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New Police Story

Jackie Chan in einer ernsten, fast schon dramatischen Rolle. Irgendwie funktioniert das nicht. Es sieht einfach irgendwie komisch und unglaubwürdig aus, wenn er als besoffener Polizist, der mit dem Leben nicht mehr klar kommt, durch die Gegend torkelt. Heulend ist er fast noch schlimmer. Und er heult tatsächlich in diesem Film. Spannung kommt nie auf und man leidet schon sehr, wenn man bis zum Ende guckt. Was den guten Jackie so deprimiert und fertig macht ist, dass bei einem Einsatz alle seine Leute getötet wurden und nur er überlebte. Frank (Nicholas Tze), der sich als Polizist ausgibt, aber keiner ist (wirklich sehr glaubwürdig) schafft es schließlich den guten Jackie, der in diesem Film übrigens Inspektor Wing heißt, wieder zu motivieren und so jagen die beiden die üblen Schurken, welche Jackie einst in die schwere Depression stürzten. Die Story ist so blöd und ausgelutscht, dass man gar nicht näher darauf eingehen braucht.

Fazit: Ein Glas Gurken hat einen höheren Unterhaltungswert.


New Town Killers

Völlig unerwartet und ohne ersichtlichen Grund bietet der Banker Alastair (Dougray Scott) Sean (James Anthony Pearson) 12.000 Pfund für ein Spiel an. Sean muss einfach nur die nächsten 12 Stunden am Leben bleiben. Sean willigt ein und die Jagd beginnt. Fortan wird er von Alastair und seinem Komplizen gejagt. Leider ist alles sehr vorhersehbar und die Spannungskurve weigert sich behaarlich zu steigen. Dougray Scott spielt dermßen unglaubwürdig, fast schon lächerlich, dass man ihm am liebsten den Hals umdrehen würde. Je länger der Film dauert, desto klarer wird, dass die ganze Story einfach nur hohl ist. So plätschert der sinnlose Film bis zu der blöden Auflösung und dem lächerlichen Ende einfach so vor sich hin. Der Abspann nach etwas mehr als 90 Minuten ist der erste und einzige Höhepunkt dieses durch und durch langweiligen und unsinnigen Films.

Fazit: Zu blöd, um gut zu sein.


Night of the living Deb

Durch verseuchtes Wasser werden viele Menschen in einer kleinen Stadt zu Zombies. Als Debbie (Maria Thayer) dies bemerkt, will sie sich zusammen mit Ryan (Michael Cassidy) retten. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg zu Ryans komischer Familie und müssen dabei den einen oder anderen Zombie aus dem Weg räumen.
Night of the living Deb ist eine unlustige Komödie, die mitunter ziemlich nervt. Die Grundidee ist gar nicht so schlecht, aber irgendwie ist das alles eher unlustig, manchmal sogar nervend. Aber man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob eine dicke Zombiefrau, die man im Kofferraum durch die Gegend fährt, witzig ist. Der irgendwie platte Humor, der immerhin einen, vermutlich zufälligen Lacher, bei mir verursacht hat, fällt leider zum Ende hin nochmal kräftig ab, so dass zwar ein harmonisches Gesamtbild entsteht, welches aber leider so gar nicht zu empfehlen ist.

Fazit: Da beobachtet man besser 90 Minuten Menschen an einer Supermarktkasse.


Night Train to Terror

Gott (Ferdy Mayne) und Satan (Tony Giorgio)sitzen in einem Zug, der in einer Stunde verunglücken wird, und vertreiben sich die Zeit damit, über das Schicksal von drei Menschen zu sprechen. Dazu schauen sie auf die Leben der drei Menschen. Alle Geschichten sind so quälend uninteressant und belanglos dämlich, dass es kaum zu ertragen ist. Bis der Zug endlich verunglückt, langweilen die Geschichten ebenso sehr wie Gott und Satan selbst. Stümperhafte Dialoge und Darstellungen, furchtbare Effekte, die billiger kaum sein können, und dazu eine Band, die zwischendurch singt und tanzt. Da wird einem schon beim Zusehen ganz anders. Spannend ist das alles natürlich zu keinem Zeitpunkt und weil alles obendrein auch noch lächerlich billig und amateurhaft inszeniert ist, kann man es auch gar nicht ertragen.

Fazit: Eine verkohlte Holzpuppe ist unterhaltsamer als diese dämlichen Geschichten.


Nobel Son

Thaddeus (Shawn Hatosy) entführt Barkley (Bryan Greenberg), um Lösegeld zu erpressen. Doch Barkleys Vater (Alan Rickman) weigert sich zunächst, zu bezahlen. Derweil erzählt Thaddeus Barkley, dass dessen Vater mit seiner Mutter gevögelt hat und er somit ein Halbbruder von Barkley ist. Nun wollen die beiden gemeinsam das Lösegeld erpressen und teilen. Als das geklappt hat, stellt sich heraus, dass Thaddeus mehr will und die Frau, in die Barkley sich verliebt hat, in Wahrheit Thaddeus Freundin ist und die beiden weitere, schräge Pläne haben. Zusammen mit seiner Mutter (Mary Steenburgen) und Detective Max (Bill Pullman) schmiedet Barkley einen Plan, um Thaddeus endgültig loszuwerden.
Das klingt durchaus interessant, ist es letztlich aber nicht. Dabei hatte die Story durchaus Potential zu einem guten Film zu werden. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen passieren zu viele Dinge, die einfach nicht stimmig sind. Da wird innerhalb einer Stunde ein Mini zusammengebaut, ein anderer per Fernbedienung durch ein Kaufhaus gesteuert, ohne wirklich sehen zu können, wohin gesteuert wird. Die Synchronisation ist sehr dürftig und trotz der bekannten Schauspieler, zu denen auch noch Danny DeVito und Ted Danson gehören, ist der Film meist langweilig, oft nervig und selten spannend.

Fazit: Da liest man besser ein Malbuch oder wäscht sich zwei Stunden die Haare.


Nymphomaniac Vol. I & II

Auf der Straße findet Seligman (Stellan Skarsgård) die verletzte Joe (Charlotte Gainsbourg). Er nimmt sie mit zu sich nach Hause und sie erzählt ihm sehr ausführlich aus ihrem Leben. Dabei geht es ausschließlich um Sex und in acht Kapiteln werden ihre Erlebnisse gezeigt. Die Sexszenen werden sehr deutlich dargestellt und man könnte glauben, dass man einen Porno sieht. Ob das jetzt nötig ist oder nicht, weiß vermutlich niemand wirklich. Die Geschichte könnte man als interessant, als realistisch oder aber als völlig krank bezeichnen. In erster Linie aber ist sie viel zu lang und ermüdend vorgetragen. Denn im Laufe der etwa 325 Minuten ist es durchaus nicht immer leicht, nicht einzuschlafen oder sich nicht für andere Dinge als den Film zu interessieren. Als Geschmacklos darf man den Film durchaus bezeichnen, weil eine selbst durchgeführte Abtreibung absolut krank ist. Besonders, wenn man dabei zusehen darf oder muss. Ob das nun Kunst oder schlichtweg Kacke ist, muss wohl jeder für sich selbst beurteilen. Zu lang ist Nymphmoniac aber auf jeden Fall. Und es gibt wahrlich unglaublich viele Sachen, die man stattdessen machen könnte.

Fazit: Die wahrscheinlich längste Schlaftablette der Welt.


© 08.2006 – 11.2018

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