Neujahr

Es ist bereits nach 10.00 Uhr als
ein fröhlich vor meiner Wohnung kreisender Hubschrauber mich aus meinem
Tiefschlaf reißt. So lange wollte ich gar nicht schlafen. Das ist kein Start
nach Maß. Kaum bin ich wach, mache ich mich daran, darüber nachzudenken, was
für geniale Vorsätze ich für dieses Jahr kreieren kann.
Sinnvoll und erwachsen wäre es
sicher, wenn ich mir vornehmen würde, das ganze Jahr nicht arbeitslos zu sein.
So etwas hat es seit meine Ausbildung nicht gegeben und wäre fast schon einen
Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde wert. Da mein Arbeitsvertrag nur noch ein
halbes Jahr gültig ist, könnte das eine echte Herausforderung werden. Weil ich
bekanntlich Dinge einfach so geschehen lasse, werde ich diesen Vorsatz vermutlich
dem Schicksal in die Hand legen. Immer schön alles delegieren. Ein guter Plan.
Der Vorsatz mehr Sport zu machen,
sollte ich leicht umsetzen lassen, da ich im letzten Jahr so gut wie nichts
gemacht habe. Andererseits gibt es sicher Gründe, warum das so war und diese
Gründe sind bestimmt ins Jahr 2017 übertragen worden. Es ist also vermutlich doch
kein leicht umzusetzender Vorsatz und muss klarer formuliert werden. Mindestens
einmal im Monat auf mein Fahrradergometer zu steigen, sollte machbar sein. Dazu
kann ich die fünfzig Crunches am Tag wieder einführen. Allerdings in
abgeschwächter Form, weil ich, wenn ich Arbeiten gehe, an den Tagen zu gar
nichts in der Lage bin. Fünfzig Crunches zweimal pro Woche klingen vernünftig,
obwohl mein Bauch, dem dieses Leben ohne Sport so gar nicht bekommt, täglich
gequält werden müsste, um nicht weiter an Form zu verlieren.
Meinen Vorsatz, mir im letzten
Jahr wenigstens einen Kurzurlaub zu gönnen, habe ich wie erwartet nicht
umgesetzt. Daher wird er wiederbelebt. Zwei Nächte am Stück außerhalb meiner
Wohnung an einem fremden Ort zu verbringen kann doch nicht so schwer sein.
Außer für mich natürlich.
So habe ich wieder die üblichen
Vorsätze beisammen. Es ist erschreckend, dass mir einfach nichts Neues
einfallen will. So setzt man keine Impulse. So ändert sich nichts und alles
bleibt fast so, wie es immer war.

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