Ein Besuch im Dortmunder Zoo

Wann war ich eigentlich das letzte Mal im Zoo? Ich muss gestehen, dass ich es nicht mehr weiß. Wie so viele Dinge, ist es mir einfach entfallen. In meinem Gehirn geht ziemlich viel verloren während ich so vor mich hin vegetiere. Und ich frage mich, wie lange ich mich an den heutigen Zoobesuch erinnern werde bevor er mir entfallen wird.

Warum ich ausgerechnet heute, an einem Tag mit mäßigem Wetter im Zoo bin, lässt sich leicht erklären. Es ist Patentag und da dürfen Paten eine Person mit in den Zoo nehmen und das alles für umsonst. Und weil die Bürgerarbeiterin Patin von Klaus ist, darf ich mit. Klaus ist ein Kea und da ist er:

Entgegen unserer Erwartung, dass es ein Empfangskomitee und ein Riesenprogramm gibt, gibt es Wind und ab und zu etwas Regen, was aber wohl nichts mit dem Patentag zu tun hat. Um 12.00 Uhr gibt es irgendwas für die Paten, aber es steht nirgends, was das sein wird. Da bis dahin noch eine Stunde Zeit ist, wandern wir durch den Zoo. Die meisten Tiere schlafen oder sind anderweitig inaktiv, weshalb ich mich an einem Blatt, welches ich entdecke, erfreue.

Weil es ein großes Blatt ist und ich oft ein großer Spinner bin, hebe ich es auf und lasse mich zusammen mit dem Blatt fotografieren. Danach habe ich keine Verwendung mehr dafür.
Auf dem Foto ist unschwer zu erkennen, dass ich meine wärmste Jacke trage, weil man nie weiß, wie kalt es wirklich ist und mir grundsätzlich fast immer kalt ist.

Um 12.00 Uhr kommen Klaus und seine Partnerin aus ihrem Versteck und unterhalten uns. Eine Frau mit einer Stimme, bei der ich mich nicht entscheiden kann, ob sie süß oder nervig ist, stellt währenddessen einer Zooangestellten, die nicht ganz zufällig mit den beiden Kea´s im Käfig ist, viele Fragen. Sie hat dabei offensichtlich viel Freude, was ich zugleich schön und befremdlich finde. Was stimmt nur mit mir nicht? Während ich durchaus fasziniert die Kea’s beobachte, komme ich mir fremdartig vor, ohne es näher erklären zu können. Ein Teil von mir ist bewusst anwesend, ein anderer ist der Situation entrückt. Irgendwie passt das alles nicht zusammen.

Irgendwann gehen wir weiter, schauen uns andere Tiere an und ich beschwere mich immer wieder über die meiner Meinung nach oftmals zu kleinen Behausungen der Vögel. Abgesehen davon ist es schon ein gemütlicher Zoo und die Tatsache, dass nicht so viele Menschen da sind, gefällt mir gut. Erdmännchen finde ich übrigens total toll.

Weil ich irgendwann Hunger bekomme und nicht im Zoo essen möchte, verlassen wir diesen gegen 14.00 Uhr.

Ich glaube, es hat mir gut getan mal rauszukommen und etwas anderes zu tun als den Samstag so zu verbringen, wie ich es sonst fast immer mache. Es bleibt abzuwarten, wie ich diese Abweichung verkrafte. Vielleicht sollte ich öfter in einen Zoo gehen. Vielleicht sollte ich auch einfach nur nicht immer das machen, was ich sonst immer mache.

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3 thoughts on “Ein Besuch im Dortmunder Zoo

  1. Vielleicht brauchst du auch ein Patentier, welches du öfter im Zoo besuchen kannst, oder ein Patenblatt…

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