Online-Schulungsreihe

Es ist hinlänglich bekannt, dass ich Veränderungen und Neues grundsätzlich erstmal ablehne. Das ist ein Knall, der sich auch nicht mehr abstellen lässt. Darum ist meine Freude auch immens als ich erfahre, dass für alle Mitarbeiter eine Online-Schulungsreihe vorgesehen ist. Nicht nur, dass mich das Thema zunächst nicht so anspricht, vielmehr bin ich kein Freund von Videokonferenzen. Videotelefonie war noch nie mein Ding und Videounterricht klingt so gar nicht verlockend für mich. Thema der Schulungen: Die verbesserte technische Durchführung (- welche Möglichkeiten habe ich technische Hilfsmittel bei Online Schulungen und Coachings mit den Kunden einzusetzen – ) und wie kann ich meine Schulungen und Gespräche didaktisch / inhaltlich abwechslungsreich aufbereiten? Natürlich wäre es sicher hilfreich, wenn ich meine Gespräche didaktisch / inhaltlich aufwerten täte, aber bis ich dank der Schulung dazu in der Lage sein werde, bleibe ich skeptisch. Zu verdanken haben wir diese Schulung, nach der wir auch ein Zertifikat bekommen, dem neuen Mitarbeiter, der auch schon das Jobspeeddating erfolgreich eingeführt und etabliert hat. Interessanterweise sind wir hier am Standort auch dabei die erfolglosesten, aber das wird nach dem zweiten Jobspeedating sicher auch anders sein und unsere aktuelle Quote, die derzeit bei lediglich 23,07% liegt, nach oben katapultieren. An anderen Standorten war das Jobspeedating, so höre ich oft, ein so großer Erfolg, dass manche Maßnahmen nicht mehr genug Teilnehmer haben, weil die Teilnehmer fast alle direkt nach dem Jobspezifisch einen Job hatten. Nur halt nicht bei uns. Dieser neue Mitarbeiter bringt wirklich Schwung in den Laden und löst Blockaden von denen wir nicht wussten, dass wir sie haben. Nein, das ist so nicht richtig, der neue Mitarbeiter löst Blockaden, die unsere Mitarbeit so mittelmäßig sein lassen. Dank der Schulung werde ich bald ein besserer, aber vor allem erfolgreicherer Coach sein. Darum stehe ich den Schulungen so offen, wie es mir eben möglich ist gegenüber. Vielleicht kann ich meine neuen Fähigkeiten sogar privat nutzen, wenn ich doch wieder mit dem Daten anfange und versuche Frauen zu verführen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto positiver bin ich gestimmt und kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.

Leider wird meine Euphorie am Ende der Woche ein wenig eingebremst als Örge mir vom ersten Schulungstag erzählt. Sie ist nämlich in einer der ersten Gruppen und wenig begeistert. 45 Minuten hat der Mitarbeiter, nennen wir ihn Nils, gelabert und gelabert und alle Teilnehmenden hatten große Mühe nicht einzuschlafen. Vielleicht hatten die alle einfach nur die falsche Einstellung. Davon lasse ich mich nicht beeinflussen und werde nächste Woche voller Zuversicht und hochmotiviert diese Schulung über mich ergehen lassen, um ein besserer Coach zu werden.

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