Big Brother 5

In dieser Staffel, die nur 365 Tage dauerte, gab es für den Sieger eine Million Euro als Entschädigung und folgende drei Wohnbereiche im Haus.
Reich: Hier gab es jeden erdenklichen Luxus für die Bewohner.
Normal: Hier ließ es sich auch recht gut leben. Die Bewohner mussten allerdings Wochenaufgaben lösen und im reichen Bereich putzen, um sich Nahrung, Getränke, Tabak usw. leisten zu können.
Arm/Survivor: Dieser Bereich war außerhalb des Hauses. Es wurde in Schlafsäcken geschlafen und das Essen wurde komplett selbst zubereitet.

Dazu passend setzten sich die drei Teams zusammen.
Team Reich: In diesem Team waren Leute, die irgendwann mal reich waren bzw. noch sind, oder einfach nur glaubhaft versichern konnten, dass sie wohlhabend sind. Größtenteils also Leute, die ihre Arbeitslosigkeit gut verkaufen konnten.
Team Normal: Alles Arbeitslose, Ich-AGs oder irgendwie Selbständige, die irgendwann mal mehr oder weniger erfolgreich gearbeitet hatten.
Team Survivor: Arbeitslose, die einfach nur arbeitslos waren und Stripperinnen bzw. Go-Go-Tänzerinnen. Die so genannte Unterschicht also.

Die Teams konnten zwischen den Bereichen wechseln, so dass jeder mal König oder Fußabtreter sein konnte. Lustige Spielchen, Challenges bzw. Matches genannt, rundeten auch diesmal das Ganze ab.
Über weite Strecken herrschte natürlich pure Langeweile im Haus. Oft durfte man den prallen bzw. überfütterten Bewohnerinnen beim Duschen zuschauen, was aber wahrlich kein schöner Anblick war. Manchmal wurde auch unter der Bettdecke gepoppt, was für die Zuschauerquote sicherlich förderlich war. Man sah unglaubliche Menschen und durfte den plattesten Dialogen lauschen. Die Bezeichnung “Unterschichtenfernsehen” traf hier oftmals genau ins Schwarze. Dass der Erste, der ins Haus zog, auch der Letzte war, der es verließ war schon eine Überraschung. Noch größer allerdings war die Überraschung, dass der Sieg diesmal nicht an einen Ossi ging. Erstmals seit Beginn von BB hatten es die Ossis nicht geschafft jemanden aus ihrem Umfeld zum Sieg zu telefonieren. Damit waren die Ossis nun auch ihn ihrer Paradedisziplin geschlagen. Hauchdünn konnte Sascha also den Ossi-Fluch von BB besiegeln.

Die Bewohner dieser Staffel

Silvia, die Unauffällige. Sie durfte als erste das Haus verlassen. Und an sie wird sich auch sicher bald niemand mehr erinnern. Sie war einfach zu normal für diese Staffel und so was langweilt die Zuschauer meist. Sie hatte nur einen wirklich bemerkenswerten Auftritt als sie erklärte, dass wenn eine Leiche stirbt (wie oft stirbt so eine Leiche eigentlich?) diese bis zu 7kg an Gewicht verliert. Dies passiert, weil die Seele, welche bis zu besagten 7kg wiegen kann, den Körper verlässt. Für diese fantastische Geschichte hätte sie es absolut verdient gehabt noch etwas länger im Haus zu bleiben.

Tatjana Gsell. Hat sich freiwillig vier Tage im Haus einsperren lassen. Angeblich weil sie den Leuten zeigen wollte, wie sie wirklich ist. Vermutlich wurde sie von den Gittern, welche die Bereiche im Haus trennten, zu diesem Aufenthalt angeregt. So wohnte sie also vier Tage bei den Reichen und hat sich dort zur Schau gestellt. Nach den vier Tagen kann man nun sagen, dass Frau Gsell in einer anderen Welt lebt, in der Gsell-Welt sozusagen. Ob sie durch diese vier Tage BB-Aufenthalt in der Öffentlichkeit Pluspunkte gesammelt hat ist schwer zu sagen und auch völlig belanglos, so wie der ganze Aufenthalt von ihr als ebenso belanglos eingestuft werden kann.

Sascha M., das Bärtchen. Der unsympathischste männliche BB-Bewohner bis zu diesem Zeitpunkt. Unerträglich wie niemand zuvor. Hielt sich für einen tollen Hecht und war überzeugt jede Frau ins Bett zu kriegen. Dachte er sei der König des Hauses und meinte immer Recht zu haben. Für sich war er der Allerbeste. Meckerte ständig rum und belehrte die weiblichen Mitbewohner, wie sie sich zu Verhalten haben und was sich alles ändern muss damit er zufrieden ist. Eigentlich hat er es gar nicht verdient hier erwähnt zu werden. Glücklicherweise kam er bei den Zuschauern auch nicht an und wurde rasch rausgewählt. Das hat er sich verdient.

Sandra, die Dumpfbacke. Sie wurde von RTL2 aus dem Container geholt, weil die Leute von RTL2 wohl der Meinung waren, dass sie sich besser um ihr Kind kümmern sollte, welches sie vor ihrem Einzug einfach so bei den Großeltern abgegeben hatte, statt die Zuschauer mit ihrer Eigenartigkeit weiter zu belästigen. Im Haus hat Sandra gerne ihr ganzes Talent gezeigt, nämlich das Talent sich auszuziehen. Eine Stripperin wie Sandra hat scheinbar sonst nix zu bieten. Wenn sie sich mal nicht nackig machte, hat sie mit Sascha M. geflirtet, gestritten oder geknutscht. Die beiden hatten sogar vor, dass erste Big-Brother-Baby zu produzieren. Sich nackig machen und pimpern, nicht wirklich überzeugende Fähigkeiten. Gut, dass sie nur kurze Zeit ihr Unwesen treiben konnte.

Kay, der Jammermann. Sein ganzes Unglück begann schon beim Einzug, als er wider Erwarten in den Bereich der Normalos ziehen musste. Diesen Schock hat er bis zu seinem freiwilligen Auszug nie verkraften können, weil er immer der Meinung war, dass er eigentlich zu den Reichen gehörte. Keine Ahnung wieso er dies gedacht hat. So verbrachte er die wenigen Tage, die er im Haus verbringen musste, damit, darüber zu jammern, wie schrecklich es doch sei für die Reichen zu putzen und deren Wäsche zu waschen. Selbst den Survivor-Bereich hätte er diesem schrecklichen Leben, welches er bei den Normalos führen musste, vorgezogen. Als dann auch noch das Wechselmatch verloren ging und er weitere Tage für die Reichen hätte knechten müssen war sein Unglück perfekt. Es überkam ihn sein Selbstmitleid und er verließ freiwillig das Haus. Armer Kay.

Kader, die Außergewöhnliche. Die Dame des Hauses wirkte anfangs doch arg Arrogant und auch ein wenig dumm. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit war Kader eine recht unterhaltsame Bewohnerin. Ihre Art zu reden und das ständige vergessen der Namen einiger Mitbewohner sorgte stets für Erheiterung. Auch ihre Statements, z.B. über Sascha S., der laut Kader einfach nicht authentisch war, waren irgendwie komisch. Sie kam mit den Herrschaften im Haus erstaunlich gut zurecht und entwickelte sogar Mitleid für die Survivor. Wer hätte das von ihr erwartet? Ihr Auszug kam leider etwas zu früh. Scheinbar hatten die Zuschauer schnell das Interesse an der verwöhnten, kleinen Person verloren. Hätte sie sich allerdings permanent nackig gemacht und sexuelle Handlungen an ihren Mitbewohnern durchgeführt wäre sie sicher länger im Haus geblieben. Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon?

Susanne, die Unbemerkte. Sie hatte bereits nach zwei Tagen genug vom Leben im Haus und zog freiwillig aus. Man hat lediglich ihren Einzug und ihren raschen Auszug zur Kenntnis genommen, sonst hat man eigentlich nichts von ihr mitgekriegt, weshalb sich sicher bald niemand mehr an sie erinnern wird.

Ramona. Sie verließ nach 17 Tagen freiwillig das Haus, weil sie meinte zu merken, wie sie sich veränderte und nicht mehr sie selbst war. Durch ihren Auszug hat man leider nicht zu sehen bekommen in was sie sich dann letztendlich verändert hätte. Vielleicht in einen Kampfhund oder gar einen Werwolf? Auf jeden Fall in etwas Böses, denn sie spürte wie die Aggressionen in ihr immer mehr nach Außen drängten. Eine Verwandlung bei BB hat es bisher nicht gegeben und wäre sicher die TV-Sensation des Jahres gewesen. Schade, dass Ramona voher gegangen ist.

Jennifer, das Prinzesschen. Weisse. Bezeichnete sich selbst als Tussi und Prinzesschen. Weisse. Das kleine verwöhnte Persönchen jammerte im Survivorbereich den ganzen Tag nur rum und bemitleidete sich selbst. Weisse. Ihre weinerliche Stimme und die dazu passende Mimik waren grausam und sicher ebenso eine Qual für die Zuschauer als auch für die Mitbewohner. Weisse. Sie war eine Art weibliches Gegenstück zu Jammer-Kay. Weisse. Erst als sie in den anderen Bereichen wohnte hörte dieses jammern auf, lediglich die weinerlich, krächzende Stimme blieb erhalten. Weisse. Auch die Art, wie sie zu reden pflegte, weisse, war stets ein Genuss und wird einen immer an sie erinnern. Weisse. Unvergessen werden auch ihre wunderschön tätowierten Augenbrauen bleiben. Ey, weisse.

Achim, der Leichtgläubige. Seine Leichtgläubigkeit sorgte des Öfteren für Unterhaltung. Ihm konnte man die unglaublichsten Dinge erzählen und er hat sie prompt geglaubt. Der Hellste schien er auch nicht zu sein, denn bei Matches, in denen er mit recht leichten Fragen bombardiert wurde, sah Achim oft alt und hilflos aus und musste zumeist passen. Wahrscheinlich litt er unter mangelnder Allgemeinbildung. Nett anzusehen war es auch, wenn ihm, während er mal wieder Bewusstlos irgendwo rumlag, die Fingernägel von seinen Mitbewohnern lackiert wurden. Der glatzköpfige Unternehmer verließ das Haus, weil er im wahren Leben dringend geschäftlich benötigt wurde. Somit war er einer der ganz wenigen BB-Bewohner, der nicht arbeitslos war. Das machte ihn irgendwie zu einem besonderen Menschen.

Nadja. Die liebe und stets freundliche Nadja wohnte fast vier Wochen im Team der Normalos. Aufgefallen ist sie eher selten. Lediglich ihr Auftritt, als sie mit dem Pendel die spätere Kinderanzahl der Mitbewohner vorausgesagt hat und ihr Schwabbelbauch, aufgrund ihres eindeutig zu hohen Gewichts, werden in Erinnerung bleiben. Besonders diesen Anblick hätte sie dem Zuschauer ersparen sollen. Das war wahrlich nicht schön. Dafür sollte sie sich wirklich schämen.

Franco. Auch er zog freiwillig aus. Sogar zweimal. Sein erster Auszug dauerte allerdings nur ein paar Stunden, dann war er wieder im Haus. Auszugsgrund war ein Streit mit Elisabeth, welche gleich mit auszog. Doch nachdem sich beide ausgesprochen hatten waren sie plötzlich wieder da. Was für ein Affentheater. Francos zweiter Auszug war dann auch sein letzter. Da waren sein Freiheitsdrang und ein wenig auch die Spannungen, die dank Doreen immer größer wurden, die Gründe seines Auszugs. Ohne ihn sank das ohnehin nicht hohe Niveau im Haus noch weiter ab.

Ali, der Boxer. Nie war ein Auszug so tränenreich wie bei dem faulen, leicht reizbaren Ali. Dieser Ali, der sofort in seiner Ehre gekränkt war, wenn man ihn mal nicht nach seinen Vorstellungen ansprach, konnte richtig wütend und ausfallend werden und trat und warf in seiner Wut auch mal Gegenstände um. Auch war es kein Genuss ihm bei seinen Geschichten zuzuhören, die auf Grund seiner mangelnden Deutschkenntnisse und miserablen Grammatik wirklich nur schwer zu ertragen waren. Trotzdem haben fast alle Mitbewohner den Ali geliebt. Selbst RTL2 war so von Ali begeistert, dass sie ihm einen Boxkampf gegen das 30 Jahre ältere und 30 Kilo leichtere Fliegengewicht René Weller geschenkt haben. Diesen hat Ali dann vier Runden lang durch den Ring geprügelt. Kurz nach dem Kampf hatten die Zuschauer dann genug von Ali und er musste das Haus verlassen. Was danach folgte war ein Auszug, bei dem mehr gelitten und verzweifelter geweint wurde als auf den meisten Beerdigungen. Wäre Ali länger im Haus geblieben hätte man ihm sicher noch ein Denkmal errichtet. Schrecklich.

Doreen, die Ätzende. Unerklärlicherweise wurde Doreen im Team Reich geparkt. Dort passte sie natürlich gar nicht rein, denn sie war so verschroben, dass man es kaum ertragen konnte. In Doreens Kopf drehte es sich hauptsächlich um Sex. Sie war stets rollig und stand ebenso auf Männer wie auf Frauen. Doreen war nicht nur permanent geil, sie war auch noch vulgär, rechthaberisch und wirkte irgendwie billig. Ob bei ihr der Spruch “Dumm bumst gut” angebracht war, darüber kann man sicher streiten. Vermutlich ist sie im wirklichen Leben ja ganz anders und wurde nur falsch dargestellt.

Maxine, die Scheußliche. Sie, welche einst als Mann zur Welt kam und dann zu einer Art Frau umgebaut wurde, stets kreischte und mit einer wahrlich schrecklichen Stimme quälte, war nicht leicht zu ertragen und obendrein eine echtes Plapppermaul. Erzählte von einer Affäre, oder was auch immer, mit Herrn Effenberg und kam sich auch noch toll dabei vor. Was soll denn so etwas? Obendrein verhielt sie sich fast permanent wie eine Tussi. Und die Sprachkenntnisse ließen auch sehr zu wünschen übrig, ebenso wie das Allgemeinwissen. Diese Person war wahrlich nicht länger zu ertragen und ist auch keinen Tag zu früh rausgewählt worden.

Jennifer. Die schreckliche Berlinerin wurde zusammen mit Elisabeth nominiert und zog, wie schon die andere Jennifer, den Kürzeren. Während ihrer Nominierungszeit hat Zitter-Jenni immer wieder darum gebeten, dass die Leute doch gefälligst Elisabeth rauswählen sollten, weil sie ja noch so gerne im Haus bleiben wollte. Doch als sie dann rausgewählt wurde hat sie sich plötzlich riesig gefreut, weil sie ja unbedingt nach Hause wollte. So ein Schwachsinn. Die scheinbar verwirrte Jennifer wusste anscheinend selber nicht, was sie wollte und hat deshalb nicht nur einmal dummes Zeug gelabert. Na ja, was solls. Auf jeden Fall war fortan eine Merkwürdige weniger im Haus.

Karim. Das verwöhnte Scheißerchen zog aus, nachdem sein Team in den Survivor-Bereich musste. Da wollte der tolle Karim nicht hin, denn dafür war er zu wertvoll. An einem Ort, wo es nicht genug Schokolade und Zigaretten gibt, da konnte der egoistische und verwöhnte Karim nicht leben. Warum er bei BB mitgemacht hat, das kann man nur erahnen. Das in Vergessenheit geratene Mitglied der ehemaligen Jungengruppe Touché brauchte wahrscheinlich wieder etwas Aufmerksamkeit und wollte wohl auch ein wenig Werbung für seine neue CD machen, die sonst wahrscheinlich niemand gekauft hätte, weil sich kaum noch jemand an Karim, den verwöhnten Jungen errinerte. Wie auch immer, sein Auszug war sicher kein Verlust. Weder für die Mitbewohner noch für die Zuschauer.

Jeannine, die Frau mit den drei Talenten. Bei ihrem Auszug erlitt ihre Busenfreundin Franziska fast einen Nervenzusammenbruch. Man hätte fast glauben können, dass Jeannines Auszug gleichbedeutend mit ihrem Tod wäre. Sehr bedenklich. Über Jeannine gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Lediglich ihre drei Talente müssen hier erwähnt werden. Talent eins wurde kurz nach ihrem Einzug präsentiert, als sie dem Jerry einen geblasen hat. Talent zwei zeigte sich immer wenn man ihr etwas Alkohol gab, dann führte sie regelmäßig ihren Arsch- und Tittenwackeltanz auf. Ihr drittes Talent bestand darin über ihre Affäre mit Dieter Bohlen zu berichten. Ständig mussten sich die Mitbewohner diese Sülze anhören. Jeannines Talente dienten wohl ausschließlich ihrer Geltungssucht. Sympathisch haben sie diese Talente nicht gemacht, weshalb sie dann auch gleich bei ihrer ersten Nominierung rausgewählt wurde. Manchmal sind drei Talente halt doch zu wenig.

Thomas, der Arschkriecher. Zumindest wurde er von einigen Mitbewohnern so bezeichnet. Sie waren der Meinung, dass der gute Thomas permanent in den Arsch von Sascha kriechen würde. Na ja, die passende Frisur, um einem ganz tief in den Arsch zu kriechen hatte Thomas schon, aber Aufnahmen, die eine solche Aktion beweisen, gibt es dazu nicht. Was Thommy unsympathisch machte waren seine ständigen Drohungen auszuziehen, wenn er nicht seinen Willen bekam. Mal mussten seine Teammitglieder drei Tage nur Suppe essen, weil er sonst ausgezogen wäre, ein anderes Mal weigerte er sich ein Lied so zu präsentieren, wie BB es vorgab. Extrawurst Thommy wollte seinen eigenen Text schreiben, was BB ihm dann auch erlaubte. Besonders erfreulich war, dass er, bevor er sein Lied vortragen durfte, ausziehen musste. Das hat er sich verdient.

Nicole. Die 33-jährige Labertasche war teilweise nervig und manchmal unterhaltsam. Immer wenn Nicky ihr Alter ins Spiel brachte hatte sie einen gewissen Unterhaltungswert. Und damit sie ihr Lieblingsalter nicht mit ihrem wahren Alter verwechselte hat sie es permanent wiederholt: “Hör mal, ich bin jetzt 33… . Für eine 33-jährige… . usw. Vielleicht lag es auch daran, dass sie hoffte, wenn sie es nur oft genug sagen würde, dann würde es Wirklichkeit. Aber nicht alle Wünsche werden wahr. Und als Nicky einmal unkonzentriert etwas von 38 erzählte  hat sie möglicherweise ihr richtiges Alter preisgegeben. Zumindest aber eines, welches näher an ihr echtes Alter heranreichte als ihr Wunschalter von 33. Arme Nicky.

Frank. Einer der wenigen, die bei ihrem Einzug und in der Anfangszeit unsympathischer waren als bei ihrem Auszug. Frank hat scheinbar durch diese Erfahrung bei BB einiges dazugelernt. Für ihn hat sich die Zeit im Haus gelohnt. Er fiel meist nur durch Lästereien und seinen etwas fülligen Körper auf. Er musste ausziehen, weil seine Familie und die Firma ihn dringend brauchten. Wie gesagt, für ihn hat es sich gelohnt dabei zu sein, für die Zuschauer war es irgendwie egal.

Elisabeth, die etwas Andere. Das Fazit zu Elsbeths Aufenthalt ist schnell gezogen. Netter Körper, ansonsten ziemlich unerträglich. In all der Zeit im Haus benahm sich Elsbeth wie eine unreife Pute, die kaum einer wirklich leiden konnte. So sehr man sich auch bemühte sie sympathisch oder wenigstens erträglich zu finden, man hat es nicht geschafft. Im Haus mochte sie evtl. der Karim, denn willige Frauen sind ja prinzipiell erstmal nicht schlecht. Karim jedenfalls hatte seinen Spaß mit ihr. Und das ist immerhin auch schon was.

Ilkay, die Schreckliche. Eine weitere furchtbare Person dieser Staffel. Sie hat es in recht kurzer Zeit geschafft den meisten Mitbewohnern auf die Nerven zu gehen und sich somit ziemlich unbeliebt gemacht. Ihr Auszug hatte sicher andere Gründe, aber es wird auch ihr nicht entgangen sein, dass sie bei den meisten Mitbewohnern recht unbeliebt war. Niemand konnte sie verstehen, sie selbst sich wahrscheinlich am wenigsten. Somit war ihr Auszug ein Glücksfall für sie, die Mitbewohner und die armen Zuschauer, die somit diese Art der Belästigung nicht weiter ertragen mussten.

Alessandro, der Nette. Der nette Alessandro fand alle Bewohner nett, sogar die Pappnasen Jerry und Paco. Nur Patricia fand er nicht mehr ganz so toll, nachdem er mitgekriegt hatte, dass sie sich von Jerry hat poppen lassen. So einen lieben und hübschen Kerl wünschten sich bestimmt viele als Schwiegersohn. Sein Auszug war trotzdem kein wirklicher Verlust und kam auch keinen Tag zu früh, denn Alessandros Unterhaltungswert ging gegen null.

Nadine, die Langweilige. Anstelle von Nadine hätte man auch einen Stoffteddy oder eine Barbiepuppe ins Haus einziehen lassen können, denn Nadine hatte wirklich so gut wie keinen Unterhaltungswert, sie war lediglich ganz nett anzuschauen, aber das sind Stoffteddys und Barbiepuppen auch. Somit war der langweilige Auftritt von Nadine nichts an was man sich erinnern wird. Bevor man mal wieder eine ‘Nadine’ ins Haus lässt, sollte man wirklich über die Möglichkeit nachdenken stattdessen einen Teddy bzw. Barbie ins Haus zu schicken.

Paco, der Märchenerzähler. Der dicke, spanische Banause zog wutentbrannt aus als BB den Bewohnern zwei Tage lang, als Bestrafung, Wasser und Brot verordnete. Der selbsternannte Spaßmacher, der aber nur in den seltensten Fällen Spaß verbreitetet hat, war mehr als nur lästig. Man hätte sich manchmal gewünscht, dass die Mitbewohner ihn in irgendeinem Schrank eingesperrt hätten, denn das war es was er verdient hatte. Er, der sich immer darüber beschwert hat, wie rücksichtslos die anderen ihm gegenüber sind, war selbst nichts weiter als ein kleines, unbeliebtes und für einige äußerst lästiges Männlein. Hielt sich für witzig, klug und unwiderstehlich und fing ständig an zu weinen, wenn mal was gegen ihn gesagt wurde bzw. irgendwer ihn kritisierte. Der unreife Paco war einfach nur Furchtbar und viel zu lange im Haus.

Heiko, der Gollum. Vor Big Brother machte er sich einen Namen als Sachsen-Paule, dann verwandelte er sich in den Gollum und zog bei BB ein. Als richtiger Ossi eigentlich ein Kandidat für den Sieg kam er aber irgendwie nicht so gut an. Nach seinem Auszug gab es BB auch wieder regelmäßiger ohne Untertitel, die bei Heiko häufig eingeblendet werden mussten, weil man den kleinen Sachsen oftmals überhaupt nicht verstehen konnte. Manchmal hatte man zwar den Eindruck, dass der gute Heiko geistig nicht ganz auf der Höhe war, aber einen gewissen Unterhaltungswert konnte man ihm letztlich nicht absprechen.

Silvana, die Intelligente. Sie zog freiwillig aus, weil Sascha immer gemein zu ihr war und sie weder sportlich, noch ausdauernd noch in irgendeiner Weise cool war. Das einzige womit sie dienen könne sei Intelligenz, doch das sei im Haus nicht gefragt. Diese Aussagen, evtl. nicht die mit der Intelligenz, kann man sicher bestätigen. Und das man nicht intelligent sein braucht, um bei BB mitzumachen, dass hätte ihr bei ihrer Intelligenz doch schon vorher klar sein müssen. Oder ist es schon intelligent, wenn man sich als Akademikerin bezeichnet? Ihr BB-Aufenthalt war jedenfalls nichts woran sich der Zuschauer gerne erinnern wird. Nicht einmal als sie in völliger Verwirrung auf einem Stuhl rumzappelte, sie hielt es für tanzen, kam auch nur ein Hauch von Sympathie für sie auf.

Patricia, die Frau, die sie Pferd nannten. Ihre Nominierung war schon eine echte Freude, ihr Auszug gar ein Fest für die Zuschauer, denn Patti, das Pferdchen, war eine ganz und gar schlimme Person. Dass sie sich selbst ganz toll fand war ja zu erwarten, aber das auch noch ein paar scheinbar verwirrte Mitbewohner von Patti begeistert waren ist nur schwer nachvollziehbar. Patti wird in Erinnerung bleiben intrigantes Tratsch- und Lästermaul. Ihre Anwesenheit war schon kurz nach ihrem Einzug nicht mehr wünschenswert und ihr Aufenthalt im Haus doch um einiges zu lang. Positives über Patti gibt es an dieser Stelle nicht zu berichten.

Michael, die Heulsuse. Jemanden wie ihn hatte Big Brother noch nie. Diese Kopie eines Mannes zog ins Haus, um so seine Frau zurückzugewinnen. Allein für diese Schwachsinnsidee hätte man ihn schlagen sollen. Dass es dann doch so einfach nicht ist und mehr dazu gehört seine Frau zurückzubekommen, als seinen Wunsch permanent im BB-Haus vorzutragen und mindestens alle dreiundvierzig Minuten mal in Tränen auszubrechen, hatte er doch tatsächlich so nicht erwartet. Als er dies nach etwa zwei Wochen endlich begriffen hatte, zog er sofort aus, aber nicht ohne dabei noch mal sinnlos rumzuweinen und zu jammern. Dieser Typ war echt keine Werbung für die Männerwelt.

Christian, das Großmaul. Dieser merkwürdige Kauz fand sich ziemlich toll und hatte an fast allen anderen was auszusetzen bzw. zu kritisieren. Er war aber nicht halb so toll, wie er sich selber fand, was sich besonders deutlich herauskristallisierte während der Matches und der Wochenaufgaben, denn da versagte er doch meist recht kläglich. Eine echte Niete also. Und so durfte Christian, der manchmal an die gute alte Neandertalerzeit erinnerte, schon nach wenigen Tagen das Haus wieder verlassen. Hurra!

Michele, the Itallian Stallion. Dieser Hitzkopf hat sich auch nicht viele Freunde im Haus gemacht. Auf jeden Fall nicht in seinem Team. In den ersten Wochen ging er eigentlich allen auf den Wecker mit den ständigen Meckereien in seiner Heimatsprache und seinem irgendwie überheblichem Getue. Als er dann in den Bereich der Reichen zu den Reichen gesperrt wurde, war er plötzlich wie ausgewechselt und fast schon richtig brav. Und als die Zeit im reichen Bereich um war, da war für Michele auch schon die Zeit im Haus vorbei, denn die Zuschauer wollten lieber Lydija weiterhin im Hause sehen als den irgendwie durchgeknallten Italiener.

Miriam, die Stämmige. Sie wurde wegen Regelverstoßes aus dem Haus geworfen. Und wie es sich für merkwürdige Menschen gehört, hat sie, als man ihr die Strafe angekündigt hat, so getan als würde sie sich darüber freuen endlich aus dem Haus zu dürfen. Stellt sich die Frage, warum sie es dann nicht schon vorher einfach freiwillig verlassen hat. Überhaupt konnte man sich über Miriam nur wundern. Hatte die größte Klappe, hielt sich für unglaublich toll und verfügte dabei scheinbar nur über die Intelligenz eines Autoreifens. Mit jedem Tag im Haus wurde sie unerträglicher und unerträglicher. Nichts, aber auch gar nichts an ihr war auch nur halbwegs unterhaltsam.

Mario. Tja, was kann man über Mario berichten? Eigentlich nichts, denn der Langhaarige war nicht wirklich lange im Haus und konnte neben den anderen, teilweise sehr Merkwürdigen, ein ziemlich unbemerktes Dasein fristen. Was nicht heißt, dass er nicht auch ein bißchen beknackt war. Man weiß es halt nicht, denn er fiel nicht so auf. Bedeutet aber auch, dass sein Unterhaltungswert gegen Null ging. Folglich war seine erste Nominierung zugleich seine letzte.

Solveigh. Die Frau mit der Zahnlücke und der missglückten Frisur war vom ersten Tag an überflüssig. Langweilig wie ein Stück Papier und witzig wie eine verfaulte Banane. Warum sie ins Haus einzog hat sie wahrscheinlich selbst nie verstanden. Einige im Haus bedauerten ihren Auszug, die Zuschauer wohl eher nicht. Ist aber auch nicht so wichtig. Positiv an ihrem Aufenthalt war lediglich ihr freiwilliger Auszug. Da konnte sie erstmals richtig Sympathiepunkte sammeln.

Petra. Absolut Rekordverdächtig. Schon nach etwa acht Stunden war für sie das Abenteuer BB beendet. Ob ihr Einzug ein Missverständnis oder nur ein Scherz war, wird sicher für immer ein Geheimnis von Petra und BB bleiben.

Sandra. Bei ihr kann man definitiv sagen, dass sie viel zu lange im Haus war. Das Hausmütterchen, welches immer wieder mal völlig grundlos in die Kameras grinste, war anfangs, als sie noch zurückhaltender war und weniger sprach, noch akzeptabel, als sie dann aber immer öfter irgendwelchen Blödsinn quatschte war sie nur noch lästig. Ihr merkwürdiges Verhalten wurde täglich unerträglicher. Dass sie sich so gut mit Lydija, Zoya und den anderen Zicken verstand spricht auch nicht für sie. Alles in allem war Sandra nur ein großes Ärgernis.

Mark, der Andersartige. Dieser Typ jammerte täglich über sein Leben und darüber, dass ihn niemand braucht, er ja so überflüssig sei und überhaupt alles Scheiße ist. In kurzen Momenten des Nichtjammerns poppte bzw. kuschelte er mit Franzi oder gab irgendwelche Weisheiten von sich, die nur er verstand. Hin und wieder gab er den Verständnisvollen, der allen das Leben erklären wollte. Gab Ratschläge, wie andere ihr Leben verbessern könnten und war beleidigt und zutiefst niedergeschlagen, wenn mal wieder etwas nicht so lief, wie er es vorgesehen hatte. Mark war auch ein sehr eifersüchtiger Kauz. Immer wenn Franzi sich mal intensiver mit anderen Männern im Haus unterhielt zog er eine Fresse und guckte böse und verständnislos. Als er dann aber plötzlich scharf auf Geraldine war, und wer weiß was mit ihr unter der Decke angestellt hatte, war das für ihn schon okay. Er konnte ja nichts dafür, dass es ihn plötzlich überkam. Er konnte eigentlich nie was für sein Verhalten. Der Tag, als er endlich das Haus verlassen musste war ein schöner Tag und einer der schönsten Momente dieser Staffel.

Zoya, die Zicke. Sie bezeichnete sich selbst als solche und war auch noch stolz drauf. Während ihres ganzen Aufenthalts war sie unerträglich, denn entweder sang sie irgendwelchen Mist und das auch noch schlecht, redete Blech oder schrie doof und sinnlos rum, weil ihr wieder irgendwas nicht passte bzw. jemand ihr irgendwas gesagt hat, was sie so nicht akzeptieren und begreifen konnte. Ihr unfaßbares Verhalten mag viele Gründe gehabt haben, doch entschuldbar war es nie. Ghettokind Zoya, so kann man sie nennen, denn sie wandelte auf unterstem Niveau, war eine Strafe für alle Mitbewohner und besonders für die Zuschauer. Sie wurde dann auch bei erster Gelegenheit mit deutlicher Mehrheit aus dem Haus gewählt, was als Wohltat erster Güte in die BB-Geschichte eingehen dürfte.

Professor Jerry, der Professor. Dieser glatzköpfige Held hat es tatsächlich geschafft in den sechs Monaten im Haus gleich drei Weiber zu pimpern. Erst war Jeanine dran, dann kurz Patricia und zuletzt Lydija. Jerry hat damit deutlich gemacht, wie diese Frauen ticken, denn wie die darum gebettelt haben von ihm gepoppt zu werden war ja schon nicht mehr schön. Auch sonst war Jerry ein pfiffiges Kerlchen. Er hat uns z.B. darüber aufgeklärt, dass Dromedare gar keine Tiere sind bzw. es Dromedare gar nicht gibt. Auch seine Geografie-, Grammatik- und Sprachkenntnisse waren überwältigend miserabel. Deshalb verdient er sich zu Recht als erster BB-Bewohner den Professor-Titel. Professor Doof.
Da Jerry noch mal einziehen durfte und weitere Wochen durchs Haus wanderte, hier noch ein paar Worte zu seinem zweiten Aufenthalt, bei dem man ihn fast nicht wieder erkannte. Er war plötzlich handzahm, sparte sich sein dummes Gequatsche und mimte auch nicht mehr den Hausclown, man hätte ihn richtig sympathisch finden können, wenn er nur nicht permanent mit Lydija am Zaun gelebt hätte. Jerry ohne Lydija fand praktisch nicht mehr statt und ebenso plötzlich wie er zurück ins Haus gewählt wurde, wurde er nun wieder rausgewählt.

Lydija Flodder. Die kleine Deutsche, die in Wirklichkeit eine Russin ist, zog zusammen mit Jerry aus, weil sie eine weitere Trennung von ihm einfach nicht noch mal durchmachen wollte. Eine Entscheidung, die man nur begrüßen konnte. Lydija war einfach unerträglich. Schon allein wie sie sprach mit ihrem Akzent, dazu ihre teils primitive und ordinäre Ausdrucksweise und ihr ganzes Benehmen waren schrecklich. Wenn man ihr Alkohol gab, sank das Niveau noch weiter und sie hinterließ irgendwie einen billigen Eindruck. Verständlich, dass Jerry wenig begeistert war, wenn Lydija sich mal wieder dem Alkohol hingab. Auch hat sie gewichtsmäßig schön zugelegt im Haus, weshalb man bei ihr immer mehr das Gefühl hatte, sie sei ein Mitglied der Familie Flodder. Für alle Zeit unvergessen bleibt ihr Gesangsauftritt mit dem Superhit “So schmeckt der Sommer”, was auch ihr ganzer Text war, bei dem sie obendrein ein schreckliches Kleid trug, blöd grinste und noch blöder tanzte. Auf ihre katastrophale Stimme braucht hier nicht näher eingegangen zu werden. Allein dafür hätte man sie sofort aus dem Haus entfernen müssen. Ihre letzte Aktion im Haus war es, sich ein schreckliches und viel zu großes Etwas auf den Rücken tätowieren zu lassen. Ihr letzter Schritt in Richtung Flodder?

Serhat. Auch er gehört zu den Bewohnern, an die sich sehr schnell niemand mehr erinnern wird, denn er war nur wenige Tage im Haus und zog dann freiwillig aus, weil er sich irgendwie unwohl fühlte und das eingesperrt sein satt hatte. Seine verfilzten Haare und sein lustiges Bärtchen gaben ihm zwar einen gewissen Wiedererkennungswert, doch bei dem kurzen Aufenthalt gerät auch das sicher sehr schnell in Vergessenheit. Im Haus war er scheinbar recht beliebt. Mehr gibt es nicht über ihn nicht zu berichten.

Volkmar. Volkmar als Volkmar war schon ziemlich heftig. Volkmar als Laetitia einfach nur beängstigend. Volkmar war ein Schwuler, wie es schwuler kaum geht. Sein Aussehen, sein Verhalten und seine Gesten waren so schwul, dass man es kaum ertragen konnte. Immer wenn er sich in Laetitia vewandelte schmerzten einem die Augen. Das hätte RTL2 eigentlich nicht ausstrahlen dürfen, denn wer weiß, welche Schäden diese Ausstrahlungen bei den Zuschauern verursacht haben und welche Spätfolgen noch auftreten? Auch sonst war Volkmar kein angenehmer Mensch, er lästerte viel zu viel und fand sich selbst viel zu toll. An dieser Stelle muss noch seinem Freund gedankt werden, der ohne Gewürzgurke Volkmar so unglücklich war und ihn dazu brachte freiwillig das Haus zu verlassen. Danke Waldemar oder wie auch immer Du heißt.

Katrin. Eine weitere einfach nur langweilige und überflüssige Frau dieser Staffel. Ihr Unterhaltungswert entsprach in etwa dem eines toten Silberfisches. Ihr gefiel irgendwie nichts, denn ständig war sie irgendwo am lästern und jammern. Eine solche Lästerschwester ist wirklich nichts für den Fernsehzuschauer. So wurde die kleine Katrin auch sehr schnell rausgewählt. Und niemand weinte ihr auch nur eine Träne nach. Das hat sie sich verdient.

Eric. Glücklicherweise waren sein Aufenthalt im Haus und die damit verbundene Belästigung nur von kurzer Dauer. Womit auch schon alles, was es positiv über Eric zu berichten gibt, gesagt ist. Auch dieser Mensch aus grauer Vorzeit hielt sich für ganz toll und musste ständig irgendwas sagen. Was er sagte war selbstverständlich hohl und belanglos. Witzig war er auch nicht. Er war lediglich lästig. Ein weiterer Bewohner der schnell in Vergessenheit geraten wird.

Rolf, besser bekannt als Mecker-Rolf, gehörte zu den Bewohnern, die weder beim Publikum noch bei den Mitbewohnern wirklich gut ankamen. Mecker-Rolf meckerte ständig an allem rum und die Mitbewohner waren ihm fast ständig ein Dorn im Auge. Er hielt sich für einen ganz tollen Kerl und einige der Mitbewohner für ‘Dumm wie Toastbrot’ bzw. fand er, dass sie ganz arme Würstchen waren. In seinen Augen war nur er würdig genug diese Staffel zu gewinnen. Dass so Eingebildete wie er schnell aus dem Haus fliegen, hat er sich sicher so nicht vorgestellt. Der Briefzusteller von der Post hat sich halt vom ersten Tag an maßlos überschätzt. Das einzige was er neben dem Meckern noch ganz gut hinbekam war der Hausputz. So gewinnt man nicht mal einen Blumentopf.

Marcus, der sich selbst Marckeem nannte, war ein sehr von sich überzeugter Mensch. Er fand, dass Deutschland echte Typen, wie ihn, braucht. Da stellt sich natürlich die Frage, wofür Deutschland solche Typen brauchen könnte. Denn es waren während seines Aufenthalts keine besonderen Fähigkeiten bei ihm zu erkennen, es sei denn, dass es etwas Besonderes ist sich besonders merkwürdig zu kleiden. Ebenso merkwürdig wie seine Kleidung war der ganze Marcus. Er sang/rappte sehr gerne und stellte sich gerne in der Mittelpunkt. Sein Unterhaltungswert war jedoch nicht viel höher als der einer bunten Tischdecke. Und bunte Tischdecken gibt es in Deutschland schon genug.
Um nicht sofort nach seinem Auszug wieder in Vergessenheit zu geraten hat sich Marcus dann noch etwas ganz besonderes einfallen lassen. Er forderte Michael zu einem Boxkampf heraus. Michael nahm die Herausforderung an und vermöbelte den guten Marcus dann mal so richtig im Ring. Somit hatte Marcus genau das bekommen, was er verdiente und sein blödes Grinsen war auch erstmal aus seinem Gesicht verschwunden. Herrlich.

Isabel. Auch sie war glücklicherweise nicht sehr lange im Haus. Isabel fühlte sich im Haus meist unwohl und missverstanden und verbrachte die meiste Zeit damit zu jammern und über andere zu lästern. Ihre grässliche Stimme dabei zu hören war für die Zuschauer ebenso eine Qual, wie ihre ganze Art. Ihr ständiges Geläster war sehr anstrengend und ihr nicht vorhandener Humor machte ihren gesamten Aufenthalt zu einer Strafe für die Zuschauer.

Geraldine, die ungekrönte Badezimmer-Königin. Den größten Teil ihres Aufenthalts verbrachte Geraldine im Bad. Selbst nachts traf man sie oft im Badezimmer an. Nirgendwo sonst fühlte sie sich so wohl wie an diesem Ort. Sie konnte sich stundenlang die Zähne putzen oder irgendwelche Korrekturen an ihrem Haar vornehmen und betrachtete sich immer wieder gerne vor dem Badezimmerspiegel. Sie verließ das Bad lediglich zum essen, für die Matches und manchmal auch zum schlafen. Später, als sie das Bad nicht mehr ganz so oft besetzte, traf man sie dann oft vor dem Kühlschrank an, wo sie die eine oder andere Zwischenmahlzeit verschlang. Dies wiederum führte dazu, dass die gute Geraldine etwas an Gewicht zugelegte, was den sonst recht netten Anblick doch etwas störte.

Peggy. Ihr Auszug gestaltete sich etwas schwierig, da sie erst aus dem Arsch von Franzi, in dem sie fast permanent steckte, rauskommen musste. Das erklärt evtl. auch warum sie so lange im Haus bleiben durfte. Denn wer bei irgendwem im Arsch steckt, der wird leicht übersehen. Und was sollte es sonst für eine Erklärung dafür geben, das diese kleine, pummelige Person so lange im Haus bleiben durfte? Vielleicht war sie ja eine liebe und nette Person, aber in erster Linie ging sie einem doch nur auf die Nerven. Bei Peggy gab es aber auch überhaupt nichts, was ihren langen Aufenthalt in irgendeiner Weise rechtfertigen konnte. Gar nichts!

Lelo. Auch dieser Kindskopf war nur schwer zu ertragen und definitiv zu lange im Haus. Besonders in seiner Anfangszeit, als er ständig sang oder komische Geräusche von sich gab, hätte man ihn permanent würgen können. Glücklicherweise ließ dieses Verhalten später nach, was aber keinesfalls bedeutete, dass er es von da an nicht mehr verdient gehabt hätte gewürgt zu werden. Zu oft wirkte Lelo wie ein Schulkind mit seinem merkwürdigen Verhalten und seinem kindischen Gequatsche. Auch sein Wissensstand schien oftmals dem eines Erst- oder Zweitklässlers zu entsprechen. Alles in allem ein weiterer schrecklicher Bewohner ohne Unterhaltungswert, dafür aber mit einem hohen Nervfaktor.

Daniela. Nach sechs Monaten im Haus sah Daniela aus wie eine gemästete Gans mit einer Stinktierfrisur. Mit jedem Tag im Haus wurde sie fetter. Ihre Cellulite präsentierte sie mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass man fassungslos den Kopf schütteln musste. Selbst ihren frisch angefutterten Bauch zeigte sie immer wieder gern. Eine so schreckliche Figur in so knapper Bekleidung gehört sich einfach nicht, doch leider hat ihr das niemand gesagt. Aber nicht nur das war schrecklich, auch sonst war Daniela echt nervig. Ihre Art und vor allem ihr schreckliches Gequatsche waren eine schlimme Sache und eine harte Strafe für alle Zuschauer. Wieso nur durfte sie so lange im Haus bleiben? Wieso? Wieso? Wieso?

Natalie, die hohle Nuss. Optisch konnte Natalie schon gefallen. Doch sobald sie ihren Mund aufmachte verflogen die Sympathien. Das lag zum einen an ihrem fürchterlichen und übertriebenen Lachen, zum anderen, und das war noch viel schlimmer, an ihrem dummen Geplapper. Aus ihrem Mund kam während ihres ganzen Aufenthalts nur Blödsinn. Zu allem musste sie ihren unqualifizierten Senf dazugeben und plapperte fast durchgehend nur dummes Zeug. Wenn sie mal für einen Moment keinen Mist quatschte sprang sie entweder wie eine Verrückte durchs Haus oder machte, meist unter Alkoholeinfluss, einen besonders bräsigen Eindruck, tanzte dabei merkwürdige Tänze, küsste und leckte an Daniela oder anderen mehr oder weniger wehrlosen bzw. ebenso besoffenen Mitbewohnern rum oder räkelte sich, nachdem sie einige Hüllen fallen ließ, halbnackt im Zimmer herum. Wie schrecklich Natalie tatsächlich sein konnte, sah man noch deutlicher, nachdem ihr Freund ins Haus zog. Wie sie diesen behandelte war schon erschreckend. Unglaublich, dass er sich das alles gefallen lassen hat. Pfui.

Nicole, die Schöne. Sicherlich war der Unterhaltungswert von Nicole nicht der Größte, aber dafür war sie fast immer nett anzuschauen. Lediglich ihr Trainingsanzug-Outfit störte etwas den Gesamteindruck, aber wirklich schlimm war auch das nicht. Insgesamt eindeutig die schönste Bewohnerin dieser Staffel. Bei Nicole gab es nicht wirklich was zu meckern und deshalb ist sie zu Recht so lange im Haus geblieben.

Toni, die Schlaftablette. Schon alleine für seine Daniela-Gedächtnisfrisur am letzten Tage hätte er sich eine Ohrfeige verdient gehabt. Das war wieder so ein Moment in dem man sich fragte, was in seinem Kopf wohl vorgehen mochte. Aufgedreht und lebhaft war Toni nur, wenn man ihm Alkohol gab. Da hat er dann sinnlos getanzt, mit den Frauen geflirtet und sich einmal sogar zu Geraldine ins Bettchen verirrt. Wie es sich für einen richtigen Mann gehört, hat er dann am nächsten Tag erstmal so getan, als ob nichts gewesen wäre. Später dann hat er die Bettgeschichte furchtbar bereut. Von dem Tag an wurde er noch nachdenklicher und langweiliger. Auf Toni hätte man getrost verzichten können.

Carsten alias Dr.Horror. Der Bewohner mit dem größten Unterhaltungswert. Seine fantastischen Obst- und Stuhlganggeschichten, seine dramatischen Frisurprobleme und sein Geläster hatten einen wahrlich hohen Spaßfaktor. Zwar hatte man manchmal den Eindruck, dass er irgendwie nicht ganz richtig in der Birne ist, aber gerade das machte ihn auch wieder so sympathisch. Auch seine Zuneigung zu Nicole hatte einen hohen Unterhaltungswert und zeugte von seinem guten Geschmack was Frauen betrifft. Jedoch wusste Carsten nicht, wie er seine Zuneigung, oder war es einfach nur Geilheit, Nicole mitteilen konnte und wie er sich Verhalten sollte. Doch er wusste ganz sicher, dass er sie sofort ‘besprungen’ hätte, wenn sie ihn nur gelassen hätte. Nur ließ sie ihn nicht. Und deshalb lästerte er dann auch immer wieder über sie. Trotzdem war Carsten eine Bereicherung für diese Staffel.

Jupp war so korrekt, dass man ihm den Sieg gegönnt hätte, wenn er länger im Haus gewesen wäre. War er aber nicht. Trotzdem fand er alles geil und korrekt. Jupp sah aus wie Popeye und wenn er laut durchs Haus polterte, konnte man fast Angst bekommen vor ihm. Brauchte man aber nicht, denn Jupp war ein gutmütiger und lieber Kerl im Körper eines Grobians. Sogar seinen Job hat er aufgegeben, nur um noch länger im Haus bleiben zu können. Seine Dialoge mit Carsten waren fast immer lustig und unterhaltsam. Korrekt.

Michael, der Ur-Survivor. Niemand fühlte sich so wohl und passte so gut in den Survivor-Bereich wie er. Man hatte oft das Gefühl dieser Bereich sei nur für Michael entstanden. Mit der Auswahl seiner Teammitglieder war Michael meist sehr unzufrieden. Doch er überlebte sie alle und war ein Jahr lang dabei. Bei den Matches war er meist völlig unbrauchbar und enttäuschte dort auf ganzer Linie. Wenn er bei einem Match mitmachte war es schon so gut wie verloren. Gut war er allerdings bei seinem Boxkampf gegen Marcus. Dem hat er ordentlich was auf die Nase gehauen und sich somit seinen dritten Platz redlich verdient.

Franziska ‘Franzi’ Flodder. Sie war sich wahrscheinlich bis zum Schluss sicher als Siegerin das Haus zu verlassen. Doch diesmal war es nichts mit einem Sieg für Ossis. Und ehrlich gesagt hatte es auch sonst keinen Grund gegeben warum Franzi diese Staffel hätte gewinnen sollen. Sie konnte zwar wirklich schön furzen, die unmöglichsten Sachen zu ihrer doch etwas üppigen Figur tragen und ganz toll mit Mark rumpoppen, aber für soviel Geld reicht so etwas zum Glück nicht und somit geht der zweite Platz letztlich irgendwie in Ordnung.

Sascha, der Gewinner-Typ. Er war bei den meisten Mitbewohnern beliebt und auch bei den Matches fast immer sehr erfolgreich. Seine Challenges meisterte er auch ganz locker. Es gab nicht wirklich was an ihm auszusetzen und schon kurz nach seinem Einzug stand er als Top-Favorit auf die Million fest. Insgesamt betrachtet der verdienteste Sieger alle Staffeln bisher.

© 03.2005

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