Wetterstation

Weil meine Wetterstation unkontrolliert piept, mir so
den Schlaf raubt und keine Erklärung liefert, warum sie das tut, beschließe
ich, dass sie gehen muss. Für Störenfriede ist in meiner Wohnung kein Platz. Drei
Jahre lebt sie mittlerweile bei mir und hat sich bisher auch immer anständig
verhalten. Doch was gestern war, interessiert mich heute nicht mehr, weshalb
ihre Tage nun gezählt sind.
Noch bevor ich ein Nachfolgemodell gefunden habe, stellt
sie das piepen kurzzeitig ein, beginnt aber nach einer Weile wieder damit. Und so
ist es wenig verwunderlich, dass sie wenige Tage später ihren Platz räumen muss
und durch eine andere Wetterstation ersetzt wird. Ich bin da gnadenlos.
Die neue Wetterstation ist etwas größer und natürlich
schöner. Sie hat allerdings einen schweren Fehler. Wenn man sie aufhängt, hängt
sie grundsätzlich schief, was daran liegt, dass die Batterien auf einer Seite
eingesetzt werden. Schwerer Produktionsfehler, würde ich mal sagen. Da muss ich
wohl mal den Hersteller kontaktieren und auf den Mangel hinweisen. Normalerweise
müsste ich die Fehlkonstruktion unverzüglich zurückschicken, doch weil mir das
zu aufwendig erscheint, schlage ich einen Nagel in die Wand, der verhindern
soll, dass die Wetterstation schräg hängt. Weil das natürlich klappt, darf die
Wetterstation bleiben. Abgesehen davon, dass Sie leichte Bewölkung und
Sonnenschein anzeigt, wenn es draußen schneit, macht sie einen vernünftigen
Eindruck und zeigt die Uhrzeit absolut genau an. Somit bin ich fürs erste
zufrieden. So habe ich mein Leben, oder zumindest die Wohnung, weiter optimiert.
Und darum geht es schließlich. Optimieren bis es nichts mehr zu optimieren
gibt.  Doch irgendwas scheint an meinem
Optimierungssystem nicht zu stimmen. Aber was?

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