Waschball statt Waschmittel

Als Petra sich vor einiger Zeit spontan einen Waschball zugelegt hat, fing ich an mich dafür zu interessieren. Da Petra das Waschen mit dem Waschball positiv vermittelte, legte ich mir wenig später auch einen solchen zu. Diesen Waschball testete ich regelmäßig bei 30-Grad Wäsche. Anfangs noch gemeinsam mit einem Hygienespüler, weil ich irgendwie misstrauisch bin, testete ich den Waschball später ohne weitere Zusätze. Was ich letztlich wirklich davon halten soll, weiß ich nicht. Ist die Wäsche, wie zumeist bei 30-Grad Wäsche, nicht wirklich verschmutzt, gibt es diesbezüglich auch keine Klagen. Der Versuch mit einer Jeans, die etwas matschig an den Beinen war, zeigte allerdings, dass in so einem Fall eine Vorbehandlung nötig ist. Der Geruch der Wäsche nach dem Waschen ist bisher nicht unangenehm und diesbezüglich scheint ein Waschmittel absolut nicht zu fehlen. Beim Kurzwaschprogramm versagt der Waschball allerdings aus meiner Sicht völlig. Deo oder Parfum, welches ich vorher versehentlich oder absichtlich auf Pullover gesprüht habe, riecht nach der Wäsche noch immer. Dagegen kommen Wasser und Waschball nicht an. Bei 30-Grad Wäsche, die nicht wirklich verschmutzt ist, kann man den Waschball durchaus verwenden. Die Frage, die ich mir stelle, ist allerdings, ob ich komplett ohne Waschball nicht auf das gleiche Ergebnis käme. Vielleicht reicht Wasser alleine bei nicht verschmutzter 30-Grad Wäsche völlig aus. Das muss ich bei Gelegenheit vielleicht mal testen. Bei 60-Grad Wäsche, dir nur mit Waschball und ohne Waschmittel gewaschen wird, bin ich nicht wirklich überzeugt, kann aber nicht genau sagen warum. Irgendwie fehlt mir die Frische, aber das kann auch Kopfsache sein. Aus meiner Sicht spricht bisher sehr wenig für den Waschball. Er taugt also, wenn überhaupt, nur für nicht verschmutzte und nicht riechende 30-Grad Wäsche und ist smit aus meiner Sicht keine Kaufempfehlung. Ich werde den Waschball noch ein paar Mal testen, denke aber, dass sich an meiner Meinung nichts mehr ändern wird. Schade, aber einen Versuch war es wert.

10 Kommentare on "Waschball statt Waschmittel"


  1. Bin fasziniert, was ich hier alles lerne. In der Beschreibung steht, bei Flecken ggf. vorbehandeln. Scheint sich tatsächlich nur für mildes Waschen zu eignen. Schau ich mir nochmal genauer an. Mir kamen dabei Waschnüsse als Alternative in den Sinn, aber alles nicht ökologisch einwandfrei. Waschen mit Kastanien ist auch möglich, das fand ich interessant.

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  2. Ich bin ein bisschen skeptisch geworden bei der Beschreibung, man solle ihn nach 25 Wäschen in die Sonne legen, damit sich die Mineralien wieder “aufladen” können. Sowas kennt man eigentlich eher aus der Esoterik.

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      1. Ich habe in einem Unternehmen meine Ausbildung gemacht, das Waschrohstoffe herstellt. Deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen: nur grenzflächenaktive Substanzen, die in der Regel aus Tensiden bestehen, können Schmutz und Flecken entfernen (und Waschbälle enthalten definitiv keine Tenside). Moderne Tenside sind in Kläranlagen zu nahezu 100 % abbaubar, die zusätzlich eingesetzten Enzyme (lösen Fett und Stärkerückstände aus der Wäsche) und die Oxidationsmittel (=”Bleiche”) sind auch kein Problem für eine aktuelle biologisch/chemische Kläranlage.

        Einfaches Beispiel: man würde sicher auch kein Geschirr spülen ohne Zusatz von Spülmittel. Denn das ganze Fett kann alleine mit Wasser nicht vom Spülgut entfernt werden, einfach, weil es nicht wasserlöslich ist. So ist es auch beim Waschen: viele der Flecken sind einfach nicht wasserlöslich und können ohne Zusatz von Tensiden nicht abgelöst werden.

        Ich habe verzweifelt versucht, das Funktionsprinzip von Waschbällen herauszubekommen und nichts gefunden. Da ist allenfalls die Rede von Keramik und Ionen, aber näher wird nicht darauf eingegangen. Das finde ich ein bisschen dürftig.

        Mein Tipp: es gibt besonders umweltfreundliche Waschmittel, z.B. von Frosch. Wenn man die Umwelt schonen will, sind die eine gute Wahl. Auch Gallseife enthält ein natürliches Tensid, wäre auch eine Möglichkeit. Wenn Du mit dem Waschball nicht zufrieden bist, dann ist das eben so 😉 und dann solltest Du wieder auf normale Waschmittel umsteigen. Wie gesagt, umweltmäßig definitiv keine Katastrophe.

        Öko ist schon super, denn wir haben nunmal nur eine Umwelt, die wir definitiv nicht zerstören sollten. Aber es muss auch funktionieren, ansonsten ist es Murks 🙂

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  3. Persil sensitiv. Mehr ist nicht nötig für ein gutes waschergebnis und einen angenehmen Geruch. Wenn das Waschmittel bei rossman Im Angebot ist, bevorrate ich mich. Alternative Waschmittel habe ich getestet und für nicht so gleichwertig gefunden.

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  4. Vielleicht will ich die Umwelt aber auch nicht schonen, sondern nur ein gutes Gefühl haben. Was weiß man schon

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