Hübsch, aber innen hohl

Sie ist 25, kommt
zur Tür herein mit ihrem schönen Körper, trägt Kleidung, die wie gemacht für sie
zu sein scheint. Eine gut sitzende Jeans, ein schwarzes, enganliegendes
Oberteil und eine Jacke, die zu all dem perfekt passt. Sie grüßt, lächelt fast
schüchtern, ihre makellosen Zähne sind für einen Moment zu sehen. Ich nicke zu
ihr rüber. Sie zieht ihre Jacke aus, ihr Oberteil betont ihre Figur so gut es
ein Oberteil eben tun kann. Selbst unbekleidet ist sie sicher ein schöner
Anblick. Ihre Brüste schauen in meine Richtung und ich bin für einen Moment
unkonzentriert. Sie nimmt Platz und ich wende mich ab, denn ich weiß unter
dieser Hülle ist sie hohl.
Wenig später
sitze ich neben ihr, erkläre ihr etwas, lasse sie etwas schreiben und betrachte
ihre Arme. Leicht gebräunt, zart und verlockend. Ihr Hals, zum Anbeißen zart.
Ihre Haare einfach wunderbar, sicher weich und duftend. Nah genug sitze ich, um
ihren Geruch einzuatmen. Ich mag es, wenn Frauen gut riechen. Ihre zarten Finge
fühlen sich auf fremden Körpern sicher ebenso gut an, wie sich ihr Körper unter
fremden Fingern anfühlt. Ich schaue direkt in ihre Augen. Grün. Nicht meine
Farbe, dennoch sehr verführerisch. Wenn sie nur nicht so hohl wäre, was wäre
sie für eine attraktive, junge Frau.
So betrachte
ich die hohle Nuss und frage mich, ob sie mir gefallen würde, wenn sie nicht
sprechen könnte. Vermutlich nicht, weil ich weiß, dass sie innen hohl ist. Nur
eine leere Hülle ohne Substanz.

2 Gedanken zu „Hübsch, aber innen hohl“

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