Das Ende eines weiteren Arbeitsjahres, 4,2 % über dem Strich und die Zukunft

Der dritte Jahreswechsel in Folge, den ich nicht als Arbeitsloser verbringe steht bevor. Ich jage quasi meinen eigenen Rekord, was das angeht. Die Maßnahme endet auch bald, doch mit drei Vermittlungen kurz vor Jahresende gab es einen unerwarteten Aufschwung. Besonders überrascht bin ich von den Teilnehmern, die letztlich einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben. Es haben sich quasi drei Außenseiter fast zeitgleich einen Job besorgt und retten damit möglicherweise am Ende unseren Arsch. Denn wenn jetzt bis zum Ende der Maßnahme nichts mehr Außergewöhnliches passiert, könnte es sein, dass wir ganz knapp über dem Strich bleiben. Stand heute etwa 0,5% darüber. Ich wäre damit durchaus zufrieden und hätte somit zumindest die Mindestanforderungen erfüllt als Maßnahmeleiter. Vergleichbar vielleicht mit einem Fußballtrainer, der das Minimalziel Klassenerhalt geschafft hat, aber anschließend gegen einen hoffentlich erfolgreicheren Nachfolger ausgetauscht wird. Das ist zwar nichts womit man werben kann, aber immerhin etwas.

Neuesten Gerüchten zufolge gibt es keine neue Auflage dieser Maßnahme, weil unter anderem im nächsten Jahr die anfangs zu hundert Prozent geförderten Jobs kommen und somit einen Teil der Langzeitarbeitslosen, und solche, die auf dem Weg dahin sind, ins Berufsleben befördern. Damit verlieren wir einen nicht gerade kleinen Teil an Teilnehmern, was die Maßnahme wohl überflüssig macht. Des einen Freud, des anderen Leid. So läuft es im Leben. Wenn ich vor über zwei Jahren meine Arbeitslosigkeit nicht einfach so weggeschmissen hätte, wäre das neue Programm mit dem wohlklingenden Namen “Teilhabe am Arbeitsmarkt” möglicherweise auch was für mich gewesen. Richtig verrückt wäre es, wenn ich durch das neue Programm wieder zu einem Langzeitarbeitslosen werden würde. Andererseits würde sich so ein Kreis schließen und alles wäre so, wie es früher war. Die alte Ordnung wäre wiederhergestellt.

4 Kommentare on "Das Ende eines weiteren Arbeitsjahres, 4,2 % über dem Strich und die Zukunft"


  1. Ich drücke Ihnen den Daumen!

    So wie ich Sie einschätze, können Sie ohne eine geregelten Tagesablauf mit Arbeit nicht wirklich gut. Freie Tage sind ja recht schön – langweilen aber einen mit der Zeit auch.

    Dieser Beitrag wurde mit geschätzten 1,5 Promille aufgeschrieben und ich schäme mich jetzt schon für die Rechtschreibfehler ^^

    Schreibt eigentlich noch jemand von “Rechtschreibfehlern”??? Nennt sich das heute Autokorrektur? Ach, lasst mich einfach sterben …

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