Ein durchaus traditioneller Montag

Es ist schon eine Weile her, dass ich den freien Montag genutzt habe, um Zeit bei einem Arzt zu verbringen. Daher ist es fast schon überfällig, diese alte, beinahe vergessene Tradition aufleben zu lassen. Und so lasse ich mich heue von Petra zum Augenarzt bringen. Nicht, weil ich zu faul bin, um selber zu fahren, sondern weil heute eine Untersuchung ansteht nach der ich nicht Autofahren darf. Petra darf allerdings nicht im Wartezimmer mit mir warten, weil die Gefahr für alle einfach zu groß ist, wenn eine weitere Geimpfte unnötigerweise maskiert in einem Wartezimmer sitzen würde. Kaum habe ich im Wartezimmer Platz genomen, werde ich auch schon aufgerufen. Es beginnt mit dem Sehtest, bei dem ich zwar fast nichts erkenne, was aber nicht weiter stört. Der Augendruck wird gemessen, mir aber nicht verraten, dann bekomme ich Tropfen in die Augen und muss für 20 Minuten die Praxis verlassen, weil die Gefahr einfach zu groß ist, wenn ich einfach so im Wartezimmer sitzen würde. Hier wird alles getan, dass die Corona-Pest sich nicht unnötig verbreiten kann.

Nach zwanzig Minuten bin ich zurück und darf mich ins Wartezimmer setzen. Viele Patienten kommen in die Praxis, um sich impfen zu lassen. Es wird geboostert, dass es eine wahre Freude ist. Lediglich ein Pärchen weigert sich, weil sie den guten Stoff von Moderna nicht wollen. Sie zögert zwar, aber da spricht er ein Machtwort. Das Zeug kommt nicht in deren Körper. Entweder Biontech oder gar nichts. Richtig so, man trinkt ja in einer Bar auch keinen Orangensaft, wenn man einen Apfelsaft haben will. Nach gut zwanzig Minuten bin ich an der Reihe. Der Arzt sagt mir, dass alles in den Augen gut aussieht und wenn sich auch weiterhin nichts ändert, nichts getan werden muss außer den regelmäßigen Kontrollen. Auch auf Nachfrage verrät er mir nicht, welcher Augendruck heute bei mir gemessen wurde. Irgendwo im Grenzbereich, sagt er lediglich. Nun, da keine weiteren Maßnahmen nötig sind, will ich auch nicht weiter nachbohren.

Später lese ich einen abscheulichen Bericht zur Corona-Problematik und bin ratlos, denn das klingt alles schon irgendwie befremdlich und ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll. Ich muss echt aufhören Corona-Unsinn zu konsumieren.

Am Nachmittag folgt ein kurzer Ausflug, um ein paar Punkte beim cachen zu sammeln, weil ich mir in den Kopf gesetzt habe, dass ich auch diesen Monat die Monatsaufgabe schaffe. Bisher klappt es erstaunlich gut.

Am späten Nachmittag folgt eine weitere, noch recht neue Montagstradition. Der Corona-Schnelltest. Wenige Minuten später hole ich die Bescheinigung, die mir bestätigt, dass ich morgen arbeiten gehen darf, ab. Nachdem das erledigt ist, lasse ich den Montag, der fast traditionell ablief, ausklingen.

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