu den Abholterminen rausstellen.
Mehr kann ich wirklich nicht für die Hausgemeinschaft tun. Bevor wir das
Gespräch nun beenden, klärt mich die gute Frau darüber auf, dass ich Kartons
nicht klein mache, wenn ich sie in die blaue Tonne werfe. Ich erkläre ihr, dass
die Kartons randvoll mit Papier sind und es daher unnötig ist, diese klein zu
machen. Sie sieht das anders und ich frage mich, wann sie endlich aufhört zu
kontrollieren, wer wann was in ihren Augen nicht fachgerecht entsorgt. Dabei
macht es keinen Sinn darüber nachzudenken, weil sie damit niemals aufhören
wird. Vermutlich werde ich irgendwann eine der Mülltonnen öffnen und die gute
Frau darin vorfinden, weil sie bei ihrer Kontrolle in eine der Tonnen gefallen
ist. Ich weiß echt nicht, ob ich ihr dann helfe, da wieder rauszukommen. Möglicherweise
sage ich ihr auch nur, dass sie sich in der falschen Tonne entsorgt hat und schließe
den Deckel wieder, um sie ihrem Schicksal zu überlassen.

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