Emden Tag 3

Als ich aufwache tut mir scheinbar alles weh und es fällt schwer, mich ordnungsgemäß zu bewegen. Das Wetter empfängt mich mit einem freudlosen grau und ich bin wieder einmal froh, dass ich ein paar Sachen für kühles Wetter eingepackt habe. Ich bin eine echte Frostbeule geworden. Normal kann das nicht sein.

Bei trübem Wetter geht es los zur Windmühle. Anschließend schaue ich mir an der Schleuse an, wie Schiffe hoch und runter bewegt werden. Irgendwie mag ich das. Überhaupt bewege ich mich nun in den schönen Ecken von Emden. So muss Urlaub sein. Nach zwei Stunden Wanderung wird es ziemlich warm. Ich will zurück zum Zimmer, mich umziehen und zum Italiener essen gehen. Dreißig Minuten sind es noch bis zum Appartement als plötzliche Sehstörungen einsetzen. Straßenschilder erkenne ich kaum, das Smartphone ist nicht mehr zu gebrauchen, weil ich auf dem Display überhaupt nichts mehr erkenne. Nach den Sehstörungen kommen immer Kopfschmerzen und ich habe keine Ibuprofen dabei, was ziemlich dumm ist. Aber ich habe auch nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet im Urlaub diese Probleme, die ich seit Monaten nicht hatte, auftreten. So irre ich in die Richtung, die mit richtig erscheint und nach etwa zwanzig Minuten kann ich wieder besser sehen. Teil eins dieser merkwürdigen Attacken ist somit fast vorüber. Die Kopfschmerzen lassen sich zum Glück Zeit, was mich wundert, aber auch freut. Endlich erreiche ich eine Apotheke, kaufe Ibuprofen, gehe sofort zum Appartement, nehme eine Tablette und lege mich hin. Ich schlafe ein, wache mit Nacken- und Kopfschmerzen auf, aber diese Schmerzen sind bei weitem nicht so schlimm, wie es oftmals der Fall ist. Dieser Urlaub ist wirklich voller Überraschungen. Gegen 14.00 Uhr stehe ich wieder auf, mache Nudeln und frage mich, ob regelmäßiger Sex so Merkwürdigkeiten verhindern könnte. Ich glaube nicht.

Später geht es wieder los. Langsam gefallen mir meine Ausflüge und ich bin zufrieden, auch wenn ich heute nur etwa zehn Kilometer habe, weil Regen weitere Ausflüge verhindert und ich auch etwas faul bin. So verbringe ich den Abend auf dem unbequemen Sofa und schaue TV.

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