Big Brother – The Battle

Die vierte Staffel sollte wieder etwas ganz besonderes sein. Mehr Spannung und weniger Langeweile. Das versprach auch schon der geniale Untertitel »The Battle«. Diesmal fand das ganze in einem richtigen Haus statt und nicht mehr in dem alten Container der ersten Staffeln. Das Haus verfügte über einen Luxusbereich und einen eher bescheidenen Bereich für die Loser. Die Kandidaten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und mussten irgendwelche aufregenden Spiele gegeneinander bestreiten. Die Verlierer wohnten danach im Loserbereich. Acht Kandidaten zogen zu Beginn der Staffel ein. Zehn weitere zogen im Laufe der Sendung nach. Jedes Mal, wenn einer der Kandidaten das Haus verließ zogen zwei neue ein. Dies wurde solange wiederholt bis 13 Bewohner im Haus waren. Dann wurden die Bewohner, wie aus den ersten Staffeln bereits bekannt, solange dezimiert bis es einen Gewinner gab. Leider durften die Bewohner nur Bewohner aus ihrem Team nominieren, was nicht ganz so prickelnd war.
Insgesamt war die vierte Staffel unterhaltsamer als die letzten Staffeln. Lediglich die letzten drei Wochen zogen sich wie Kaugummi und man sehnte das Ende herbei. Die Battles waren meist recht unterhaltsam. Die Bewohner im Gewinnerteam erwiesen sich als richtige Saufziegen und waren fast jeden Abend besoffen und feierten irgendwelche merkwürdigen Parties mit noch merkwürdigeren Spielchen. Im Team von Nadine ging es in den Spielchen meist darum einem anderen Teammitglied die Zunge möglichst tief in den Rachen zu schieben. Alkohol enthemmt halt. Während des Tages und vor den reichhaltigen Alkoholgenüssen waren die Bewohner eher gelangweilt und wussten oftmals nichts mit sich anzufangen. Also nahmen sie sich Zeit und drückten den Mitbewohnern Pickel am Rücken oder sonstigen Körperteilen aus. Das war wirklich schön anzusehen und brachte den einen oder anderen Zuschauer sicher auf die Idee mal wieder in den Zoo zu gehen.

Auch dieses Mal war der Gewinner ein arbeitsloser Ossi. Woraus sich wieder einiges schließen lässt. Ossis arbeiten nicht und rufen ständig dort an, wo es was zu gewinnen gibt. Widerrede zwecklos. Denn wenn viermal ein Ossi gewinnt, dann kann das kein Zufall sein, vor allem wenn man bedenkt was für Pappnasen immer gewonnen haben, den Sieger der ersten Staffel mal ausgenommen. Deshalb sollten wegen der Chancengleichheit in der nächsten Staffel entweder gar keine Ossis mitmachen oder alle Bewohner aus dem Osten kommen.

Folgende Bewohner sorgten für Unterhaltung

Michel, der Unausgeglichene. Der erste Schweizer bei Big Brother. Ein echter Gewinnertyp. Hat er zumindest von sich behauptet. Gemerkt hat man davon nix. Er war vom ersten Tag an mit der Situation im Haus überfordert, aufbrausend, ausfallend, seines Alters(angeblich 38) nicht würdig und hatte sich eigentlich nur im Schlaf unter Kontrolle. Wurde bei den Mitbewohnern immer unbeliebter wegen seines widerwärtigen Benehmens. Besonders erwähnenswert ist, wie er sich als Karaoke-Sänger versucht hat. Das war schon eine Art Körperverletzung, was er da zum Besten gab. Schon nach fünf Tagen zog er freiwillig aus. Trotz alledem hatte er einen hohen Unterhaltungswert und deshalb hätte der abgedrehte Schweizer noch ein bisschen länger bleiben können.

Marc, die Mütze. Auch er zog freiwillig aus. Einen Tag nach Michel. Ob er es ohne Michel nicht ertragen konnte? Was soll man zu ihm sagen? Er hatte eine Mütze mit und die trug er fast ständig. Ansonsten trat er kaum in Erscheinung. Er wäre besser zu Hause geblieben, denn für Unterhaltung hat er nicht gesorgt.

Gabriella, die Ungarin. Sie war schon beim Einzug ins Haus nicht wirklich sympathisch. Und das blieb auch so. Besonders störend war ihr Gequatsche mit diesem nervenden Dialekt. Es gab nur zwei Momente in denen sie sympathisch war. Erstens, als sie das Haus geputzt hat. Das war Klasse und passte zu ihr. Und zweitens, als sie ausziehen musste. Das war noch besser. Zu der Frage, die sie beim Auszug immer wieder gestellt hat »Was habe ich bloß falsch gemacht«, gibt es nur eine Antwort. »Du hättest nicht bei Big Brother mitmachen sollen«.

Carla. Dieses selbstverliebte Lästermaul blieb zum Glück nur eine Woche. Dann hatten die Zuschauer die Schnauze voll von dem Weib, welches so richtig abartig gucken und reden konnte. Eine solche Person hatte es noch nie bei Big Brother gegeben. Wo gräbt man nur solche Tussis aus? Carla war die Unerträglichkeit auf zwei Beinen. Man kann nur hoffen, dass man in Zukunft nix mehr von ihr hört.

Larissa, die Unbeliebte. Über sie wurde im Haus ziemlich oft gelästert. Besonders von den Frauen. Larissa stand irgendwie auf Lidschatten, gerne vor dem Spiegel und hat sich immer wieder interessante Frisuren gemacht. Außerdem war sie immer recht schnell beleidigt und hat auch ganz gerne mal geweint, wenn sie mal wieder kritisiert bzw. missverstanden wurde. Dieses Leid wollten die Zuschauer ihr nicht länger zumuten und deshalb war ihr Aufenthalt nach zwei Wochen beendet.

Ulf, die Meister-Propper-Kopie. Der Mann mit dem roten Pfeil auf dem Kopf hatte einen gewissen Unterhaltungswert. Bei den »Battles« hat er zwar meistens versagt und sich hinterher geärgert, aber bei Nadja kam er recht gut an. Bei ihr durfte er öfter mal anfassen und etwas schmusen, was Ulfi auch echt gern gemacht hat. Und da Nadja öfter mal rumzickte und nicht schmusen wollte, schmuste er halt ein bisschen mit Nadine. Wenn er mal nicht schmuste bzw. sich über verlorene Battles ärgerte, dann lief er im Garten herum und präsentierte seine »Königs-Python«. Das machte ihm mächtig Spaß. Dazu passend noch folgender Satz von ihm. »…dann sind wir alle nackt um den Pool gerannt, aber nur ich.« So etwas nennt man Unterhaltung!

Khadra, die Nervensäge. Hat die Zuschauer permanent mit ihrer markerschütternden Stimme, grässlichen Schreiattacken und ihrer ständigen Besserwisserei gequält. Musste ständig im Mittelpunkt stehen und hatte immer recht. Führte mit jedem Mitbewohner Einzelgespräche, um erstens ihre grenzenlose Neugier zu befriedigen und zweitens lebenswichtige Ratschläge zu gegeben, denn Khadra wusste immer was die anderen dachten und fühlten, jeglicher Widerspruch war zwecklos. Orakel Khadra konnte man nicht täuschen. Niemals. Außerdem wusste sie nie, wann sie zu schweigen hatte und eine Diskussion beendet war. Das letzte Wort war von Khadra für Khadra reserviert. Bei den »Battles« war sie stets ein Totalausfall. Ihr Wunsch für das Leben nach Big-Brother (eine Brustvergrößerung) ist ein weiterer Beweis dafür, dass mit Khadra irgendwas nicht stimmte. Ihr eindeutig zu später Auszug war ein erlösendes Erlebnis.

Petra, die Vergessliche. Sie hatte doch tatsächlich mal eine Woche nichts gegessen, weil sie es vergessen hatte. Das klingt absolut krank und deutet auf eine mächtige Störung hin. Auch ihr sonstiges Verhalten ließ nur den Schluss zu, dass Petra irgendwie einen an der Murmel hatte. Ein Beispiel dafür ist, dass sie vor dem Haareschneiden wissen musste, wie die Sterne stehen, denn bei falscher Stellung kriegt sie struppiges oder schuppiges Haar. Außerdem fühlte sie sich ständig persönlich angegriffen und war immer gleich beleidigt, wenn mal mit ihr geredet wurde. Sie wirkte eigentlich permanent verwirrt und deplaziert. Ihr eigenwilliges Geschwätz ging mit jedem Tag mehr auf die Nerven. In diesem Sinne: »Scheiße« und »Fuck off«.

Botho-Kay, der Schnarcher. Drei Wochen wohnte er im Haus. Die ersten zwei Wochen verbrachte er damit Petra anzubaggern und über Nadja und Lucie zu lästern. Okay, die hatten es verdient, aber Botho war dabei nicht unterhaltsam genug. In der letzten Woche hat er dann die fehlende Sauberkeit im Haus beklagt. Damit hatte er zwar auch recht, aber im Haus hat es niemanden interessiert. Insgesamt hat Botho sich und die Zuschauer ziemlich gelangweilt. Deshalb kann man abschließend sagen, dass er etwa 21 Tage zu lange im Haus war.

Clemens, der Ösi. Der unauffälligste Bewohner dieser Staffel. Clemens wurde zum ersten Mal bemerkt als er sich die Haare färben ließ und dabei eine undefinierbare Farbe verpasst bekam. Später wurden seine Haare blond gefärbt. So fiel er optisch wenigstens etwas auf. Das nächste mal, dass er auffiel, war als er nominiert wurde. Da war er ziemlich enttäuscht, wütend, fassungslos, traurig und verständnislos. Zu diesem Zeitpunkt kam er in seinem “Kuschelteam” auch wirklich nicht gut an. Schließlich wollte er nicht kuscheln (war eh keine(r) für ihn da) und außerdem hatte er sich einfach zu häufig über die mangelnde Sauberkeit und Ordnung in seinem Team beschwert. Das hätte er besser gelassen, obwohl er damit richtig lag, denn so was wollten die Schmierlappen in seinem Team nicht hören. Darüber hinaus wollten oder konnten sie ihm seinen Wunsch nach tiefsinnigen Gesprächen nicht erfüllen. Clemens hatte es wahrlich nicht leicht im Haus.

Lucie, die Tussi. Eine Frau, die Big Brother seinen Zuschauern hätte vorenthalten sollen. Einen besonders gebildeten Eindruck hat sie jedenfalls nicht hinterlassen. Dafür wurde sie immer gleich laut, wenn sie jemand darauf hingewiesen hatte, dass sie mal wieder im Unrecht war. Und das war sie oft. Nur hat Lucie es halt immer anders gesehen. Sie sagte auch immer wieder, dass sich die anderen ja wie im Kindergarten verhielten. Dies allerdings war verständlich und ließ sich damit erklären, dass der Kindergarten vermutlich ihr höchster Bildungsabschluss war und sie deshalb nichts anderes kannte. Eine heiße Anwärterin auf den Titel “Dümmste BB-Bewohnerin 2003”.

Hella, die Volksmusikantin. Die sympathischste Frau dieser Staffel. Und somit auch die einzige, die diese Staffel hätte gewinnen dürfen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als sie anfing mit Sava rumzuturteln. Denn zuletzt konnte man es einfach nicht mehr sehen. Mal lag sie neben, dann auf und mal unter Sava. Außer Sava gab es für sie ja gar nichts mehr. Schrecklich. Dass sie sich vorstellen konnte auch nach Big Brother noch glücklich mit Sava zu sein, war wirklich nicht nachvollziehbar. Soviel Naivität war geradezu erschreckend. Schade.

Kai, die Hupe. Bei seinem Einzug fiel Kai durch sein etwas krasses Äußeres mächtig auf. Allerdings nicht unbedingt positiv. Es war nicht zu erwarten, dass er so unterhaltsam sein würde. Je leerer das Haus wurde, desto mehr bekam man von ihm mit. Und das war gut, denn Kai war witzig und brachte Schwung ins Haus. Seine Kommentare waren eine Bereicherung inmitten der meist langweiligen Gespräche der anderen Schnarchnasen im Haus. Leider musste er viel zu früh ausziehen, denn Leute mit Ecken und Kanten, die auch mal Kritik üben und ihre Meinung einfach so sagen kommen halt oftmals nicht gut an. Kai hätte eigentlich gewinnen müssen, denn er war nicht nur der mit Abstand beste Bewohner dieser Staffel, er war der unterhaltsamste Bewohner aller bisherigen Staffeln. Einfach sensationell.

Sava, die Grinsebacke. Bei seinem Einzug wirkte er eher unsympathisch, denn da grinste er doch ein wenig zuviel. Nach einiger Zeit im Haus allerdings war er teilweise recht unterhaltsam. Seine lustigen Statements und seine scheinbar soziale Einstellung haben doch positiv überrascht.
Sava liebte alle Frauen. Nur wollten weder Carla, noch Nadja, noch Petra so wie er gerne wollte. Somit blieb nur noch die etwas naive Hella. Diese war relativ leichte Beute für den fast permanent grinsenden Sava. Fortan sah man ihn nur noch auf, unter und neben Hella im Haus liegen und der größte Teil seiner Witzigkeit war verflogen. Umso länger die beiden turtelten, desto nerviger wurde es. Erst nach Hellas Auszug wurde Sava wieder etwas unterhaltsamer. Insgesamt ein ganz akzeptabler Bewohner mit einigen gravierenden Fehlern, die er während seines Aufenthalts jedoch meist verbergen konnte.

Nadine, die alte Frau. Ehrlich gesagt war sie gar keine alte Frau. Sie sah nur so aus. Vielleicht wirkte sie deshalb von Anfang an eher unsympathisch. Möglicherweise lag es auch an ihrer Frisur oder an ihrer Art. Wahrscheinlich war sie ja auch gar nicht so schlimm, wie es schien. Sie war halt dabei und fiel mal mehr, mal weniger auf. Vermutlich war sie zu lange im Haus. Aber ein wirkliches Urteil kann an dieser Stelle nicht gebildet werden.

Gabriel, der Popelfresser. Der zweite Schweizer in dieser Staffel. Doch im Gegensatz zu Michel sah er gut aus, war intelligent und erfolgreich bei den Battles. Und er war ein Popelliebhaber. Anfangs nutze er jede Gelegenheit in seiner Nase nach saftigen Popeln zu suchen, um diese dann genüsslich zu verzehren. Die feinsten Delikatessen findet man scheinbar in der eigenen Nase. Eine weitere Leidenschaft von ihm war es nachts im Dunkeln an seinen Genitalien rumzuspielen. Auch dies machte ihm scheinbar eine riesige Freude. Aus irgendeinem Grund wurden diese beiden Lieblingsbeschäftigungen aber mit fortdauerndem Hausaufenthalt immer mehr reduziert, so dass es nichts mehr über “Gabi” zu lästern gab. Somit war er ein echter Kandidat auf den Gewinn dieser Staffel. Doch leider hat auch er es nicht geschafft.

Holger, die Schnarchnase. Insgesamt war er ein verdammt langweiliger Typ. Sein größtes Talent bestand darin einfach nur dazusitzen und vor sich hinzustarren. Am liebsten hatte er beim starren bzw. nachdenken (wie er es nannte) eine Flasche Bier in der Hand. Und wenn er in besonders guter Form war, dann gab er auch mal Kommentare ab, doch auch dies wirkte meist ziemlich unmotiviert. Im Verliererbereich hatte Holger Probleme einzuschlafen. Lag wahrscheinlich daran, dass es dort keinen Alkohol für ihn gab. Bei den Battles allerdings war Holger meistens recht wach. Warum er allerdings davon überzeugt war, dass er der Gewinner dieser Staffel sein würde, lässt sich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich machte ihn der übermäßige Alkoholgenuss so selbstsicher. Er wird sicher den meisten als langweiliger, rothaariger Typ aus dem Osten mit einer Flasche Bier in der Hand in Erinnerung bleiben. Besser als nix!

Nadja, die Einfältige. Was konnte man auch von einer Frau erwarten, die sich den Rücken mit einem Riesentattoo verschmiert hat und überall mit Piercings durchlöchert ist? Vermutlich nicht viel. Ihr Lieblingsthema war selbstverständlich Sex. Nur beim Thema Sex schien sie motiviert. Alle durften erfahren, dass sie es am liebsten von hinten(Anal) mag, dass sie durch ihre Piercings nicht so leicht zu stimulieren ist, dass sie “harte Stöße” braucht und ihre “Muschihaare” überaus lästig findet. Meistens lief sie im String-Tanga(der durchsichtige war am allerfeinsten) durchs Haus, um allen ihren Körper zu zeigen. Ihre uninteressanten Geschichten, die sie immer wieder zum Besten gab waren auch eine Klasse für sich. Monotoner Erzählstil, unendlich lange Erzähldauer und die grundsätzlich verpatzte Pointe machten ihre Erzählungen zu einer echten Höllenqual. Eine Schande, dass dieses glupschäugige Mondgesicht so lange dabei sein durfte.

Jan, die Lippe. Dieser eigenwillige Kauz wurde mit jedem Tag im Haus unerträglicher. Jan fand alles ganz prima bzw. nicht so schlimm und hatte permanent Verständnis für jeden Mist den die Mitbewohner/innen verzapften. Er war stets bemüht nirgendwo anzuecken und lieb zu allen zu sein. Eine Schleimtüte allererster Güte. Seine Versuche witzig zu sein waren teilweise Mitleiderregend, größtenteils aber nur ekelerregend. Ein toter Kanarienvogel konnte kaum humorloser sein als dieser Bursche. Doch dieser nicht vorhandene Humor, seine liebe Art und sein Ossi-Bonus haben ihn diese Staffel gewinnen lassen. Herzlichen Glückwunsch, Jan. Die Zuschauer werden Dich nie verges …ähm… vermissen.

© 07. 2003

Big Brother – Back to basic

Bei der dritten Auflage gab es im Container sogar eine Badewanne und vor der Dusche war keine Tür mehr. Außerdem gab es keine Einzelbetten mehr. Einfach nur 2 Schlafräume mit großen Liegeflächen, damit kreuz und quer geschlafen werden konnte. Man hoffte vermutlich, dass in der neuen Staffel ganz wild rumgepoppt würde und man schön viel nackte Haut zu sehen bekäme, um die Spanner vor dem Fernseher glücklich zu machen. Damit sich die Bewohner wohl fühlten waren die Wände ganz toll bunt bemalt worden. Schön.
Da Endemol kreativ war und voller guter Ideen steckte zog auch ein Pärchen in den Container. Und als Krönung wurde ein “Maulwurf” platziert. So eine Art Marionette, die immer das machen musste, was man ihr sagte um Spannung in die Hütte zu bringen. Eine wahrlich schwachsinnige Idee.
Wieder zogen 12 Personen für 106 Tage ins Haus. Diesmal 6 Frauen und 6 Männer. Nach drei Wochen folgte noch ein zusätzlicher Bewohner. Ein Schweinchen namens Konrad. Süß.

Auch diesmal hatte sich RTL selbst übertroffen. Noch schlimmere Gestalten als in den ersten beiden Staffeln. Fast nur Andersartige. Und die Zuschauer auch diesmal wieder erschreckend in ihren Entscheidungen. Hatten am Ende die Möglichkeit den Gewinner zu wählen und entschieden genauso erbärmlich wie beim letzten Mal und schafften einen zweiten Fall Alida. Einfach zu blöd. Oder warum hat Karina gewonnen? War es ein weiterer Beitrag zur Hilfe des Ostens, oder aber weil die ganzen Ossis abgestimmt hatten. Die sind ja eh alle arbeitslos, wie behauptet wird, und haben nichts Besseres zu tun als den ganzen Tag bei irgendwelchen Telefonaktionen teilzunehmen. Also das Ganze war schon sehr bedauerlich.

Die Bewohner sorgten selbstverständlich wieder für Freude total. Sie haben ständig dummes Zeug gelabert, geheult, rumgezickt, so getan als seien sie toll, das Schwein vernachlässigt, die Nacht zum Tag gemacht und lauter andere langweilige Dinge getan. Sie waren fast alle ziemlich gestört und hätten eine Therapie gebraucht. Stattdessen sind sie durch den Container geirrt und haben gezeigt, dass die wahren Kranken nicht immer in Kliniken untergebracht sein müssen. Was für eine Erfahrung für die Zuschauer. Danke.

Die Bewohner:

Nicole, das Gebiss. Die Intelligenz in Person. Überall musste sie versuchen mitzulabern, obwohl sie gar nicht wusste, was eigentlich los war. Und wenn sie dann den Überblick total verlor, oder sich mal wieder witzig fand, dann hat sie einfach gelacht, denn Lachen kommt immer gut an, dachte sie. Angeschissen Nicole! Dein Lachen ätzte.
Und dazu dieses ständige heulen. Jedem hat sie mindestens einmal was vorgeheult und irgendwelche wirren Geschichten erzählt. Was war das doch für eine Schrulle. Und dazu ihr legendärer Spruch: Wer zuletzt lacht, lacht zuerst. Richtig Nicole. Und wer zuerst auszieht, der wohnt nicht mehr im Container. Und das ist gut so.

Jörg, der Colonel. Auch so eine Pappnase. Man fand der sich toll. Lief meist völlig gestört durch den Container und machte komische Bewegungen. Und so einer ist Lehrer. Das erklärt möglicherweise warum mit den Schülern heutzutage nichts mehr los ist. Toll, wie er sich immer wieder zum Affen gemacht hat. Am widerlichsten jedoch, dass er ständig seinen Körper vor einer Kamera präsentieren musste und dabei immer irgendwelche englischen Worte und Sätze von sich gab. Und dann musste er noch ständig singen. Immer wenn es mal ruhig war fing der Knabe urplötzlich zu singen an und ging allen auf den Keks. Er wollte halt allen zeigen, dass er nach Big Brother unbedingt eine Platte aufnehmen und Karriere machen muss. Das fehlt auch noch! Der hat alle schon genug gequält, der alte Glatzkopf!

Michael, der Durchgeknallte. Konnte ungeheuer witzig sein. Na ja, zumindest könnte es so gewesen sein, denn verstanden hat man ihn selten, so wie der genuschelt hat. Und wie nett er immer zu den Mitbewohnern war. Er war einfach der Beste. Zumindest hielt er sich dafür. Also wenn das keine echte Witzfigur war, wer dann? Ihm fehlte es ganz sicher nicht an Intelligenz, er war scheinbar nur dumm. Eine echte Nulpe. Doch er fand sich immer ganz toll und hat auch immer allen seinen Körper gezeigt. Als er auszog war ein Verrückter weniger im Haus. Was für eine Freude.

Anja, die Kröte. Angeblich 27 Jahre alt, aber niemand hat mit 27 einen so alten Kopf wie sie. Sie sah aus, wie die alte Frau von nebenan, die sich von ihrer geringen Rente nur Sachen aus dem Altkleidercontainer leisten kann. Seit ihr Micha den Container verlassen hatte, weinte sie fürchterlich und hatte gar keinen Spaß mehr. Denn sie ist nämlich ein humorvoller Mensch, der immer gerne viel Spaß hat und gerne lacht. Zumindest hat sie das von sich behauptet. Doch wer hat die schreckliche Frau jemals lachen sehen? Meist versuchte sie cool zu gucken, nur seit wann können Kröten das? Endemol hat ihr dann 50.000 DM angeboten damit sie den Container vorzeitig verlässt. Und als sie das Geld annahm, um das Haus zu verlassen, waren alle Zuschauer glücklich und zufrieden. Endlich waren die von dieser Gestalt befreit. Danke Endemol, vielen Dank.

Silvia, der Maulwurf. Hoffentlich wurde sie gut bezahlt dafür. Mehr gibt es zu der Person mit der schrecklichen Stimme nicht zu sagen. Und mehr wird auch nicht gesagt. Denn wer interessiert sich schon für Maulwürfe?

Huy, der Gitarrenliebhaber. Was ein wonniges Bürschchen. Man hatte der Spaß, als Micha und Anja noch da waren. Da konnte er immer laut schreien und hatte ja so was von Fun. Und dann musste Micha gehen und Huy wurde ganz traurig und irgendwie auch verrückt. Erst wollte er Konrad umtaufen. Stundenlang saß er neben dem armen Kerl und rief ihn immer wieder Micha. Und weit und breit kein Psychiater da, um ihn aufzufangen. Das arme Schwein. Und als auch Anja ging verkroch er sich ins Frauenschlafzimmer und hat die Gitarre angemacht. Zwar recht plump, aber es entwickelte sich ein sehr langes Gespräch. Und da Gitarren bekanntermaßen nicht wirklich reden können, hat er halt auch für die Gitarre gesprochen. Dann hat er noch eine Freundin der Gitarre kennenlernen wollen. Die gute alte Strumpfhosenpackung. Die fand er richtig scharf und so haben die drei ein paar schöne Stunden im Bett verbracht. Hätte er doch vorher nur professionelle Hilfe angenommen, dann wäre den Zuschauern dieses menschliche Schicksal erspart geblieben.

Ana-Marija, das geschminkte Suppenhuhn. Selten jemanden gesehen der sich so schlecht schminken konnte. Und wie viel von dem Zeug sie sich immer ins Gesicht geknallt hat. Einfach widerlich. Aber es gibt nun mal so Frauen, die nicht merken, was Scheiße aussieht. Ansonsten kann man nach drei Wochen Containeraufenthalt nicht viel sagen. Egal!

Katja, der Albtraum aller Männer, die Frau die einfach nur schrecklich war. Was hat man da nur in den Container gepackt? Und sie ist sogar mit ihrem Freund Cornelius in den Container gegangen. Wieso hatte die überhaupt einen Freund? Und wieso konnte dieses Etwas nur so lange im Container bleiben? War es, weil alle anderen Mitleid hatten? Nur gut, dass die Zuschauer sie nicht mochten, sonst wäre sie noch länger geblieben. Ein schrecklicher Gedanke. Und was konnte sie doch immer schön “Weißt Du” sagen. Und so oft. Eigentlich ständig. Nur was wollte sie damit zum Ausdruck bringen? Und was wollte sie mit folgendem Satz sagen? “Es gibt hier Leute, die nicht aussprechen, was sie sagen”. Tja, was soll man dazu sagen? Jedenfalls war es ein schöner Moment als Katja endlich auszog.

Thomas, die Nervensäge. Was hat der doch einen Spaß in den Container gebracht. Was hat der doch für Witze gemacht. Okay, kaum jemand konnte darüber lachen, aber das war ihm egal, denn er hat gelacht. So hatte wenigstens einer seinen Spaß. Und er hatte, und hat sie vermutlich noch immer, seine Wahnsinnsstimme. Unvermeidabr, dass er mit dieser Stimme auch immer zu singen versuchte. Immer wenn er anfing Töne von sich zu geben, dachte man, dass einem der Schädel platzt, so grausam klang das. Dazu dieses kindische Verhalten, wenn mal jemand Kritik anbrachte. Da hatte er dann keine Argumente und wurde patzig wie ein Kleinkind. Irgendwie war sein Verhalten eh meistens kindisch. Aber egal. Auch das haben alle überstanden.

Cornelius(Coco), die Trantüte. Unglaublich, was für dumme Gesichter der machen konnte. Er sah meistens aus wie ein alter Penner, dem die Haare ausfallen. Na ja, bei der Frisur nicht wirklich schlimm. Was gibt es sonst noch über den Typen mit dem verfilzten braunen Mantel zu sagen? Nicht viel. Seinen Geschmack was Frauen betrifft kennt man ja. Ansonsten war Coco echt uninteressant.

Tajana, die Schnatterliese hat sich viel zu lange im Container aufgehalten. Ständig war sie beleidigt, weil ihr irgendwas nicht gefiel und alle sie angeblich so schlecht behandelten. Die arme Frau. Alle waren so gemein zu ihr. Na und, der hätten sie den ganzen Tag den Arsch versohlen sollen, damit sie ihre Klappe mal gehalten hätte. Was wollte die nur in dem Haus? Für die Menschenrechte einer Frau mit angepappten Haaren demonstrieren? Wollte sie allen Zuschauern beweisen, wie unerträglich sie sein kann? Das jedenfalls hat sie geschafft. Sie sollte sich erstmal eine Frisur kaufen.

Wulf, der Unauffällige. Den hat man wirklich kaum bemerkt. Der war so unauffällig, dass man nicht einmal über ihn lästern kann. Er hätte ruhig gewinnen können, denn er hatte Schulden und brauchte das Geld.

Medy, der Sonnengebräunte. Auch dieser langhaarige Mitbewohner konnte nie wirklich nerven. Er war ziemlich normal im Gegensatz zu den anderen Bewohnern im Haus. Umso verwunderlicher, dass er die Staffel nicht gewinnen konnte. Da stellt sich die Frage, ob die Zuschauer nicht vielleicht Rassisten sind.

Karina, die Stimme. Unglaublich mit was für schrecklichen Stimmen Frauen manchmal ausgestattet werden. Schrecklich, wie oft Blondie allen was vorheulte. Und ihr nervendes Gelaber ständig. Dazu dieses dumme Getue, dass sie ja gar nicht verstand, wieso immer gerade der Bewohner ausziehen sollte, denn damit hat sie ja nie im Leben gerechnet. Dazu auch noch das dumme Geschwätz, als sie gewonnen hatte. Wie konnte das nur passieren? Das ist doch krank.

© 05. 2001

Big Brother 2

Sehnsüchtig von all den Fernsehsesselpupsern erwartet und dann gleich mit 12 Bewohnern ins Rennen gegangen. 7 Frauen und 5 Männer hatten die Ehre die ersten zu nsein. Ganze 106 Tage dauerte der Spaß. Doch das war nicht der einzige Unterschied zur ersten Staffel. Diesmal sollte alles noch viel schöner werden. So jedenfalls war der Plan.

Mal schnell alles zusammengefasst. Es wurde rumgezickt, dann wurde nicht geputzt, dann gelästert, gekuschelt, wieder nicht geputzt, Wochenaufgaben wurden in den Sand gesetzt und das Putzen vergessen. Zwischendurch wurde über die anderen gelästert, gekuschelt, trainiert wurde irgendwie gar nicht. Na ja, waren halt alles faule Säcke da im Container, welche dachten sie seien im Urlaub und eh was Besseres. Und Einbildung ist auch ne Bildung. So gesehen war sehr viel gebildetes Volk im Container. Dann wurde wieder rumgezickt und hinter dem Rücken der anderen gelästert und wieder gekuschelt. Dann wurde gepoppt, manche zogen aus, andere ein. Dann wurde geputzt… nein, geputzt wurde nicht.
Dann zog auch hier irgendein Kater ein und wurde gleich von den schreienden Bewohnerinnen in Empfang genommen, was ihn auf die Idee brachte sich erstmal zu verstecken und zu hoffen, dass die kreischenden Ischen vielleicht doch irgendwann mal schweigen. Besonders muss ihn das Ebru erschreckt haben. Dennoch hat er überlebt und zog einen Tag vor dem Finale aus. Der Glückliche.

Und nun zu den Bewohnern:

Marion, die heulende Stripperin. Was war das nur für eine Qual, ständig dieses Nervenbündel zu sehen. Und zur Belohnung bekam sie auch noch eine zweite Chance und zog wieder ein, obwohl die Zuschauer und die Bewohner sie doch schon einmal rausgewählt hatten. So was darf nie wieder passieren. Aber einen tollen Auftritt hatte sie doch noch, mal abgesehen von ihrem zweiten Auszug. Ihr berühmter Streit mit Daniela bescherte uns das neue Schimpfwort: “Kaulquappenfischlein”. Das ist ein schönes Wort, fein gemacht Marion.

Steffi, die zickige Ärztin. Offensichtlich kurzsichtig, denn wer so aussieht und sich für so toll hält, muss kurzsichtig sein- oder weitsichtig? Egal, auf jeden Fall hatte sie einen Sehfehler, dummerweise hatte sie aber die Brille nie auf der Nase, sondern immer nur im Haar. Die auf ihre Fehlsichtigkeit zurückzuführende Fehleinschätzung ihres Äußeren ist auch auf ihre Stimme geschlagen – auch die hielt sie für toll. Steffi glaubte sowieso das sie die beste und klügste sei und somit auch der Nabel der Welt. Nachdem sie endlich rausgewählt war, das alte Lästermaul, war Schluss mit der Personalityshow und auch die andern Bewohner waren mal zu sehen.

Christian, der Nominator. Nach dem Einzug war er eher unsympathisch, aber er hat sich toll entwickelt. Ein feiner Humor. Goldig sein Streit mit Hanka. Noch besser seine Statements im Sprechzimmer. Schade nur, dass er so bald schon das Haus freiwillig verließ. Solche Leute braucht man im Container, dann hat man auch ein paar Zuschauer mehr.

Celine, die arme Person, die in der ganzen Schar eifersüchtelnder Ebrus und Alidas keine Chance bekam. Die einzige, die sie mochte war Jörg. Eigentlich war sie ganz nett, aber eine Gefahr für die anderen Weiber, weil es hätte ja sein können, dass sich die von ihnen beanspruchten Männer auch mal mit ihr unterhalten und nicht die ganze Aufmerksamkeit ihren Herrinnen schenkten. Offiziell durfte sie nicht bleiben, weil sie in den drei Tagen nicht genug geputzt hatte – als ob das jemals wichtig gewesen wäre, denn sonst wäre ja schon mal vorher geputzt worden.

Jörg. Der kettenrauchende, zappelige Bi, der sich selbst nicht für nervös hielt, entsprach genau dem Bild, das der Normalo von einem Schwulen hat. Jörg wirkte deshalb eigentlich immer so, als sei er gerade einer kitschigen Komödie entsprungen und kaum jemand hätte ernsthaft gedacht, dass es solche Typen im wirklichen Leben gibt. Jörg hat uns dann aber doch positiv überrascht, als er – nachdem Celine keine Chance bekam – sich dazu entschloss, freiwillig das Haus zu verlassen, weil er die ganze verlogene, intrigante Bande nicht mehr ertragen konnte. Gut gemacht, Jörg.

Christian, called Biwi. In welchem Wald Bayerns die Fernsehmacher den aufgetrieben haben, wurde nie aufgeklärt – vorsichtshalber sollte man alle Wälder Bayerns künftig meiden. Biwi, der Naturbursche, der angeblich auch mal nackt durch den Wald läuft – so was nennt man doch Exhibitionismus und ist auch irgendwie widerlich. Zum Glück ist er so klein, dass man ihn auch übersehen könnte, aber leider nicht überhören, denn er konnte minutenlang ohne Luft zu holen und ohne Nachzudenken reden. Und obwohl er scheinbar nie Luft holte, hatte er doch unheimliche Blähungen, die im Haus öfter Anlass zu Diskussionen gaben, weil er – natürlich wie er nun einmal ist – seine Winde allen voller Stolz präsentieren musste. Danke, Biwi.

Hanka. Die rotsträhnige Abrissbirne, die immer auf die Etikette so bedacht war. Man konnte sie auch für humorlos halten – obwohl sie selber meinte sie hätte welchen. Den konnte sie nur nicht zeigen. Noch besser wäre es gewesen sie hätte sich nie gezeigt und die Fernsehzuschauer nicht mit ihrer echt humorlosen Art belästigt. Auch sie hätte gerne auch jemanden zum kuscheln im Haus gehabt. Wie bitte? Wieso sollte ausgerechnet im Container jemand mit ihr kuscheln wollen, wenn das doch schon außerhalb keiner wollen kann? Bäh, was für ein absurder Wunsch. Wahrlich keine Freude, was RTL2 mit dieser Person seinen Zuschauern zugemutet hatte. Gut, dass sie nicht noch länger im Container blieb.

Daniela, die gackernde Barbiepuppe. Die akustische Höchststrafe für jeden BB-Zuschauer war der schwäbische Traum aller Männer. Aber so wie es bei manchen schönen Frauen nun mal ist, sie sollten schweigen. Nicht nur ihre liebreizende Stimme quälte alle, die Krönung war ihr unbeschreibliches Gegacker. Legendär auch ihre Eifersucht. Und Sätze wie: “Dann ist Polen offen!” Was für ein literaturpreisverdächtiger Satz. Und wie toll sie sich immer fand. Na ja, die Figur war schon okay, aber das war es dann schon. Unreifes Suppenhuhn.

Karim, der sonnengebräunte Scherzkeks. Was war er doch für ein Schelm. Wie schön er die arme Hanka beleidigt hat. Dabei wollte er doch nur Spaß, aber Abrissbirnen verstehen das ja nicht. Und als er rattig wurde hat er sich Dumpfbacke Daniela geschnappt und es ihr mal richtig besorgt, oder hat sie es ihm besorgt? Egal, Hauptsache sie hatten ihren Spaß. Und die Zuschauer etwas zum gucken und die Einschaltquoten gingen noch mal hoch. Genau wie das Teil von Karim. Schön, dass er bei seinem Auszug die Gackermaus mitgenommen hat. Das hat er gut gemacht. Applaus.

Walter, Prinz Valium. Der süße Teenieschwarm mit der Zuckerfrisur. Ja, er war schon ein aufregender Typ. Gähn… . Aber niedlich. Und so…langweilig. Ja, das war der Walter.

Lilian, die Unscheinbare. Kaum war sie drin, war sie auch schon wieder raus. Aber erwähnen muss man sie ja. Sie war eh nur aus einem Grund in dem Container, nämlich um den anderen Bewohnern die langen verfilzten Zottelhaare zu richten, denn sie ist Haarkosmetikerin. Lilian, es war schön mit dir, auch wenn eigentlich nichts war.

Linda, der blonde Breitmaulfrosch. Tja, was soll man dazu sagen. Blond, großer Mund und mehr auch nicht. Hat sich gerne mit Harry gestritten und war kurz danach auch schon wieder raus.

Das Ebru. Unverständlich wieso eine so narzisstische und eifersüchtige Persönlichkeit wie die Türkin das Casting überstanden hat. Die Psychologen müssen besoffen gewesen sein oder bestochen, als sie die auswählten. Unklar auch wieso Ebru meinte sie sei schön. Schade für Ebru, dass sie mit 23 wie mindestens 32 aussah. Für immer unklar wird bleiben wieso sie nicht von den anderen Bewohnern nominiert wurde und erst als die Zuschauer endlich das Zepter in die Hand nehmen konnten, sie das Haus verlassen musste. So eine heulende, zickende, rauchende, kreischende, nervende und eingebildete Person will man sicher niemals mehr wieder im Container sehen!

Alex, der Sportler. Ging anfangs dem Zuschauer tierisch auf den Keks, entpuppte sich aber als akzeptabler Bewohner. Super Leistung. Danke, Alex.

Frank, der Unauffällige. Dass Frank im Container wohnte hat man erst bemerkt, als er zum Karneval rausgeholt wurde. Danach ist er gleich wieder abgetaucht. Und das machte ihn so erfolgreich: Schweigen, nicht auffallen, mit Alida turteln, nett sein und sonst nichts. Na ja, zum Sieg hat es zwar nicht gereicht, aber weit ist er so gekommen. Fast so wie der John damals in der ersten Staffel, aber glücklicherweise nur fast.

Harry, der Rocker. Der Mann hätte, nachdem der Nominator weg war, eigentlich gewinnen müssen. Aber Pustekuchen. Sicher, auch er war nicht toll, aber wenigstens nicht so eine Nervensäge wie die meisten anderen. Und immer so schick gekleidet. Papa Schlumpf war echtokay. Doch das verwirrte Publikum hat anders entschieden.

Alida, die mit der Matschfrisur. Die Siegerin. Wie konnte das nur passieren? Reicht es schon, dem Publikum einmal die dicken Titten zu zeigen, um zu gewinnen? Es scheint so. Das ist traurig, sehr traurig. Aber sonst kann es keinen Grund für ihren Sieg gegeben haben, denn sie war auch nicht besser als die anderen Weiber. Ein Lästermaul, nicht ganz so arg zwar, aber trotzdem. Und diese Frisur. Obwohl, was für eine Frisur? Diese angematschten Haare, die formlos an ihrem Kopf pappten waren doch nicht wirklich eine Frisur. Oder hat sie gewonnen, um sich eine neue Frisur zu kaufen? Das wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben. Nur wiederholen darf sich so was nie wieder. Jemand wie Alida darf niemals mehr als Siegerin den Container verlassen.

© 01. 2001

Big Brother 1

Endlich war es soweit und eines der Medienereignisse des Jahres 2000 startete. 10 Bewohner lebten für 100 Tage in einem Container. Ständig und überall von Kameras beobachtet.
5 Frauen und 5 Männer versuchten die 250.000 DM zu gewinnen, aber verdient hatten die meisten von denen das nicht, weshalb sie auch bald rausgewählt wurden. Es wurden wirklich aufregende Tage im Container. Es wurde trainiert, dann haben sich 2 Gruppen gebildet, dann wurde trainiert, es wurden die Wochenaufgaben gemacht, es wurde wieder trainiert, dann rumgezickt, natürlich nominiert, schon wieder trainiert, ausgezogen, eingezogen, trainiert, rumdiskutiert und plötzlich gab es einen Gewinner und das Haus war endlich leer. Zwischendurch zog sogar eine Katze ein und irgendwann auch wieder aus. Einer der wenigen Höhepunkte der ersten Staffel.

Die tollen Bewohner:

Despina. Zog mit ein und dann ganz schnell wieder aus. Sie kam einfach nicht klar, also weg damit.

Thomas. Tja, war auch kurz dabei, passte aber irgendwie nicht zu den anderen und durfte gehen.

Jana. Auch keine an die man sich erinnern muss. Hielt sich 4 Wochen im Container auf, aber fiel kaum auf. Kein Verlust. Auf Wiedersehen.

Zlatko, Sladdi the Brain. Ein irgendwie drolliger Bursche aus Osteuropa, der sich so gab wie er war. Irgendwie unwissend, aber doch nicht doof. Und woher soll man in Osteuropa wissen, dass man Shakespeare weder trinken kann, noch dass es ein Schauspieler ist. Schwamm drüber. So hat er doch immer wieder für Lacher gesorgt. Und wie schön er sich die Brusthaare schneiden konnte. Toll. Als er dann mal wieder nominiert wurde und gegen Jürgen keine Chance hatte, was war das doch traurig. Ein Stück deutscher Kulturgeschichte verließ den Container. Und nichts war mehr so, wie es mal war.

Jona, das bekiffte Mädchen. Sie war ein echtes Energiebündel, voller Power und Tatendrang. Nur leider nicht während sie im Container wohnte. Stellt sich abschließend die Frage, wo sie die ganzen Drogen versteckt hatte, denn ohne hätte sie nicht einen so bekifften und verwirrten Eindruck hinterlassen können. Oder doch? Ist dann, als ihr der Stoff ausging, freiwillig gegangen. Das war der absolute Höhepunkt ihres farblosen Gastspiels.

Kerstin und Manuela, Manu raus. Was waren die beiden doch sympathisch. Schon wenn sie auf dem Bildschirm zu sehen waren wünschte man sich, dass es Big-Brother nie gegeben hätte. Pfui, wie grausam. Dieses bornierte Verhalten. Grausam. Und wie aufregend, dass Kerstin immer alles diskutieren musste. Der arme Alex, der lediglich seinen Spaß wollte, musste ständig alles ausdiskutieren mit ihr. Wie erotisch. Bla, bla, bla… . Und dann die Superzicke Manu, schon vom ersten Moment an hatte sie alle Sympathien. Oh Gott, die armen Menschen, die drausssen mit ihr leben müssen. Ob es da eine passende Therapie gibt? Vermutlich nicht. Aber einen schönen Tag haben die beiden den Zuschauern dann doch noch bereitet. Der Tag an dem beide zusammen auszogen. Das war ein Fest. Danke ihr zwei, vielen Dank.

Alex. Irgendwie immer ungepflegt, was seine Frisur betraf, doch eigentlich ganz nett. Hat sich ziemlich zurückgehalten und somit kaum jemanden wirklich gestört. Hat sich irgendwann vor lauter Langeweile Kerstin gegönnt und sich die Tage so ein wenig angenehmer gestaltet. Warum auch nicht. War dann auch recht lange im Haus und hat verdientermaßen nicht gewonnen.

Verena, die Stewardess. Zog irgendwann ein, gefiel nie wirklich und zog wieder aus. Aber erwähnen muss man sie ja.

Sabrina, die dralle Dumpfbacke. Plötzlich zog sie ein und keiner wusste warum. Eine echte Nervensäge und Supersabbeltasche des Jahres. Niemand hat je rausgefunden, wie man die abstellen konnte. Und ihre Lebensgeschichte. Wie chaotisch, traurig, nervend und überhaupt. Sicher wurde es langsam langweilig im Container und man musste was tun. Aber war das nicht vielleicht ein bisschen viel des Guten? Wie auch immer. Auch sie zog ja irgendwann wieder aus und alles war wieder gut. Na ja, nicht wirklich, aber es war ein Fortschritt.

Andrea, die kleine Schokomaus. Wirkte irgendwie unsympathisch und war schrecklich lange im Haus. Ansonsten fiel sie zum Glück kaum auf, vor allem wenn es dunkel war hat man sie oft übersehen. Aber das kann passieren. Obwohl, wenn man sie mit den anderen Bewohnerinnen vergleicht, dann war sie doch zu recht länger im Container. So fair muss man schon sein beim Verurteilen.

Jürgen, der durchtrainierte FORD-Arbeiter. Er war von Anfang an ein positiver Bewohner. Nicht so hohl und nervig wie die meisten anderen. Ein ruhiger Vertreter. Ein Sympathieträger. Einer, wo man sofort wusste, der bleibt lange. Und dann kam der letzte Tag. Andrea war schon weg, nur noch er und der Arbeitslose. Und da passiert das schier Unglaubliche. Jürgen wird nur Zweiter. Was war geschehen? Hatte das Publikum was am Kopf? Hatte Endemol am Ergebnis gedreht? Fassungslosigkeit machte sich breit. Aber so ein Containerleben ist halt voller Überraschungen.

John, der Arbeitslose. Selten hat man einen so unauffälligen Bewohner gesehen. Na ja, die riesigen Löcher in seinen Ohrläppchen, die fielen schon auf und auch seine kleinen Tätowierungen, aber ansonsten wusste man bis kurz vor Schluss nicht einmal wer er war. Immer wenn er im Bild war dachte man einer der Techniker wäre kurz im Haus, um irgendwas zu überprüfen. Das war aber ein Irrtum, John war ein Bewohner, der plötzlich gewonnen hatte. Einfach so. Aber im Nachhinein doch nicht schlecht, denn schließlich war er arbeitslos und hatte Familie, da ist das Geld schon beim Richtigen gelandet.

© 06. 2000

Werbung mal anders

Die folgende Werbung ist eine Aufgabe, die mir in der 7ten oder 8ten Klasse gestellt wurde. Meiner Meinung nach ging es darum, dass wir Werbung witzig präsentieren sollten. Ich fand durchaus witzig, was ich daraus gemacht habe, aber mein Lehrer meinte nur, dass meine Arbeit am Thema vorbei ginge. Keine Ahnung, was er damit meinte.

Bitburger
Bitte ein Bit
HB
Lecker Zigarettchen

 

Polycolor
Dermatologisch getestet
Erotische Wäsche
Einfach verführerisch

 

Rahmspinat
Gesunde Ernährung ist sehr wichtig
Whiskas
Abnehmen mit Genuss

 

Frischzellenkur
Jung und gesund bis ins hohe Alter
Fenjala
Nur das Beste für schöne Haut

 

Rein pflanzlich
Für ein frisches Aussehen

© 11.1999