Filme 08.18

Auch der August hatte filmisch erst Sand im Getriebe und es dauerte bis ich endlich einen Film zu sehen bekam, der mich wirklich überrascht und durchgehend gefesselt hat. Glücklicherweise blieb es nicht bei einem guten Film. Das wäre bei einer Anzahl von 20 gesehenen Filmen auch wirklich enttäuschend gewesen. Dennoch waren die ersten zwei Filmwochen voller teilweise schauderhafter Filme. Der erste hier vorgestellte Film ist einer davon.

Von Fear Clinic hatte ich noch nie etwas gehört bevor ich zufällig das Vergnügen hatte ihn zu sehen. Wobei von Vergnügen keine Rede sein kann, da ich bis zum Ende nicht wirklich verstanden habe, was der ganze Müll eigentlich sollte. Fear Clinic gehört zu den Filmen, die man unbedingt meiden sollte und wenn man den Film aus Versehen auf seinem Abspielgerät laufen hat, unbedingt sofort ausmachen sollte. In der Hauptrolle stümpert Robert Englund durch die Klinik und demonstriert, dass er eigentlich nur dann zu gebrauchen ist, wenn er sich als Freddy Krüger verkleidet. Dieses Mal hat er sich übrigens als James Last verkleidet, was auch keinem hilft. Ich glaube, es gibt auch eine Art Geschichte in Fear Clinic, aber das spielt ehrlich gesagt keine Rolle, weil die Umsetzung so furchtbar schlecht geraten ist, dass es fast schon weh tut. Positiv ist lediglich, dass ein Filmmonat, der so schlimm beginnt, kaum schlimmer werden kann. Für Fear Clinic spricht das allerdings nicht gerade. Also besser Finger weg und schön aufpassen, dass “Freddy” nicht mit der Klinik vorbeikommt.

 

The Neighbor ist vermutlich kein besonderer Film, aber der erste Film des Monats, der mich wirklich positiv überrascht hat. Ich weiß nicht, wie er auf meine Liste kam und war anfangs auch ziemlich skeptisch, aber nach und nach konnte ich mich mit der Geschichte immer mehr anfreunden. Spannend bis zum Schluss und untermalt mit wirklich guter Musik. Hat mir echt Spaß gemacht und von da an entwickelte sich der Filmmonat in die richtige Richtung.

 

Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit habe ich mehrmals verschoben, weil ich einfach nicht wusste, ob ich schon wieder einen Film, der vom 2. Weltkrieg handelt, sehen wollte. Zehn deutsche Kriegsgefangene, alle noch nicht erwachsen, sollen an der dänischen Küste Minen räumen. Bewacht werden sie von Carl Rasmussen, einem Feldwebel, der Deutsche hasst, und dies auch alle spüren lässt. Von Beginn an zog mich der Film in seinen Bann und war zu keiner Minute langweilig. Sehr gut gespielt, wird wieder über die Grausamkeit des Krieges und der Zeit danach berichtet. Unter dem Sand kann ich nur empfehlen.

 

The Killing of a sacred Deer ist ein Film, der definitiv nicht Massentauglich ist. Die Geschichte einer Familie, die keine Chance hat ein drohendes Unheil zu verhindern, wird auf eine ruhige, vielleicht auch deprimierende und emotionslose, Art vorgetragen und bietet reduziert wirkende Dialoge. Je näher es dem Unausweichlichen entgegen geht, desto wuchtiger der Sound. Je länger man den Protagnisten zusieht, desto weniger kann man einem von ihnen wünschen lebend aus der Sache herauszukommen. Jeder versucht zu überleben, doch bleiben alle zumeist ungerührt dabei. Besonders die Schlussszene unterstreicht diese emotionale Kälte und lässt den Zuschauer fragend zurück. Das ist kein Film für den lockeren Filmabend zwischendurch, doch wenn man eine Schwäche für Filme dieser Art hat und sich darauf einlassen kann, ist The Killing of a sacred Deer wirklich einen Versuch wert. Ich war jedenfalls positiv überrascht.

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