Termin in der Hautklinik

Nach etwas intensiverer Parkplatzsuche und einer Unachtsamkeit, die dazu führt, dass ich das Coupé direkt in ein Schlagloch steuere, finde ich tatsächlich einen freien Parkplatz, bei dem ich keinen Parkschein ziehen muss. Nach kurzer Wanderung erreiche ich die Klinik, finde irgendwann die Hautambulanz und warte fast 15 Minuten, bis ich mich endlich anmelden kann. Anschließend sitze ich fast zwei Stunden im Wartezimmer, langweile mich und beschließe, dass ich einfach nicht für Wartezimmer gemacht wurde. Außerdem beschließe ich, dass die hier zu blöd sind, Termine so zu vergeben, dass die Wartezeiten nicht ausarten. Wenig später erfahre ich, dass heute nur ein Arzt da ist. Ob es nur deshalb so lange dauert, weiß ich nicht, kann es aber auch nicht ausschließen.

Der Arzt ist sehr jung und ich frage mich, wie man direkt nach dem Abitur schon als Arzt arbeiten kann, finde aber keine Antwort. Der Arzt nimmt sich Zeit, stellt einige Fragen, schreibt alles auf und betrachtet dann die wenigen Stellen, die derzeit optisch besonders auffällig sind. Optisch hat meine Haut heute einen guten Tag, abgesehen davon, dass sie extrem trocken ist und schuppt. Eine Stelle unterhalb des rechten Hüftknochens wird ausgewählt. Dort will man demnächst eine 6 mm große Probe entnehmen. Eine ziemlich ungünstige Stelle für den anschließenden Heilungsverlauf. Die Stelle soll im Anschluss mit zwei Stichen genäht werden und etwa zwei Wochen später bekomme ich einen weiteren Termin, um das Ergebnis zu besprechen. Es könnte sich um einen Pilz handeln, oder etwas anderes, was ich direkt wieder vergesse, weil ich gedanklich nicht ganz bei der Sache bin. Erstaunlich finde ich, wie viel Zeit der Arzt sich genommen hat, um sich einen Überblick über meinen Zustand zu machen. Im Vergleich zu den meisten Ärzten, die stupide ihre Fließbandarbeit verrichten, ist das wirklich angenehm und so sollte es eigentlich immer sein.

Da ich nur montags frei habe, muss ich leider vier Wochen warten, bis die Hautprobe genommen wird. Ich bin wirklich ein ganz wunderbarer Arbeitnehmer. Weitere zwei Wochen später erfahre ich, was die Probe ergeben hat. Bis zum Termin in vier Wochen darf ich die Stelle nicht mehr behandeln, was irgendwie logisch ist, denn schließlich muss da ja etwas sein, um es untersuchen zu können. Es juckt zwar an der Stelle nicht, aber bei mir juckt es halt zumeist nur dort, wo es keine sichtbaren Schäden gibt, was zwar merkwürdig ist, aber nicht zu ändern. Irgendwas läuft seit Monaten schief bei meiner Haut und jetzt gibt es erstmals einen Plan, wie man weiter vorgeht, was ich sehr begrüße. Mal schauen, wie sich die Stelle ganz ohne Behandlung entwickeln wird.

6 Kommentare

  1. Ich freue mich, dass der Termin so gut gelaufen ist und hoffe wirklich sehr für Dich, dass es endlich mal zu verwertbaren und behandelbaren Ergebnissen führt! 🤞🍀

  2. Zwei Stunden Wartezeit, Mann, da wäre ich aber geladen!
    Anderseits wieder besänftigt, weil der Arzt sich ja trotzdem Zeit genommen hat (hinter dir staut sich das Ganze dann mittlerweile zu zweieinhalb Stunden Wartezeit…)
    Immerhin bist du jetzt in der Mühle drin und hast sogar eine Chance, dass dir geholfen wird. Möge es klappen!

  3. …. hmm ich kannte vor ein paar Jahren einen Echsenmenschen. Der wurde auf seinem Heimatplanet genmanipuliert und mit gelöschtem Gedächtnis zu uns geschickt.
    Der hatte auch ähnliche Probleme, da der Echsen-Häutungsprozess nicht komplett neutralisiert wurde. Versuch einfach mal kräftig am Ohr zu ziehen. Wenn dabei die Kophaut teilweise mit abgelöst wird, ist es das.

    Galaktische Grüße
    Jens

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