Auf welche Zähne ich nicht verzichten will, aber verzichten muss

Weil ich ja bald in dem Alter bin, in dem man, laut irgendeinem Zahnarzt, auf gewisse Zähne verzichten kann, trifft es sich gut, dass mir mittlerweile drei der vier Zähne, die laut dem Zahnarzt ab dem 50. Lebensjahr nicht mehr benötigt werden, gezogen wurden. Abgesehen davon, dass man sich an vieles gewöhnen kann, vor allem, wenn man keine Wahl hat, muss ich sagen, dass ein Leben ohne Zahn 47 bisher nichts für mich ist. Es fühlt sich falsch an, fast wie eine Behinderung. Da fehlt eindeutig ein Kauwerkzeug und muss meiner Meinung nach dringend ersetzt werden. Das kann aber auch reine Kopfsache sein, weil ich ja trotzdem ganz normal essen kann. Dennoch ist es beschlossen, dass ein Implantat die Lücke füllen wird.
Ganz anders sieht es auf der anderen Seite aus, denn dort herrscht nach der Extraktion der Zähne 27 und 37 durchaus ein Gleichgewicht. Hätte ich genügend Geld zur Verfügung würde ich dort dennoch Implantate setzen lassen, doch weil dem nicht so ist, werde ich auf der Seite wohl den Rest meines Lebens auf Zahnersatz für die Zähne 27 und 37 verzichten müssen, weil ich es mir einfach nicht leisten kann. Vielleicht sollte ich es mit einem Spendenaufruf versuchen. Als Gegenleistung würde ich auch einen Schriftzug des Spenders/der Spenderin auf dem Zahn anbringen lassen. Auch könnte ich potentielle Spender huldigen und deren Werbung auf mein Coupé kleben. Oder auf mein Shirt. Oder ich lasse mir einen Schriftzug auf den Hinterkopf tätowieren. Aber ob so 2 x 2300 Euro zusammenkommen, darf bezweifelt werden. Andererseits hätte ich es durchaus verdient ein vollständiges Gebiss zu haben. Aber nicht immer bekommt man was man verdient, oft verdient man nicht einmal das, was man bekommt. Ganz schön kompliziert. Falls mir dennoch jemand neue Zähne spendieren will, sage ich jedenfalls nicht nein. So viel steht fest.

2 Kommentare on "Auf welche Zähne ich nicht verzichten will, aber verzichten muss"


  1. Allmählich könntest du das Blog umbenennen.
    Ich finde es befremdlich, wie so nach und nach immer mehr Zähne zum Problemfall werden. Gibt es denn nicht mal einen Internisten der sich deiner annimmt und vielleicht herausfindet, was sich in deinem Körper abspielt?
    Sind ja noch mehr Baustellen, und da ist doch im Gefüge schwer was durcheinander?!

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    1. Der Verfall scheint ein angemessener Blogname zu sein.
      Bisher habe ich mich geweigert sonstige Ärzte zu konsultieren, weil ich die meist komisch finde. Aber mittlerweile denke ich tatsächlich darüber nach. Abwarten, was mein Blut so verrät.

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