Damals – Oktober 2009

Meine Unzufriedenheit, trotz vieler Frauenbekanntschaften und einiger Dates, setzte sich auch im Oktober 2009 fort. Was damals nicht mit mir stimmte, ist heute schwer zu erklären und ich weiß auch nicht, ob ich das überhaupt wissen will. Aber ich denke, dass ich abgesehen davon durchaus auch meinen Spaß hatte.


Rigoletto Party
Mittlerweile ist es schon weit nach Mitternacht als sich vier Frauen neben uns platzieren und tanzen. Das nervt mich. Können die nicht woanders tanzen? Nach einer Weile gehen zwei der Frauen an einen anderen Platz. Die beiden Auffälligsten bleiben direkt neben mir. Ich mag ja große, attraktive Frauen mit schönen Körpern, dennoch finde ich, dass diese beiden woanders tanzen sollten. Das macht mich ganz nervös, dieses rumgetanze direkt vor meiner Nase. Die Blonde ist unglaublich sexy. Sie hat eine unheimlich geile Figur und ich muss gestehen, dass es mich ziemlich anmacht, wie sie sich bewegt. Und weil das so ist, beachte ich sie einfach nicht weiter. Die Dunkelhaarige hat ebenfalls eine gute Figur. Auch sie ist mindestens 1,80m und es ist auch nicht unsexy, wie sie sich bewegt. Wobei sie eine Spur weniger auffällig ist. Dafür trägt sie eine Brille und ihre Nase könnte etwas weniger ausgeprägt sein. Sie tanzt direkt neben mir. So nah, dass sie mich zwangsläufig immer wieder berührt. Ich beachte sie, so gut es geht, nicht. Dennoch spricht sie mich nach einer Weile an. “Du langweilst Dich.” – “Nein. Aber ich weiß, dass es so aussieht.” – “Ja. Du stehst einfach nur so da, tanzt nicht und redest mit niemandem.” Das könnte daran liegen, dass Sam ständig mit irgendwelchen Frauen quatscht, die ihn kennenlernen wollen und er deshalb beschäftigt ist. Mit wem sollte ich also reden? “Warum tanzt Du nicht? – “Ich tanze nie.” – “Warum nicht? – “Weil es albern aussieht, wenn ich tanze.” – “Du denkst vermutlich zu viel, deshalb kannst Du nicht entspannt tanzen.” – “Richtig.” Bevor wir das Gespräch fortsetzen können wird sie von ihrer blonden Freundin mit den Worten “Lass den, der ist doof” von mir weggezogen. Vermutlich ist die nur eifersüchtig, weil ich sie, im Gegensatz zu den meisten anderen Männern hier, nicht beachte. Nach einer Weile kommt die Dunkelhaarige zurück und tanzt wieder neben mir, berührt mich das eine oder andere Mal und ich finde es mittlerweile sehr angemessen, dass sie das tut. Wieso finde ich Frauen nur so anziehend? “Hast Du wirklich nie das Bedürfnis zu tanzen?” – “Doch. Aber ich unterdrücke es.” – “Warum? Tanzen ist total schön.” – “Mag sein. Deshalb tanze ich innerlich.” – “Ich würde gerne mal sehen, wie Du tanzt.” – “Nein.” Sehr hartnäckig, die Dame. Aber chancenlos, weshalb sie mich die nächsten Male nicht mehr aufs tanzen anspricht. “Du erinnerst mich an wen.” – “So? An wen denn?” – “An Till Schweiger.” – “Was?” – “Nicht an den Schauspieler. An einen Bekannten von mir.” – “Dann ist ja gut.” – “Und Du erinnerst mich an noch jemanden. Allerdings weiß ich nicht an wen.” – “Falls es Dir noch einfällt, kannst du es mir ja verraten.” Da sie verheiratet ist und ich nicht wirklich interessiert bin, wird es jetzt Zeit den Abend zu beenden, bevor das Ganze hier noch persönlicher wird. “Wir gehen jetzt. Es war nett mit Dir zu plaudern.” – “Ja. Vielleicht sieht man sich mal wieder. Dann weiß ich bestimmt auch an wen Du mich erinnerst und sage es Dir.” – “Gut. Mach das. Bis dann.” Und weg bin ich.

Frauenwoche
Kaum bin ich am Freitag zurück zu Hause, erhalte ich eine SMS von Leonetta. Sie fragt, ob ich ihr heute einen Gefallen tun kann. Heute nicht. Am späten Nachmittag treffe ich mich mit Kaugummi Nadine im Café del Sol. Sie hat viel zu erzählen und während sie das tut, schaue ich sie mir an. Ihre blauen Augen gefallen mir, haben sie schon immer. Ihre Zähne finde ich auch gut, selbst ihre Frisur finde ich heute gut. Merkwürdig. Wie kommt denn das bloß? Unser Gespräch empfinde ich ebenfalls als sehr angenehm und es verläuft völlig harmonisch. Das gefällt mir auch. Wir werden von Treffen zu Treffen besser. Jetzt mache ich ihr sogar ein Kompliment für ihre Frisur. So etwas mache ich sonst nie. Ich weiß nicht, eigentlich sollte sie mir nicht gefallen. Da ich gerade etwas verwirrt bin, sage ich ihr, dass ich überlegt habe, sie mal zu mir einzuladen und dass ich ein paar Kerzen anzünde, wenn sie bei mir ist. “Da könnte man ja fast auf den Gedanken kommen, dass Du was vorhast.” – “Nein! Wir kennen uns jetzt so lange, da bedeutet das nichts.” Da habe ich gerade nochmal die Kurve gekriegt. Obwohl, wenn ich ehrlich bin, war das vielleicht doch keine so gute Antwort. Aus der Vorlage hätte ich mehr machen sollen. Oder doch nicht? Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich bin heute nicht zurechnungsfähig und sollte aufhören ihr immer in die Augen zu gucken. Auch wenn sie darauf nicht reagiert, muss ich damit jetzt aufhören. Und warum grinse ich sie ständig so blöd an. Hoffentlich merkt sie das nicht. Wenig später endet zum Glück unser Treffen. Gut, dass jetzt wieder ein paar Monate bis zum Wiedersehen vergehen werden.

Berta
Am Donnerstag um 17.00 Uhr besucht mich Berta. Ihr offensichtliches Interesse an mir, welches mir schon während der Umschulung geschmeichelt hat, musste früher oder später vermutlich zu einem Treffen führen. Berta ist ca. 1,60m, blond, mollig und hat heute schwarz lackierte Fingernägel. Vermutlich, weil ich irgendwann erwähnt habe, dass ich darauf stehe. Zumindest bin ich arrogant genug, mir das einzubilden. Sie hat sieben Bananen für mich mitgebracht. Meine Vorliebe für Bananen scheint mittlerweile überall bekannt zu sein. Mit Bananen kann man mich vielleicht sogar rumkriegen. Wobei ich gestehen muss, dass ich derzeit von fast jeder Frau, die irgendwas hat, was mir gefällt, rumzukriegen sein könnte, wenn ich nicht aufpasse. Ich bin wie ein geiles Äffchen, dass ständig ans ficken denkt und alle Weibchen besteigen will. Mein Verstand befindet sich zu oft zwischen meinen Beinen. Früher war ich definitiv anders. Doch früher ist vorbei und ich habe eine Frau zu Besuch, die bestimmt dazu bereit ist, mit mir zu schlafen. Wozu also die vielen Gedanken? Wir unterhalten uns gut und über viele verschiedene Themen, bis wir beim Thema Männer und Frauen landen. Wir reden über Männer, die für sie in Frage kommen. Nachdem wir über viele Männer, die wir z.B. von der Umschulung kennen, gesprochen haben, wissen wir, dass sie keinen davon küssen will. “Dann musst Du mich wohl küssen.” – “Ich weiß ja nicht, ob Du das willst.” Schon, aber ich lasse die Frage unbeantwortet und wir wechseln kurz das Thema, bevor wir wieder zum Thema küssen zurück kommen. Ich sage ihr, dass ich es gut finde, wenn Frauen den ersten Schritt machen. Sie sagt, dass sie so etwas nicht kann, weil sie Angst vor einer Abfuhr hat. Ich habe das Gefühl, dass hier alles darauf hinausläuft, dass wir uns bald küssen. Da ich noch unentschlossen bin, wechsle ich erneut das Thema. Ich muss gestehen, dass ich hin und hergerissen bin. Ich mag Berta und weiß, dass ich alles damit kaputt mache, wenn wirklich etwas zwischen uns läuft. Ich werde meinen Spaß haben, eine weitere Frau gehabt haben und sie dann loswerden wollen. Eine Freundschaft ist dann nicht mehr möglich und ich werde mich wie ein Arschloch verhalten. Diese immer häufiger auftretende Gier nach bedeutungslosem Sex, ist mittlerweile manchmal echt übel. Irgendwas stimmt nicht mit mir. Trotz dieser Gedanken und der Sympathien für Berta, kann ich meinen Wunsch, Sex mit ihr zu haben, nicht abwehren.


Wie es mit Berta an dem Abend weiterging und ob es noch andere fragwürdige Treffen mit anderen Frauen gab, verrate ich hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: