Filmkritiken: The Texas Chainsaw Massacre | Saw Spiral | Eternals

Drei weitere Filme, die mich leider enttäuscht haben, durfte ich mir in den letzten Tage ansehen.

Jahre hat es gedauert bis ich mir The Texas Chainsaw Massacre einen Kultfilm der 70er Jahre endlich angeschaut habe und ich bereue nicht, dass ich ihn so lange nicht gesehen habe, denn der Film ist wenig unterhaltsam. Es machte mir keine Freude die Laiendarsteller bei ihren laienhaften Darstellungen zu beobachten. Es war anstrengend den Dialogen zu lauschen und den Protagonisten dabei zuzusehen, wie sie versuchen zu schauspielern. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass so ein Film in den 70ern etwas besonders war, wegen der Geschichte, aber das ändert nichts daran, dass er heute doch eher lächerlich daherkommt, Kultfaktor hin oder her. Er mag auch Vorbild für eine ganze Reihe von Filmen, die danach entstanden sind, sein. Dennoch macht es keinen Spaß dem Schauspiel zuzusehen. Besonders das Finale, als der Mann mit der Kettensäge der Frau hinterherläuft, ist ziemlich albern und könnte heute von jeder Grundschulklasse ähnlich spannend inszeniert werden. 1974 war das sicherlich neu, erschütternd, beängstigend. Heute leider nicht. Heute kann man maximal milde lächeln oder ratlos den Kopf schütteln. Mich kann The Texas Chainsaw Massacre leider nicht begeistern.

PS: Es stimmt, ich habe mir tatsächlich gewünscht, dass der Mist nach zwanzig Minuten zu Ende gewesen wäre.

 

Man kann von den alten Saw-Filmen nichts halten oder sie mögen, aber im Vergleich zu dem Versuch mit Saw Spiral die alte Geschichte wieder aufleben zu lassen, sind es echte Filmperlen, denn die Neuauflage hat irgendwie gar nichts zu bieten, was eine Rechtfertigung für eine Neuauflage sein könnte. Der Anfang lässt zwar hoffen, dass es unterhaltsam werden könnte, doch spätestens als Detective Ezekiel „Zeke“ Banks (Chris Rock) auftritt ist der Film verloren. Die Geschichte um Banks, seinen Vater (Samuel L. Jackson) und korrupte Polizisten wäre auch schon schlecht, wenn man sie ohne die Saw typischen Folterungen erzählt hätte, doch die Brücke zwischen furchtbarer Copgeschichte und Saw ist einfach nur unpassend, vorhersehbar und unnütz. Immerhin sind die Tötungen die einzigen Momente in denen so etwas wie Spannung aufkommt. In der Polizeigeschichte herrscht nur Langeweile, die gewürzt wird mit grausigen Dialogen. Samuel L. Jackson hilft dem Film auch nicht und am Ende kann man nur hoffen, dass dieses Werk des schlechten Geschmacks keine Fortsetzung finden wird.

 

Die Eternals sind Superhelden, die schon ewig auf der Erde leben und die Menschen vor den Deviants zu beschützen. Und zwar nur vor den Deviants, darum haben sie auch nicht geholfen Thanos zu besiegen. Die Eternals sind fast unsterblich, aber manche erwischt es im Kampf dann doch.
Insgesamt bin ich mit den Eternals einfach nicht warm geworden. Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch. Bei Ikarus (Richard Maddden) dachte ich zwar auch an Superman, aber vielmehr kam er mir vor wie Homelander von The Boys. Thema (Angelina Jolie) hätte dringend eine Therapie benötigt und Kingo (Kumail Nanjianai) wäre vermutlich wirklich besser in einem Bollywood-Film aufgehoben gewesen. Sind die Actionszenen noch recht unterhaltsam und kurzweilig, fand ich die Dialoge doch eher fade und irgendwie unnatürlich. Diese Superheldengeschichte gab irgendwie kein gutes Gesamtbild und war für mich ähnlich enttäuschend wie schon Black Widow. Vielleicht ist die Zeit der Superhelden tatsächlich langsam vorbei. Oder ich bin zu alt dafür geworden. Die Laufzeit spricht auch sehr gegen die Eternals, denn man hätte locker eine Stunde weglassen können und am Ende vermutlich nichts verpasst. Vielleicht kann man in einer möglichen Fortsetzung Ikarus, der vermutlich eh verglüht ist, durch Homelander ersetzen. Würde vermutlich auch nicht helfen, fände ich aber irgendwie witzig.

Weitere Filmkracher gibt es hier.

10 Kommentare

  1. Hm, habe kurz überlegt, aber ich möchte mir Richard Madden als Bodyguard nicht versauen. Da fand ich den richtig gut, vor allem im Originalton. Den arroganten, crazy Homelander mag ich nicht. Im Juni soll aber endlich die nächste Staffel von The Boys kommen. 🍿

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