Zwei sind nicht genug

Eigentlich ist es ganz einfach. Ich setze mich ins Coupé, starte den Motor und fahre zur Arbeit. Heute allerdings weigert sich das Coupé sich darauf einzulassen und springt nicht an. Da muss wohl etwas kaputtgegangen sein. So trifft es sich prima, dass ich noch einen zweiten Wagen haben, denn sonst dürfte ich jetzt eine aufregende Busreise antreten. Also gehe ich schnell die Treppen hoch, hole den Schlüssel für den Benz und mache mich auf den Weg zur Garage. Kaum fünfzehn Minuten später klemme ich die Batterie an, setze mich in den Benz und drehe den Schlüssel um. Obwohl die Lüftung aus ist, läuft sie, was definitiv kein gutes Zeichen ist. Der Gurt wird in Zeitlupe nach vorne gefahren, was ebenfalls dafür spricht, dass der Benz nicht anspringen wird, weil die Batterie zu schwach ist. Erwartungsgemäß passiert dann auch nichts mehr als ich den Schlüssel weiter umdrehe. Da hat man schon zwei Autos und kommt doch nicht weg. Was für eine
deprimierende Situation. Nun habe ich Glück, dass Petra noch nicht zur Arbeit ist und ihre Garage sich in unmittelbarer Nähe befindet. So kann sie wenige Minuten später den Benz aus der Garage schieben und überbrücken. Der Arbeitstag ist gerettet und der Benz bekommt schon bald eine neue Batterie. Alternativ sollte ich über ein drittes Fahrzeug nachdenken. Für alle Fälle.
Obwohl ich die Batterie abgeklemmt habe, will der Benz am Nachmittag nicht anspringen. Glücklicherweise ist der dritte Mann noch da und gibt mir Starthilfe. Kurze Zeit später kaufe ich mir für 89 Euro eine neue Batterie. Als ich die alte Batterie, die mindestens neun Jahre alt ist, ausbaue, entdecke ich dahinter Eicheln. Ich entferne eine Verkleidung und eine unglaubliche Anzahl von Eicheln kommt zum Vorschein. Etwa 40 bis 50 kann ich entfernen, um die restlichen zu erreichen müsste ich weitere Verkleidungen abbauen, was ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht möchte. Weil unter der Batterie eh alles verrostet ist, muss ich demnächst sowieso erneut ran. Doch vorher muss das Coupé wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand gebracht werden. Bis dahin ist der Benz mein Alltagsfahrzeug, was ich irgendwie deprimierend finde.

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