Selbstreflexion

Was gibt es Schöneres als am Wochenende über sich und sein Leben
nachzudenken? Vermutlich tausend Dinge, doch dazu müsste man seinen Arsch
hochkriegen, weshalb das nichts für mich ist. Und so sinniere ich über mein Dasein
und komme erneut zu dem Schluss, dass ich ein passiver Feigling bin, der sich
permanent um sich selbst dreht und im Leben nicht wirklich etwas auf die Reihe
kriegt. Dazu hasse ich es Entscheidungen zu treffen, abgesehen von der
Entscheidung, nichts entscheiden zu wollen, und bin völlig resigniert. Seit
vielen Jahren lasse ich mich treiben und kann mich nicht leiden.
Wenn ich bei meinen sinnentleerten Gedanken über mich selbst
wenigstens neue Erkenntnisse gewinnen oder es mir helfen würde, mich zu optimieren,
dann wäre meine Entscheidung, meine Zeit auf diese Art mit mir zu verbringen, nachvollziehbar.
Doch weil dem nicht so ist, lande ich bei einer weiteren Sache, die ich
wirklich prima beherrsche. Zeit verschwenden. Bei so vielen tollen
Eigenschaften ist es mir unverständlich, dass ich noch nicht gestorben bin. Ich
sollte echt langsam aufhören, ständig über mich nachzudenken. Davon kriege ich
nämlich nur Depressionen.

2 Gedanken zu „Selbstreflexion“

  1. ich mache mir auch immer vorwürfe, dass ich eine faule nuss bin. ich muss unter anderem, diese wohnung streichen und die alten möbel rausschmeißen, damit die neuen platz haben, aber alles, was ich bislang (= in den drei wochen seit dem beschluss) geschafft habe, ist, einen kaputten staubsauer und fünf paar schuhe zu entsorgen (= vom schrank in den keller räumen).

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