Düfte

Weil ich davon ausgehe, dass man, wenn man gut riecht, nicht stinkt, benutze ich Riechwasser. Außerdem glaube ich, so mein Erscheinungsbild etwas aufwerten zu können und Geruchsbelästigungen zu minimieren. Früher, als ich noch jung und knackig war, hatte ich bis zu sieben verschiedene Düfte zur Auswahl. Dann wurde aus knackig immer mehr beknackt und ich reduzierte den Vorrat auf drei Düfte, die ewig nicht aufgebraucht wurden, weil ich die meiste Zeit eh zu Hause war und vor mich hin vergammelte. Seit ich arbeite, hat sich das wieder etwas normalisiert und ich verbrauche mehr dieser Düfte, um mich ein wenig von meiner Verwesung zu distanzieren. So ist es kaum verwunderlich, dass hin und wieder einer der Düfte aufgebraucht ist und ich Ersatz benötige, weil weniger als drei Düfte vorrätig zu haben in meiner jetzigen Situation einfach inakzeptabel ist. Daher musste The Game von Davidoff adäquat ersetzt werden. In einer spontanen Aktion, die ziemlich lange dauerte, bestellte ich Givenchy Pour Homme, obwohl es so viele andere verlockende Düfte gibt, die ich hätte wählen können.

Der nächste Duft wird auch bald ersetzt müssen, doch zum Glück brauche ich dabei nicht lange über den Nachfolgeduft nachdenken, da Egoiste immer nur durch Egoiste ersetzt werden kann.

2 thoughts on “Düfte”

  • L’EAU D’Issey! Sie dürfen nie an mir vorbei laufen, das wissen Sie? Das ist so ein guter Duft, da müssen Sie dann einfach stehen bleiben und die merkwürdige Frau einmal schnuppern lassen. Ich verspreche auch, dass ich ab dann wieder normal ansprechbar sein werde.

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