Ein Ort zum Verlieben 2021

Auch der Ort zum Verlieben litt unter dem Corona-Wahnsinn und so war es in den ersten Monaten nicht möglich, ohne Maske die Hauptstraße zu betreten. Der Irrsinn führte dazu, dass lange Zeit keine Fotos gemacht wurden und Veränderungen in den ersten sechs Monaten fast unbemerkt blieben. Während des kurzen Zeitfensters in dem man sich ohne Maske bewegen durfe, erkannte man rasch, dass dieser Ort zwar auch unter dem Corona-Wahnsinn leiden musste, aber dennoch nicht verloren ist und eine Zukunft hat. Sehen Sie selbst.

 

Brambauer 2021Warnschilder waren der Klassiker im Jahr 2021. Dieses weist darauf hin, dass Essen, Trinken und Rauchen im Maskenpflicht-Bereich untersagt ist. Trotzdem wurde viel geraucht. Und obwohl das Essen und Trinken einerseits untersagt wurde, wurde darauf hingewiesen, dass man 50m von der Verkaufsstelle entfernt, doch Essen und Trinken darf. Weil das Virus in der Zeit von 19 bis 8 Uhr meist geschlafen hat oder geschwächt war, musste man in der Zeit keine Maske tragen. Diese Schwachsinnsschilder waren großzügig verteilt und sollten darauf hindeuten, dass Lünen zusammenhält. Schwachsinn macht leider auch vor einem Ort zum Verlieben nicht halt. Schade.

 

Auch dieses Warnschild durfte 2021 nicht fehlen. Am besten daran ist der Hinweis, dass man nacheinander aussteigen soll. Logisch, denn wie soll man sonst 2 Meter Abstand halten? Und Mundschutz auf Parkplätzen war auch in diesem Ort 2021 der letzte Schrei und hat sicher Tausenden das Leben gerettet.

 

Vermutlich verzögerte die Pandemie die noch nicht begonnen Renovierungsarbeiten an diesem Ladenlokal in dem sich einst eine Fahrschule befand. Man weiß es nicht und wird es womöglich auch nie erfahren.

 

Erst 2020 eröffnet und schon wenige Monate später am Ende. Wäre es ohne die Pandemie auch so gekommen? Auch das wird man wohl nie erfahren.

 

Brambauer 2021Dieses Ladenlokal wollte auch im Jahr 2021 zunächst niemand haben und zu neuem Leben erwecken. Stattdessen wurden Scheiben zerstört und später notdürftig geflickt. Doch dann, kurz vor Ende des Jahres, fand eine unerwartete Entwicklung statt.

 

Völlig überraschend wurden Fenster repariert und Hinweise aufgeklebt. Es sieht so aus als wäre der Ort nächstes Jahr um einen Attraktion reicher. Man kann demnächst wohl spontan irgendwelche Sachen dort lagern. Klingt nach einer innovativen Idee. Es geht aufwärts, das ist ganz deutlich zu spüren.

 Bereits im letzten Jahr haben die Renovierungsarbeiten begonnen, die aus unerklärlichen Gründen nicht fortgeführt wurden. Und so verschlechterte sich der Gesamtzustand dieser Fassade in den letzten Monaten deutlich. Was mag nur der Grund für den erneuten Verfall sein?

 

Diese Künstlerwand, sie gehört zum dem Gebäude vom letzten Bild, wurde in diesem Jahr mit den tratitionellen Schmierereien versaut Kunstwerken aufgewertet.

 

Brambauer 2021Auch die Bro´s Lounge, die möglicherweise gar nicht mehr Bro´s Lounge heißt, litt unter Corona, doch glüklicherweise kam ein, oder auch mehrere, Künstler vorbei und sorgte dafür, dass die Fassade freundlicher und einladender wirkt. Was wäre dieser Ort nur ohne all die wunderbaren Künstler und ihren Mut, ihre Kunst ungefragt zu präsentieren und so den trüben Gesamteindruck aufzuwerten?

 

Traurig blieb es dennoch, denn trotz der schönen Fassadenmalereien blieb die Bros. Lounge lange geschlossen. Da haben auch all die wichtigen Hinweisschilder nicht helfen können.

 

Die Kunst des Ortes gibt es auch in schön und farbig. Leider irgendwie ungünstig angebracht, könnte man aus diesem Werk sicher mehr machen, wenn man nur wollte. Aber darauf lässt sich sicher aufbauen und vielleicht kann man die komplette Fassade von dem Gebäude in dem sich TEDi  befindet im nächsten Jahr so umgestalten.

 

Frisch Geimpfte, nicht zu verwecheln mit frisch Geschlüpften, konnten sich selbstverständlich auch einen QR-Code erstellen lassen, um sich so leichter von den Ungeimpften zu unterscheiden. Kann man als Geimpfter mehr verlangen? Ich glaube nicht.

 

Harmonie soweit das Auge reicht. Auch bei mittelmäßigem Wetter strahlt der Ort eine behagliche Wärme aus.

 

Ein wunderbarer Waschsalon. Mit so einem Waschsalon konnte auch keiner rechnen, aber nun ist er da. Wunderbar. Die unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten spricht eindeutig für diesen Ort.

 

Der Tat-Grill heißt nun Tat & Rimin Pizzeria und sorgt dafür, dass die Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten in diesem Ort auch weiterhin gegeben ist. Auch optisch ist das ein wirklicher Fortschritt und ein weiterer Beweis dafür, dass man selbst scheinbar perfekte Dinge immer noch ein wenig verbessern kann.

 

Impfen und Booster-Impfung bis die Pandemie vorbei ist. Natürlich ist das in diesem wunderbaren Ort gar kein Problem. Einfach kurz den Arm freimachen, impfen lassen und kurze Zeit später den nächsten Termin vereinbaren. Hier wird an alle(s) gedacht und vermutlich auch beim impfen und boostern voller Zuversicht gelacht. Ist das nicht einfach wunderbar?

 

Und wenn man nach der Impfung Lust auf ein paar Blumen hat, einfach die Regeln beachten, das Trikot mit der 1 anziehen, Mund-Nasen-Bedeckung ordnungsgemäß anlegen, fest an der Tür drücken, ab ins Geschäft und immer ausreichenden Abstand zum Verkaufspersonal halten. So einfach kann es sein. Das ist genial einfach und somit einfach genial.

 

Von wegen trostlose Asphaltwüste. Diese grüne Oase entwickelt sich seit Jahren einfach prächtig.

 

Und auch die Leute, die großen Wert auf ihr Erscheinungsbild legen, kommen weiterhin nicht zu kurz. Schöne Nägel sind wichtig, daher ist es umso schöner, dass ein neues Geschäft eröffnet hat, um wunderschöne Nägel zu erschaffen.

 

Zwei Häuser an der großen Kreuzung erstrahlen endlich in neuem Glanz. So lockt man Neugierige von Außerhalb an, so weckt man Interesse, was der Ort wohl noch zu bieten hat.

 

Und noch einmal große Kunst. Immer wieder schön, immer wieder kreativ. Da wird nicht einfach was an Wände geschmiert, da werden Fragen gestellt, die tiefer gehen. Menschen werden zum Nachdenken angeregt. Welche Nadel? Geht es um Drogen? Geht es um Impfungen? Geht es um mehr? Das ist, was Kunst erreichen muss, um zu überzeugen.

 

Pflegedienste kan man nie genug haben. So müsssen ältere Leute niemals Angst haben, dass sie alleine bzw. unbemerkt in diesem Ort sterben. Einfach rechtzeitig Leute vom Pflegedienst bitten ab und zu vorbeizukommen, dann wird man bald nach dem Ableben ordnungsgemäß entsorgt. Ich finde das großartig. Besser als wochenlang tot in der eigenen Wohnung zu verfaulen.

 

Wo einst ein Blumenladen war, gibt es jetzt einen weiteren wundervollen Kiosk, der jung und alt begeistert. Aus Blumen wurden Spirituosen. Einfach schön und genial.

 

Auch für Unterhaltung wurde gesorgt. Ein Zirkus kam vorbei und machte groß und klein, jung und alt, glücklich und sorgte dafür, für eine Weile den Alltagsstress zu vergessen. Kann eine Fotostrecke schöner enden? Wohl kaum. Daher wird in diesem Jahr auf das traditionelle, weihnachtliche Abschlussbild verzichtet.

© 2021

8 Kommentare

  1. Bester post, ever! Sie haben das ganz großartig dokumentiert, was derzeit im Einzelhandel abgeht. Bitte machen Sie weiter so. Danke.

    PS: Ihre Fotostrecken vermitteln emotional mehr, als Sie derzeit über den Textmodus glauben, vermitteln zu können. Bitte bleiben Sie dran, schärfen Sie Ihren Blick auf den Wahnsinn, der um uns herum abgeht. Halten Sie Ihre Kamera drauf auf das, was was vor unseren Augen passiert, und trotzdem niemand wahrhaben will.

  2. Deutsches Kulturgut schaute nur mit der Spitze seiner Zipfelmütze aus dem Mediengemenge der Jahreswende heraus. Anstatt “Faust” Krimis, anstatt “Wagner” Wachholder, anstatt “Beethoven” Bettvorleger. Unsere Kulturbolschewisten kapieren nicht, daß es Generationen braucht, um sich eine treue fachkundige Anhängerschaft zu erschließen. Auffällig ist auch, daß keinerlei Anleihen aus dem russischen Fundus den Betrachtern geboten wurden. Man wollte keine Melodien sondern bevorzugte Gekreische, welches jedes kranke Herz belastet.

    Im Mittelalter mußten mehrfach Kriege sogar kurz vor dem “Endsieg” abgebrochen werden, weil die Kriegskasse leer war und auch gähnend leer blieb. In diesem Sinne wird auch der “Corona-Krieg” enden. Die Streiter strecken die Waffen und balgen sich daheim mit den dreißigfachen Überlebenshaltungskosten. Denn irgendwie muß die von den “Zeugen Coronas” verordnete und staatlich vorfinanzierte Arbeitslosigkeit ja bezahlt werden. Die Unterstützung der breiten Volkskultur wird dann für Generationen ganz einfach vergessen. Bereits anno 1917 hatte man bessere Verwendung für Kulturtempel: Aus Opern und Theatern wurden Viehställe und aus Künstlern wurden schlecht bezahlte Mägde und Melker!

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