Andernach – Tag 5

Der Tag beginnt sonnig, weshalb ich mich direkt nach dem Frühstück auf den Weg zum Rhein mache, um dort zu sitzen und das leider mittlerweile furchtbare Buch „Da muss man durch“ zu Ende zu lesen. Auf der Bank neben mir sitzt eine Frau und redet fast permanent auf ihre Hund ein. Ich bin froh, dass ich nicht ihr Hund bin. Weil in der Nähe Grünpflege stattfindet, was viel Lärm verursacht, gehe ich an eine andere Stelle und setze mich dort auf eine Bank. Auf die Bank neben mir hat jemand geschissen, was ich erst bemerke als der Geruch zu mir rüber weht. Ich mache ein Foto von dem Haufen und kehre zu der Bank mit Blick auf den Rhein zurück, weil die Grünpflege erledigt ist.

Nach dem Mittagessen fängt es an zu regnen, weshalb ich Stunden in der Wohnung gefangen bin. Der letzte Urlaubstag ist wettertechnisch ein ziemlicher Reinfall, aber ich denke, dass mein Körper das zu schätzen weiß. Die Vermieterin hat mir heimlich ein Stück Kuchen in den Flur gestellt, was ich sehr entzückend finde. Und ein Mini Pick Up. Seit Jahren habe ich kein Pick Up mehr zu mir genommen, doch heute gönne ich es mir als Nachtisch. Jetzt weiß ich wieder, wieso ich das früher so gerne gegessen habe.

Als es irgendwann aufhört zu regnen, kaufe ich mir bei Tedi ein paar Magnete. Das hatte ich schon so lange vor. Somit habe ich mir kurz vor Ende des Urlaubs einen weiteren Wunsch erfüllt. Es folge eine letzte Wanderung durch den Ort. An manchen Stellen erinnert mich Andernach an Oberwesel, aber es kann auch sein, dass ich mir das nur einbilde. Am Rhein verweile ich nicht mehr zu lange, weil es irgendwie frisch ist und die Bänke nass sind. So werfe ich einen letzten Blick auf den Rhein und freue mich auf ein mögliches Wiedersehen im nächsten Jahr. Der nächste Urlaub führt mich an die Mosel, aber bis dahin fließt noch sehr viel Wasser den Rhein runter.

Die Zeit ist natürlich irgendwie verflogen, obwohl ich bis gestern immer noch dachte, dass genug Zeit ist. Jetzt packe ich schon die ersten Sachen, weil ich bis morgen spätestens um 10.00 Uhr abreisen werde. Irre. An meinem letzten Tag bin ich lediglich 8 Kilometer umher gewandert. Meine Beine tun mir weh, aber den Knien geht es gut.

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