Kostenvoranschlag fürs Implantat

Nachdem die junge Zahnärztin meine Zähne begutachtet und nichts zu beanstanden hat, geht es ab in den Besprechungsraum. Eine Mitarbeiterin überreicht mir den Kostenvoranschlag, der höher als erwartet ausfällt. Fast 2500 Euro soll der Spaß mich kosten, was mir durchaus die Stimmung vermiest. Weil ich alt und verwirrt bin, frage ich nicht weiter nach, nehme den Kostenvoranschlag und verlasse die Praxis. Zu Hause schaue ich mir die ganzen Zahlen und Begriffe mal genauer an. Ich habe, wenn ich das richtig verstehe, Privatleistungen in Höhe von 199,98 Euro zu bezahlen. Diese Leistungen werden gesondert aufgeführt und gehören natürlich zu den Leistungen, die Krankenkassen grundsätzlich nicht zahlen. Für mich klingen all diese Leistungen auch nicht als wären sie etwas Besonderes, sondern nach ganz normalen Dingen, die während einer solchen Behandlung gemacht werden müssen. Aber da die Behandlung wohl alles andere als normal ist, wird es schon stimmen. Implantate sprengen halt der Rahmen von so gewöhnlichen Krankenkassen.
Doch es wird noch interessanter, denn es wird auch eine Überwachung von Sauerstoffsättigung und Blutdruck, entsprechend intensivmedizinischer Überwachung und Behandlung auf einer dafür eingerichteten gesonderten Betteneinheit bezahlt. Ich hatte nie verlangt, während und nach der Behandlung ein Schläfchen zu machen. Sehr merkwürdig. Dazu kommt ein Zuschlag bei nichtstationärer Durchführung von zahnärztlich-chirurgischen Leistungen. Klingt durchaus widersprüchlich, aber da verstehe ich sicher etwas falsch. Ebenso zu bezahlen ist die Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und –implantation. Ich wusste gar nicht, dass eine Knochenaufbereitung nötig sein würde. Möglicherweise habe ich nicht richtig zugehört, als mir die junge Zahnärztin alles erklärt hat. Vielleicht sollte ich generell nicht mehr mit jungen Frauen reden, wenn es um meine Zukunft geht.

Weil ich dummerweise kein vermögender Mann bin und ein wenig meine Ausgaben überwachen muss, werde ich in den nächsten Tagen Kontakt zur Praxis aufnehmen müssen, um mir all diese Dinge und deren Notwendigkeiten erklären zu lassen. Im Optimalfall spare ich dann vielleicht sogar 50 Euro. Mein Zahnabenteuer sorgt jedenfalls auch weiter dafür, dass mein Leben aufregend bleibt und ich montags immer eine Aufgabe habe

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