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Ein Mann räumt auf

Charlie Congers (Charles Bronson) bekommt den Auftrag Jackie Pruit (Jill Ireland), die Geliebte eines Unterweltbosses Joe Bomposa (Rod Steiger) zu entführen, damit sie als Kronzeugin aussagen kann. Während die beiden auf der Flucht sind, werden sie von Bomposas Leuten verfolgt. Soweit klingt das alles ganz gut, doch schon nach wenigen Minuten ist irgendwie die Luft raus. Charles Bronson ist auf seine Art cool wie immer, aber das reicht dann einfach nicht, wenn das Drehbuch nicht wirklich was hergibt. Der stotternde Gangsterboss nervt ebenso wie seine Geliebte Jackie, die ein echtes Plappermaul ist. Dazu ist alles unspannend vorgetragen, wirkt teilweise dann doch zu billig und bis Charlie endlich aufräumt, dauert es eine gefühlte Ewigkeit. Und eigentlich räumt er auch nicht wirklich auf, sondern liefert nur eine Bombe ab. So ist an diesem Film lediglich der Titel gut. Charles Bronson kann in diesem Streifen natürlich nicht überzeugen, obwohl er auf seine Art cool ist. Die Filmmusik ist immerhin ganz nett. Die neunzig Minuten kommen einem leider viel länger vor als sie tatsächlich sind.

Fazit: Belanglos wie eine tote Made auf einem Komposthaufen.


Eissturm aus dem All

Über der Stadt Lennox stürzt ein Meteorit ab. Kurz vor dem Aufprall teilt er sich in zwei Hälften. Eine heiße und eine kalte. Dort wo die warme Hälfte landet, ist das Klima sehr angenehm. Dort wo die kalte Hälfte landet, bricht eine Art Eiszeit an. Doch es ist nicht nur kalt, es brechen auch regelmäßig Eisstürme aus. Fast jeder, der davon erwischt wird, stirbt. Nur nicht Tim (Richard Harmon) und Marley (Tiera Skovbye) und andere Hauptpersonen. Die überstehen solche Eisstürme immer wieder. Mal, weil sie eine Laterne halten und mal, weil der Film sonst nicht weiterginge. Manche Eisleichen zerspringen, andere stehen einfach so in der Gegend herum. Die Effekte erinnern an längst vergessene Zeiten. Es ist meist so kalt, dass man nicht einmal den Atem sieht. In einer Szene fliehen die Akteure erst in einem Auto, dann in einem Boot vor dem Eissturm, können ihn aber nicht abschütteln. Erst als sie zu Fuß weiter gehen, gibt der Eissturm auf. Um dem Elend schließlich ein Ende zu bereiten, schnappt sich Charlie (Victor Webster ) mit seinen wärmeabweisenden Handschuhen die heiße Hälfte des Meteoriten, wickelt sie in wärmeabweisende Folie und steckt sie dann irgendwie zu dem kalten Meteoriten. Dabei frieren er und die Wissenschaftlerin Alex (Jennifer Spence ) ein. Doch am Ende liegen sie aufgetaut auf dem Boden, spucken etwas Wasser und laufen dem Happy End mit ihren Liebsten entgegen. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen.

Fazit: Laternen können Leben retten.


El Bar – Frühstück mit Leiche

El Bar – Frühstück mit Leiche ist ein spanischer Film, der Thriller, Komödie und Horrorfilm in einem sein soll Und irgendwie trifft das auch zu. In einer Bar treffen ein paar Leute aufeinander, die sich unternormalen Umständen schnell wieder vergessen würden, nachdem sie die Bar verlassen haben. Dumm nur, dass jeder, der die Bar verlässt erschossen wird. Als die Gäste das erkennen, müssen sie sich mehr miteinander beschäftigen als ihnen lieb ist. Und als sie einen verseuchten Mann auf der Toilette finden, wird die Sache immer abstruser.
Dummerweise sind die Besucher der Bar allesamt unsympathisch und oft auch nervig. Und so wird die durchaus nicht uninteressante Geschichte immer unerträglicher und schient auch nie enden zu wollen. Da die Leute keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen können, rennen sie hin und her, handeln nicht nachvollziehbar und fangen irgendwann an gegeneinander zu agieren. Besonders negativ fällt zunächst der Obdachlosen Israel (Jaime Ordóñez) auf, der permanent irgendeinen Mist redet und sich einnässt, weil es gerade so gemütlich ist. Der Kellner Satur (Secun de la Rosa) ist nicht der Hellste und hat keine Ahnung von Ladekabeln. Elena (Blanca Suárez) sieht selbst dann noch gut aus als sie mit Olivenöl eingerieben wird. Nacho (Mario Casas) fasst gerne Elena an und dann gibt es noch eine Spielsüchtige, einen Ex-Polizisten, einen anderen Mann und die Barbesitzerin. Diese Idioten gehen einem nach einiger Zeit dermaßen auf die Nerven, dass man sich wünscht, sie würden in der Scheiße, in der sie später rumschwimmen, ertrinken Tun sie aber nicht und so dauert es einfach viel zu lange bis fast alle tot sind und der grausame Spuk endlich vorbei ist.

Fazit: Da fährt man besser 100 Minuten durch die Waschanlage.


Elvis & Nixon

Weil Elvis Presley (Michael Shannon) Sonderagent der Regierung werden will, bittet er um ein Treffen mit Präsident Nixon (Kevin Spacey). Dieser ist zunächst nicht interessiert, stimmt dann aber doch zu. Damit ist Elvis glücklich und der Zuschauer hat dennoch nichts davon. Denn Elvis & Nixon ist dermaßen uninteressant, unspannend und unwitzig, dass es einfach keine Freude macht.
Ob es sich um eine Komödie handelt, Satire, Realsatire oder was auch immer, ist schwer zu sagen. Was auch immer kommt dem wohl am nächsten. Der Humor, wenn man es wohlwollend als solchen bezeichnet, ist nur schwer zu erkennen und wirklich nicht der Rede wert. Überhaupt ist die Geschichte, so wie sie vorgetragen wird, kaum der Rede wert. Die Karateeinlage von Elvis, welche den Präsidenten fast beeindruckt, ist ein weiterer Beweis der Unsinnigkeit von Elvis & Nixon.

Fazit: Ein mit Regenwürmern gefülltes Glas ist definitiv unterhaltsamer.


Embodiment of Evil

Nach 40 Jahren wird der Totengräber Coffin Joe (José Mojica Marins) aus dem Gefängnis entlassen. Sofort macht er sich auf die Suche nach der perfekten Frau, die seinen Nachwuchs zur Welt bringen soll. Nebenbei foltert er auf äußerst brutale Art und Weise viele Menschen und trägt dabei seinen Hut und seine langen Fingernägel zur Schau. So wirklich schlau wird man aber aus dem, was da passiert und was er vorhat, allerdings nicht wirklich. Die Dialoge sind ebenso schlecht, wie die schauspielerischen Leistungen. Die brutalen Folterszenen bringen auch nichts. Embodiment of Evil bleibt durchgehend überflüssig und schnell verliert man das Interesse an der Handlung und der wirren Story.

Fazit: Da beobachtet man besser 40 Jahre lang seine Fingernägel beim wachsen.


Empire State – Die Straßen von New York

Chris Potamitis (Liam Hemsworth) wollte Polizist werden, arbeitet aber beim Wachdienst. Er scheint nicht der Klügste zu sein und handelt auch so. Sein Kumpel Eddie (Michael Angarano) ist nicht nur ein Plappermaul, sondern wirklich dumm. Dass es den beiden gelingt, mehrere Millionen Dollar zu stehlen, erscheint sehr unwahrscheinlich, passiert aber tatsächlich. Detective Ransome (Dwayne Johnson), der den Fall lösen soll, scheint ebenfalls etwas dumm zu sein, zumindest wirkt er oft so. Wenn man die Dialoge der anderen Polizisten und der Leute vom FBI hört, erscheint es so als wären auch diese etwas dämlich. Und weil die meisten anderen, die irgendeine Rolle spielen, auch etwas bescheuert wirken, fragt man sich, ob es Absicht ist, dass die meisten Menschen dumm sind oder wenigstens so wirken, oder ob es ein dummer Zufall ist. Letztlich ist es aber auch egal, denn Empire State verzichtet nebenbei komplett auf Spannung und andere Dinge, die ihn irgendwie interessant machen könnten. So sieht man 90 Minuten dumme Leute, die Dummes tun. Und während man das macht stellt sich die Frage, ob es nicht ziemlich dumm ist, dass man es macht.

Fazit: Ein durch und durch dummer Film.


End of Watch

Die Polizisten Offizier Taylor (Jake Gyllenhaal) und Offizier Zavala (Michael Pena) arbeiten schon lange zusammen und erleben sehr viel gemeinsam. Irgendwann haben sie beschlossen, sich während der Arbeit selbst zu filme/filme-n. Und so wird ihr täglicher Tagesablauf aufgenommen. Alle gefährlichen und ungefährlichen Situationen werden so für die Nachwelt festgehalten.
End of Watch wäre möglicherweise ganz okay, wenn diese furchtbaren Kameraaufnahmen nicht wären. Selbst die Gangster haben oft nichts Besseres zu tun als sich selbst aufzunehmen. Und so weiß man nie wirklich, ob man eine Dokumentation oder einen ziemlich langweiligen Polizeifilm schaut. Diese Mischung funktioniert jedenfalls nicht wirklich. Die Dialoge wirken wie aus einer billigen Doku-Soap und die blöden Kameraaufnahmen nerven und töten jedes Interesse am Geschehen. Und so hilft es auch wenig, dass die beiden Polizisten sehr viel erleben. Gelegentlich schafft es End of Watch zwar irgendwie Interesse zu wecken, doch ebenso schnell erlischt das Interesse auch wieder. Und so bleibt es bei einem missglückten und unausgegorenem Versuch anders und trotzdem gut zu sein.

Fazit: Wenig überzeugend.


Endlich Frauenheld

James (Simon Phillips) ist ein merkwürdiger Typ, der bei Frauen gar nichts auf die Reihe kriegt. Er ist alles andere als attraktiv und durchaus verhaltensgestört. Als sich einer seiner Freunde (Richard E. Grant) umbringt, beschließt er, dass sich sein Leben ändern muss. Dazu sucht er den Guru Ampersand (Craig Conway) auf, weil dieser angeblich dafür sorgen kann, dass jeder Mann jede Frau bekommt. Doch schnell stellt sich heraus, dass Ampersand und James sich gar nicht so unähnlich sind. Trotzdem ändert sich von nun an einiges für James.
Es dauert keine fünf Minuten, da ist klar, dass James und alle anderen Protagonisten alles andere als angenehm sind. Alle Personen, die während der Geschichte auftauchen sind unsympathisch und dumm und wecken weder Mitgefühl noch Interesse. Sie benehmen sich furchtbar, reden belangloses Zeug und gehen einem auf die Nerven. Die Synchronisation ist grausam und jeder Dialog eine Ohrfeige. Vollpfosten unter sich. Gefallen kann dieser Frauenheld eigentlich nur jemandem, der sich auch an schwimmender Scheiße erfreut.

Fazit: Ergreifend wie Scheiße, die in einem See schwimmt.


Evil Angel – Engel des Satans

Lilith wurde einst aus dem Garten Eden verstoßen und wandelt nun als Serienkillerin auf der Erde. Sie schlüpft regelmäßig in andere Körper, so dass es schwer ist, sie zu finden oder gar zu fassen. Doch nun ist ihr Detective John Carruthers (Ving Rhames) auf der Spur.
Evil Angel – Engel des Satans schafft es tatsächlich von Anfang an als belanglos anerkannt zu werden. Dabei ist Evil Angel nicht einmal so richtig schlecht, sondern geht einem einfach nur am Arsch vorbei. Die Mitwirkenden gehen einem ebenso am Arsch vorbei, die Geschichte verzichtet auf Spannung und Lilith schlüpft scheinbar völlig unmotiviert von einem Körper in den nächsten und bringt Leute um. Dass die Dialoge flach und uninteressant sind, die Darsteller einen nicht interessieren und zumeist langweilen, passt perfekt ins Bild. Während Evil Angel – Engel des Satans läuft kann man prima bügeln oder ein Nickerchen machen.

Fazit: Ähnlich fesselnd wie das Wort zum Sonntag.


Exit Wounds

Ein Film über korrupte Polizisten, einen schwarzen Bruder auf Rachefeldzug und einen langhaarigen Supercop (Steven Segal). Es ist fast schon beeindruckend, wie toll Autos abheben und sich überschlagen, wenn man sie beschießt. Klasse ist auch, dass man mit Pistolen solange feuern kann bis alle Gegner erledigt sind. Selbst wenn man das Magazin aus der Waffe entfernt, kann man weiter schießen. So etwas ist nur schwer zu ertragen. Ebenso fantastisch sind die Zeitlupenmomente, welche einfach nur sinnlos sind und alles lächerlich wirken lassen. Gewürzt wird alles mit herausragend dämlichen Dialogen und immer wieder wird versucht, dass alles cool wirkt, was natürlich nicht gelingt. Ebenso erbärmlich sind die humorigen Einlagen, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Besonders hervorzuheben ist der Trick, bei dem einer der Helden einen Gürtel am Abzug seiner Waffe befestigt und dann, ohne zu wissen wo die Gegner stehen, diese zur Strecke bringt, indem er die Waffe einfach mal in die Luft wirft und dann am Gürtel zieht. Genial. Unbedingt erwähnenswert sind auch die kaum übertriebenen Kampfeinlagen, welche das Gesamtbild eines stümperhaften Werks endgültig festigen. Die schwache Story ist bei all diesen Knalleffekten reine Nebensache.

Fazit: Ein Film, der so schlecht ist, dass einem fast schlecht wird.


Extrem laut und unglaublich nah

Extrem laut und unglaublich nah erzählt die Geschichte des 11jährigen Oskar (Thomas Horn), der seinen Vater (Tom Hanks) bei den Anschlägen am 11. September verloren hat. Oskar ist ein Kind, das durch sein autistisches Verhalten von Beginn an recht unsympathisch rüber kommt. Er findet im Schrank seines Vaters einen Schlüssel und macht sich nun auf die Suche nach dem passenden Schloss für den Schlüssel. Er hat aber irgendwie vor allem Angst. Und wenn man ihn so betrachtet, dann findet man mehr und mehr, dass man sich Oskar hätte sparen sollen. Oskar labert und labert, die Geschichte ist unfassbar langatmig und fesselt zu keinem Zeitpunkt. Ein Feuerwerk der Belanglosigkeiten mit einem durchaus unsympathischen Hauptdarsteller. Vermutlich will Extrem laut und unglaublich nah die Tragödie und die Folgen des 11. September veranschaulichen, doch leider ist Extrem laut und unglaublich nah die Tragödie selbst. Wer bis zum Ende durchhält, wird natürlich nicht belohnt.

Fazit: Extrem langweilig und unglaublich überflüssig.


 

© 02.2001 – 01.2018

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